Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Kurz und intensiv: Die Geschichte des Fläming-Ultra
Sportbuzzer Lokalsport Teltow-Fläming Kurz und intensiv: Die Geschichte des Fläming-Ultra
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:36 10.05.2019
Das Fläming-Ultra-Team 2009. Quelle: Frank Neßler
Luckenwalde

Eine Zu-Fuß-Umrundung des fast 100 Kilometer langen Rundkurses (RK) 1 der Fläming-Skate im Kreis Teltow-Fläming gab es bisher nur einmal. Vor zehn Jahren, in der Nacht vom 15. auf den 16. Mai 2009, starteten die Ausdauerspezialisten Andreas Dorst aus Luckenwalde und Mark Becker aus Berlin in das Abenteuer. Die damalige Premiere ist bis heute die einzige offizielle Zu-Fuß-Umrundung des RK 1. Sie endete trotz heftigen Regens und Kälte damals schneller als geplant. Statt der anvisierten 15 plus x Stunden erreichten die beiden Läufer an einem Sonntagvormittag bereits nach 13 Stunden und 22 Minuten den Zielstrich am „Eichenkranz“ im Luckenwalder Ortsteil Kolzenburg. Dort war am Abend zuvor pünktlich um 21 Uhr vom damaligen Breitensportreferent des Landes Brandenburg, Manfred Kruczek, der Fläming-Ultra gestartet wurden.

Schiedsrichter achten auf die Einhaltung der Regeln

Begleitet wurden die beiden Läufer von einem Helfer- und Schiedsrichterteam. Jesko Schröter (1. LSC) und Kristina Kaufmann fungierten als Physiotherapeuten. Ingo Nötzel (LLG Luckenwade) leitete die Koordination und Kommunikation. Als Schiedsrichter wachten abwechselnd Günter Fleischer (Hundesport Jüterbog), Thomas Glätzer (BSJ) sowie Mathias Schramm (Step- and Bike-Team) und Marlen Hundrieser (Fläming-Skate GmbH) darüber, dass der Rundkurs nicht verlassen wird und keine Hilfsmittel von den Läufern benutzt wurden. Jörn Kuhle, Stephan Hebel und Diana Velibekowa (lebt heute in Australien) kümmerten sich um die Verpflegung.

Andreas Dorst (l.) und Mark Becker vor zehn Jahren im Ziel des ersten und bisher einzigen Fläming-Ultras, einem fast 100 Kilometer-Lauf auf dem Rundkurs 1 der Fläming-Skate Quelle: Frank Neßler

Die Idee für einen Fläming-Ultra existierte lange vor seiner Premiere in den Köpfen der Protagonisten. Endstanden war sie beim Kaffeetrinken in einer Luckenwalder Tankstelle. Dorst und sein Laufkumpel Becker unterhielten sich damals über Wettkämpfe, die sie auf der ganzen Welt schon bestritten hatten. Der damalige Tankstellenpächter Herbert Raschke warf die Frage auf, warum es einen Extremlauf nicht auch in der Region gibt. Dorst und Becker suchten sich Mitstreiter. Aus Anlass der zehnten Geburtstages des Total-Teams Raschke, das 1999 gegründet wurde, war es soweit. Die Idee wurde mit Unterstützung des Tankstellenpächters und des zusammengestellten Teams verwirklicht.

Mit dem Fahrrad die Strecke ausgeleuchtet

„Der Ultra war eine harte Sache, die Nacht ist gar nicht vergangen“, erinnert sich Stephan Hebel, der Mark Becker während des Laufes mit seinem Fahrradlicht in der Dunkelheit die Strecke ausleuchtete und ihn versorgte, „schlimmer als Kälte und Regen war für mich das langsame Fahrradfahren.“

Screenshot für MAZ vor zehn Jahren - Fläming-Ultra 2009. Quelle: Frank Neßler

Zehn Jahre danach sagt Dorst: „Ich könnte mir einen Fläming-Ultra durchaus nochmals vorstellen, Nur müsste ich mein Training, welches aus verschiedenen Gründe zuletzt zu kurz gekommen ist, wieder intensivieren.“ Sein Laufkumpel Becker ist am Ball geblieben. Er startet weiterhin bei Ultraläufen. Derzeit in Ungarn. Am Balaton nimmt er an einem Sechs-Tage-Lauf auf einem 926 Meter Rundkurs teil.

Von Frank Neßler

Nachwuchsringer der Luckenwalder Sportschule sammeln bei den Deutschen Meisterschaften der B-Jugend in Dortmund-Kirchlinde wichtige Erfahrungen. Wichtig für ihre weitere sportliche Entwicklung.

08.05.2019

DLRG-Sportler aus Luckenwalde gewinnen bei den Landesmeisterschaften im Rettungsschwimmen in der heimischen Fläming-Therme zahlreiche Titel. Ein guter Start in die Wettkampfsaison, die wieder einige Höhepunkte bietet.

08.05.2019

Trebbins Brandenburgliga-Handballer feiern im letzten Heimspiel der Saison einen 32:26-Erfolg über Cottbus II. Die Chancen auf den Klassenerhalt stehen gut. Nur noch ein spezieller Fall kann zum Abstieg führen.

29.04.2019