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Teltow-Fläming Luckenwalder kämpft mit viel Einsatz gegen das Ertrinken
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02:20 07.05.2018
Eckehard Seidel ist Polizist und engagierter Rettungsschwimmer. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

„Wenn die Lust zur Last wird, dann höre ich auf“, sagt Eckehard Seidel. Soweit ist es allerdings noch lange nicht, denn der 62-Jährige hat nach wie vor großen Spaß an seiner ehrenamtlichen Aufgabe. Seidel hat sich dem Kampf gegen den Tod durch Ertrinken verschrieben.

Bundesland Brandenburg trägt die rote Laterne

Ein Blick in die Statistik beweist, dass solch ein Engagement extrem wichtig ist. In Brandenburg ertranken 2017 mehr Menschen pro Kopf der Bevölkerung als in anderen Bundesländern. „Wir würden sehr gerne die rote Laterne abgeben“, sagt Seidel, der Vizepräsident des Landesverbandes Brandenburg der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ist. 81 Prozent der Ertrunkenen sind nach seinen Worten Männer. Die Altersgruppe ab 50 Jahren ist verhältnismäßig oft betroffen. Um Unfälle zu vermeiden, ist die Einhaltung der Baderegeln sehr wichtig. „Finger weg vom Alkohol und anderen Drogen. Übermut und Selbstüberschätzung sind wie im Straßenverkehr auch beim Baden gefährlich“, sagt Seidel, der hauptberuflich als Polizist arbeitet.

Der gebürtige Luckenwalder ist seit seiner Jugend als Rettungssportler engagiert. Er begann seine Schwimmerlaufbahn 1963 als Mitglied der damaligen BSG Lok. Wenig später lernte Seidel den Nestor des Luckenwalder Schwimmsports, Erwin Wendrich, kennen. Dessen Motto: „Ein guter Schwimmer muss auch Rettungsschwimmer sein, um anderen Menschen zu helfen“, prägte auch sein Leben. Ab 1967 als Rettungsschwimmer beim DRK der DDR, gehörte Seidel 1990 zu den Wiedergründungsmitgliedern der DLRG in seiner Heimatstadt. Ein Jahr später wurde er Vorsitzender des Luckenwalder Stadtverbandes. Dies blieb Seidel bis 2001. Seitdem ist er ehrenamtlich für den Landesverband der DLRG tätig.

Eckehard Seidel bildet Rettungsschwimmer aus

In Brandenburg zeichnet Seidel für die Ausbildung von Rettungsschwimmern verantwortlich. Am 7. Mai finden die Prüfungen für den aktuellen Lehrgang in der Luckenwalder Fläming-Therme statt. Um die 20 Frauen und Männer im Alter von 14 bis 45 Jahren begannen im September 2017 ihre Ausbildung in Theorie und Praxis. Nun gilt es das Gelernte richtig anzuwenden. Geprüft wird nicht nur in Erster Hilfe. Die angehenden Rettungsschwimmer werden auch ihre Tauchfähigkeiten unter Beweis stellen. 15 Meter müssen für Bronze getaucht werden. Zehn Meter weiter bedeuten Silber. Wer Gold holen will, der muss 30 Meter unter Wasser zurücklegen und zusätzlich sogenannte Tauchringe einsammeln. Eine weiterer Bestandteil der Rettungsschwimmerprüfung ist das Schleppen von Verunglückten im Wasser.

Zu den ehrenamtlichen Aufgaben von Eckehard Seidel gehört aber auch die Betreuung von Kindergruppen in Dobbrikow. Außerdem übernimmt er alle zwei Jahre den Rettungsschwimmerlehrgang zur Fortbildung für Lehrer und Erzieher.

Alle Kinder sollen früh das Schwimmen lernen

„Mein Wunsch ist es, dass alle Kinder möglichst früh das Schwimmen lernen“, sagt Seidel, denn dies würde das Unfallrisiko stark minimieren. Gute Möglichkeiten dafür bieten die Thermen in Luckenwalde und Ludwigsfelde sowie die Freibäder in Jüterbog und Oehna.

Teamplayer Seidel ist in der Region auch als Moderator von Sportveranstaltungen bestens bekannt. Am Wochenende übrigens wieder bei den Landesmeisterschaften der Rettungssportler in der Fläming-Therme. Am Mikrofon macht Eckehard Seidel Werbung für den Sport, vermittelt regionale Sportgeschichte und holt Randsportarten aus dem Schattendasein, das sie nicht verdient haben.

Von Frank Neßler

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