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Teltow-Fläming Erste Punkte für den SC Trebbin
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19:41 28.01.2019
Leon Rühlmann (SC Trebbin) trug sich fünfmal in die Torschützenliste ein. Quelle: Frank Neßler
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Trebbin

Im elften Spiel hat es endlich geklappt: Zum Rückrundenauftakt in der Handball-Brandenburgliga fuhr die Männermannschaft des SC Trebbin nach ihrem Aufstieg im Sommer den ersten Sieg in der neuen Liga ein. Beim HC Bad Liebenwerda gewannen die Clauertstädter am letzten Januarsamstag mit 37:34 und sicherten sich dadurch nach der 26:29-Niederlage in der Hinrunde auch den direkten Vergleich gegen die Kurstädter, der im Abstiegskampf noch eine Rolle spielen kann.

Personalsorgen beim SC Trebbin

Da SC-Trainer Sven Keck am Wochenende krankheitsbedingt verhindert war, führte Benjamin Stollin die lediglich mit zehn Feldspielern angereisten Trebbiner-Männer als Spielertrainer in Bad Liebenwerda an. Nach dem Abgang von Tim Rosadzinski, der den SC Trebbin in der Winterpause in Richtung des Ludwigsfelder HC verließ, waren am Wochenende insbesondere im Rückraum die Alternativen bei den Gästen rar.

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Zu Beginn der Partie hielten die Trebbiner das Spiel dennoch offen. Bis zum Halbzeitstand konnte sich keine der beiden Mannschaften auf mehr als zwei Tore absetzen. Die Clauertstädter gingen mit einer 15:14-Führung in die Halbzeitpause. Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten es die Hausherren mit einer doppelten Manndeckung gegen zwei SC-Rückraumspieler. „Das hat uns in die Karten gespielt“, erklärte Benjamin Stollin, „so konnten sich immer zwei unserer Angreifer etwas ausruhen.“ Die verbliebenen Trebbiner Protagonisten, allen voran die Topscorer Peter Mahns und Spielertrainer Stollin selbst mit jeweils acht Treffern, nutzten ihre nun größeren Freiräume. Nach dem 16:17 kurz nach der Pause legten die Trebbiner einen 5:0-Lauf auf das Parkett. Es sollte allerdings noch nicht die Entscheidung in dieser Begegnung gewesen sein. In einem intensiven Spiel kamen die Gäste aus Trebbin bald in arge Zeitstrafenprobleme. SC-Abwehrchef Matthias Frank musste nach seiner dritten Hinausstellung in der 45. Minute die Rote Karte hinnehmen. Das, und die Tatsache, dass die Kurstädter es erfolgreich mit einer noch offensiveren Manndeckung probierten, führten schnell wieder zum 25:27-Anschluss.

Gäste aus Trebbin bringen Vorsprung über die Zeit

Doch mit einer starken Teamleistung, einem gelungenen Einsatz der Außenspieler und dem nötigen Quäntchen Glück – Bad Liebenwerda dezimierte sich beispielsweise wegen Unzufriedenheit mit den Unparteiischen selbst – brachten die Trebbiner ihren Vorsprung über die Zeit. Am Ende siegte die SC-Sieben in einem schnellen Spiel mit 37:34 – insbesondere Torhüter Stephan Schmidt hielt nach zuvor solider Leistung mit einigen Glanzparaden den Sieg fest. Auch eine zweite Rote Karte gegen Jakob Henschke fiel nicht mehr ins Gewicht. „Dieser Sieg ist wichtig für die Moral“ schlussfolgerte SC-Coach Stollin nach einem Spiel, das die Trebbiner wieder auf vier Punkte an einen Nichtabstiegsplatz heranbringt.

Das für Samstag angesetzte Heimspiel gegen den Tabellenzweiten HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf wird höchstwahrscheinlich auf Mitte Februar verschoben.

Von Fabian Stollin