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Teltow-Fläming Im Dauereinsatz für die SG Schenkenhorst
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12:10 21.06.2019
Treue Seelen, ein Verein: Martin Raupach (l.) und René Schröder gehören zu den Ehrenamtlern der SG Schenkenhorst. Quelle: Lars Sittig
Schenkenhorst

Die Handgriffe sitzen, Martin Raupach weiß ganz genau, wie das Festzelt aufgebaut werden muss, die Getränkevorräte aufgefüllt und tausend kleine Dinge verrichtet werden müssen. Am Wochenende ist wieder Feldhandballzeit bei der SG Schenkenhorst, derzeit läuft ein logistischer Großeinsatz und Martin Raupach, 33 Jahre alt und seit vielen Jahren eine der ganz treuen Seelen, ist in diesen Tagen besonders viel unterwegs für seinen Verein. „Er ist ohnehin immer da“, lobt Vereinschef René Schröder, „aber da Martin einen Traktor besitzt, übernimmt er zusätzlich den Transport des Equipments, beispielsweise müssen das Festzelt, die Bänke und ein Pavillon auf den Sportplatz gebracht und aufgebaut werden. Da hat Martin, wie viele andere Helfer, alle Hände voll zu tun.“

Seit 1960 wird ohne Unterbrechung einmal im Sommer Feldhandball gespielt. Das Turnier, das die SGS mit der SG Ahrensdorf, dem Partner der „Handball-Spielgemeinschaft ausrichtet, gehört längst zu den Klassikern des Sportes um Klister und Kleister in der Region. Eine Mischung aus Sport- und Dorffest, Familientreffen und Hüttengaudi. Abends gibt es eine große Party, viele Teams übernachten in der 500-Einwohner-Gemeinde, einem Ortsteil Stahnsdorfs im äußersten Osten Potsdam-Mittelmarks.

Sehr viel Tradition beim Kleinfeldturnier und sehr viel zu tun – im Gegensatz zur sonst üblichen Hallenvariante, müssen drei Kleinfeldplätze präpariert werden. Kreiden, Rasen mähen, Unebenheiten auf der Oberfläche ausbessern. Die Anforderungen an einen Organisator sind wegen der Unwägbarkeiten unberechenbar – auf der schmucken Anlage in Schenkenhorst zerwühlten zeitweise Wildschweine das Gelände. Natürlich packten auch Martin Raupach und René Schöder (33), die aus dem Ort stammen und sich seit Kindertagen kennen, bei der Reparatur und dem Bau eines Zaunes mit an.

Im Alltag sorgen die beiden und ihre Mitstreiter schon lange dafür, dass die SG mit einem festen Fundament auf der märkischen Erde steht. Schröder wurde vor Kurzem zum Vereinschef gewählt. Mit Martin Raupach steht ihm eine Treue Seele in der XXL-Variante zur Seite: Seit er auf einem nahegelegenen Pferdehof arbeitet, gehört er auch zu den Bereitschafts-Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr in Schenkenhorst. „Er ist auch eine tragende Säule des Ortes. Es gibt auch immer wieder Leute aus dem Ort, die die Bänke brauchen, dann hilft ihnen Martin oft mit seinem Traktor beim Transport“, lobt Vereinschef Schröder. Einmal pro Woche trifft Martin Raupach sich mit der sogenannten Donnerstagsrunde, in der die anliegenden Arbeiten abgestimmt und verrichtet werden.

Warum der Aufwand? „Man bekommt viel zurück und auch wenn man sich mal ärgert, kann man die Aufgaben am Ende irgendwie lösen. Ich habe die Aufgaben übernommen, als sich niemand gefunden hat und jetzt möchte ich sie auch weiterführen. Der Verein und der Ort liegen mir sehr am Herzen.“

Am Sonnabend werden wieder Mannschaften aus mehreren Bundesländern (siehe Infokasten) an den Start beim „BALLathon“ gehen. „Für uns ist das jährliche Rasenturnier in Schenkenhorst eine liebgewonnene Tradition“, sagt Matthias Janek, eine der treuen Seelen bei der benachbarten Ahrensdorfer Fraktion, mit der die Schenkenhorster seit Langem gemeinsam durch die Handballligen touren, „es ist für uns außerdem ein tolles Alleinstellungsmerkmal in der Region, wenn nicht sogar in ganz Ostdeutschland. Diese tolle Geschichte wollen wir natürlich noch lange fortschreiben. Und Rasenhandball macht natürlich Spaß, sonst wären wir nicht bei der 56. Auflage angekommen.“ 

Bei den Startern des Turniers ist das Turnier wegen der guten Organisation und der angenehmen Rahmenbedingungen sehr beliebt – dank der treuen Seelen hinter den Kulissen, die auch nach dem Turnier viel zu tun haben.

Der Rasen, der durch die Duelle stark beansprucht wird, muss repariert werden. Martin Raupach wird dann die nötige Technik hinter seinen Traktor spannen und das Grün auf Vordermann bringen. Wie jedes Jahr. Wie immer, wenn man ihn braucht.

Von Lars Sittig

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