Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Starker Nachwuchs bei Ludwigsfelder Leichtathleten
Sportbuzzer Lokalsport Teltow-Fläming Starker Nachwuchs bei Ludwigsfelder Leichtathleten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:11 19.06.2019
Das Waldstadion ist das Zuhause der Ludwigsfelder Leichtathleten. Quelle: Foto: Verein
Ludwigsfelde

Wenn die Ludwigsfelder Leichtathleten trainieren, herrscht Hochbetrieb auf der blauen Bahn, die das hiesige Waldstadion wie das große Berliner Olympiastadion schmückt. Elisabeth Heinze hüpft unter Anleitung von Trainer Christian Hohlfeld über die Hürden. Die 14-Jährige bereitet sich auf die Deutschen Meisterschaften in Bremen vor. Über 100 Meter zähle sie zu den Schnellsten im ganzen Land, ist sich der Trainer sicher. „Ich muss noch viel trainieren, meinen Start verbessern und einfach noch schneller werden“, sagt die Schülerin, die gerade die 8. Klasse auf dem Marie-Curie-Gymnasium beendet hat und eine Bestzeit von 12,23 Sekunden über 100 Meter aufweist. „Die Leichtathletik macht mir einfach Spaß, weil sie so vielseitig ist“, meint Elisabeth Heinze, die sich als Mehrkämpferin auch im Weitsprung oder Kugelstoßen probiert.

Einige Talente wechseln an die Sportschule nach Potsdam

Sie ist bei der blau-gelben Streitmacht nur eines von vielen Talenten. „In Ludwigsfelde wird sehr gute Arbeit im Nachwuchs geleistet“, lobt Landestrainer Kai-Uwe Meier aus Potsdam. Denn immer wieder wagten junge Ludwigsfelder den Sprung an die Sportschule nach Potsdam wie die Zwillinge Vanessa und Angelina Horn, Katharina Meister, Gregor Theuer oder Isabelle Hübener. Letztere wechselte später zum Rudern und gehört aktuell zur deutschen Nationalmannschaft.

Auch Moritz Bartko hat das erste Jahr an der 7. Klasse der Sportschule hinter sich. Der 13-Jährige wandelt als 800-Meter-Läufer weniger in den Spuren

Ludwigsfelder Leichtathleten beim Training unter Anleitung von Peggy Bartko (r.). Quelle: Peter Stein

seines Vaters Robert Bartko, Doppel-Olympiasieger im Bahnradsport, als in denen von Mutter Peggy Bartko, früher Junioren-Weltmeisterin und 400- sowie 800-Meter-Läuferin. Sie zählt zur Schar der ehrenamtlichen Trainer bei den Ludwigfelder Leichtathleten, wo auch der älteste Sohn Felix – spielt außerdem Basketball – und Tochter Nele bei den Jüngsten aktiv sind.

„So eine wie Peggy Bartko ist natürlich ein Glücksfall für uns“, meint Vereinschef Uwe Manker. Immerhin gibt es sieben Kinder- und Jugendgruppen, in denen sich 170 junge Leichtathleten tummeln.

Der 53 Jahre alte Manker, von Beruf Jurist, ist seit 1975 im Verein, war einst Langstreckenläufer. 1953 wurde die Betriebssportgemeinschaft Motor Ludwigsfelde gegründet. Vier Jahre später gab es dort auch eine Abteilung Leichtathletik, die immer wieder vor allem hervorragende Läufer hervorbrachte, die später beim ASK Vorwärts in Potsdam Karriere machten. Die Mittelstreckler Andreas Hauck und Andrea Lange (Hahmann) zählten in den 1980er Jahren dazu. Die Ludwigsfelder Leichtathleten waren auch in der DDR-Laufbewegung sehr aktiv, richteten sogar das Finale im populären Cross der Jugend aus.

Neustart 1997

Als nach der Wende immer mehr Sparten die BSG Motor verließen, setzten auch die Leichtathleten auf eine Neugründung: Am 8. April 1997 war es so weit. Damals hatte der neue Verein noch 42 Mitglieder, nun sind es 280 zwischen vier und 84 Jahren. „Wir sind im wachsenden Speckgürtel von Berlin. Fast jede Woche gibt es Neuanmeldungen“, berichtet Manker, der seit über zehn Jahren den Verein führt. „Aber uns fehlen dafür einfach die Trainer und Betreuer. Das ist das größte Problem.“ Trotzdem seien die Ehrenamtler des Vereins eine verschworene Truppe, auf die man sich verlassen könne. Das große Plus sei die kostenfreie Nutzung des Waldstadions oder der Drei-Felder-Halle im Winter. Der Verein kann sich auch auf seine treuen Sponsoren verlassen, hat sich inzwischen einen mit Leichtathletikmotiven lackierten Vereinsbus zugelegt, um zu den Wettkämpfen reisen zu können.

Silvesterlauf mit Tradition

Zur Talentsichtung richtet der Verein jährlich einen Schulvergleichskampf in der Halle und im Freien aus. „Da haben wir zum Beispiel das Talent von Elisabeth entdeckt“, spricht Manker die aktuelle Meisterschaftshoffnung an.

Neben dem Nachwuchs haben auch die Seniorensportler bei den Ludwigsfelder Leichtathleten eine Heimstätte. Helmut Haußmann, Bernd Heinrich, Kay Strempel, Ingolf Günther oder Beate Heinrich sind nicht nur bei den Läufen in der Region, sondern auch weit darüber hinaus etwa auf dem Rennsteig Dauerbrenner. Selbst eine Nordic Walking-Gruppe gibt es seit einigen Jahren. „Bei uns sollen sich alle wohlfühlen“, findet Manker, der mit seinen Vereinsgefährten auch als Veranstalter alle Hände voll zu tun hat.

Denn da sind nicht nur der Laufcup der Schulen zu erwähnen, sondern Traditionsveranstaltungen wie der Silvesterlauf von Zossen nach Ludwigsfelde, der in diesem Jahr zum 42. Mal ausgetragen wird. Der Frühlingslauf erlebte seine 17. Auflage und der Stundenlauf am 1. Mai feiert im kommenden Jahr sein 40. Jubiläum. Der Sponsorenlauf findet im September zum 22. Mal statt

Jährliche Fahrt zum Brocken

Zum Vereinsleben gehört aber noch mehr. Zum Beispiel die jährliche Brockenfahrt. Da geht es mit 40, 50 Leuten im Reisebus bis nach Schierke und dann wird auf den 1141 Meter hohen Gipfel gewandert. „Diese gemeinsamen Erlebnisse sind prägend“, findet Manker. Sogar eine eigene Vereinsmeisterschaft stellen die Ludwigsfelder Leichtathleten auf die Beine. Da wird dann etwa ein Dreikampf absolviert. In diesem Jahr soll es im August eine Marathonstaffel der verschiedenen Trainingsgruppen geben. Anschließend wird zusammen noch ein bisschen gefeiert.

Von Peter Stein

Der Judo-Verein Ludwigsfelde startete vor Kurzem in seine erste Saison in der 2. Bundesliga in der Vereinshistorie. Nachdem das große Abenteuer zu einem Siegeszug wurde und am Sonnabend auch das Hamburger JT II deutlich bezwungen wurde, steht der Liganeuling vor dem Saisonfinale als Tabellenführer kurz vor dem Aufstieg in die erste Bundesliga

16.06.2019

Vor wenigen Jahren wurde das Herren 40-Tennisteam des TC Großbeeren aus der roten Asche gestampft. Nach einer Serie von Aufstiegen kämpft das Ensemble am Samstag um die Ostdeutsche Meisterschaft. Sollte sogar der Aufstieg in die Regionalliga gelingen, könnten frühere Weltstars wie Nicolas Kiefer, Thomas Enqvist und Magnus Larsson zu Gast sein.

14.06.2019

Handball-Oberligist Ludwigsfelder HC muss den traditionsreichen Stadtwerke-Pokal verschieben. Der Grund: Terminänderungen in der Oberliga Ostsee-Spree – die überregionale Spielklasse wird in der kommenden Saison von 14 auf 15 Mannschaften aufgestockt, nachdem der Staffelsieger in den Relegationsduellen den Aufstieg in die 3. Liga verpasst hatte.

10.06.2019