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Teltow-Fläming Titelkämpfe der Reiter in Liepe mit Badespaß
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16:14 04.06.2019
Das Wasserhindernis gehörte wieder zu den spektakulärsten Passagen im Parcour – und sorgte für etwas Abkühlung.
Liepe

Erst gab es Schärpen, dann Blumen und schließlich viele Glückwünsche für die Sieger und Platzierten. So wie sich das nun einmal gehört, wenn die Besten für ihre Leistungen in Liepe bei den Berlin-brandenburgischen Nachwuchs-Titelkämpfen in der Vielseitigkeitsreiterei geehrt werden. Doch nach dem obligaten Foto, dem sich alle gern unterzogen, stand für die Ponyreiter, Junioren und Jungen Reiter das große Plantschen und Baden in einem kleinen, nicht sehr tiefen Teich an, der normaler Weise als Wasserhindernis für die verschieden Pferdesport-Wettbewerbe dient. Entweder man stürzte sich freiwillig in das kühle Nass, was bei 31,5 Grad im Schatten sicherlich eine schöne Erfrischung bedeutete, oder man wurde mit sanfter Gewalt hineingeworfen.

Zu diesem Zeitpunkt saß der Olympiasieger Andreas Dibowski bereits am Steuer seines Trucks, um die Heimreise ins niedersächsische Döhle anzutreten. Er war der absolute Star eines Turniers, das nicht nur durch die Meisterschaften geprägt war, sondern auch eine Reihe sehr interessanter Programmpunkte enthielt, beispielsweise eine M*-Prüfung, die den Höhepunkt des dreitägigen Geschehens bildete.

Hier triumphierte die aus dem sächsischen Lengenfeld angereiste Antje Schöniger auf ihrem bereits 16-jährigen Wallach FTS Schoensgreen Quebec mit 45,70 Punkten vor Linda Stiefelmeyer (Tannenhof Neu Krauscha) auf Santiago (51,570) und den beiden aus dem Kreis Teltow Fläming stammenden Teilnehmerinnen Lena Pede (Liepe) auf DSP Lordanus (55,90) und der Rehagenerin Jennifer Bergmann-Krüger auf Lichtfee (58,70).

Und wo blieb der als Favorit gehandelte Dibo, der gerade erst Deutscher Berufs-Champion geworden war, zugegeben da auf einem anderen Pferd? Er, der nach Dressur und dem Springen im Parcours so aussichtsreich im Rennen lag, verzichtete zur Schonung seines noch recht jungen Hengstes auf die Fortführung in dem nicht einfachen Gelände. Dennoch tauchte der Name Dibowski in den Ergebnislisten von Liepe auf. Dabei handelte sich aber nicht um Andreas, sondern um Angela, die 18-jährige Tochter. Sie siegte in der L-Vielseitigkeit auf Brennus.

Die Meisterschaftswettbewerbe gestalteten sich so recht nach dem Geschmack von Bernhard Pede, dem Veranstalter-Chef, Parcoursbauer und Landestrainer, denn bei allen drei Siegern hatte er in irgendeiner Form seine Handschrift hinterlassen. Und außerdem sind sie alle mit dem Kreis Teltow Fläming verbandelt. Jamie-Lee Walter (13) wohnt zwar in Berlin-Lichtenrade, geht in Wildau zur Schule, startet aber für den RV Wahlsdorf wie übrigens auch der Junioren-Sieger Kay Ahillen. Mit ihrem Pony Holsteins Discounter hatte die Siebtklässlerin bereits im Vorjahr den Titel gewonnen und war auch diesmal nicht zu schlagen, wenngleich ihr die Konkurrenz diesmal dicht auf die Pelle rückte. Am Ende standen 33,30 Punkte auf dem Ergebnisprotokoll, dahinter folgte Klubkameradin Lisa Schröder auf Matze (31,70) und die noch sehr junge Hannah Pfitzmann (RuFC Löwenberg) auf Mary Poppins (31,00).

Nach dem Sieg war aber erst einmal die Freude dahin, denn Jamie-Lee stürzte nach einer Kollision mit einem anderen Radfahrer kopfüber auf einen Schotterweg und zog sich dabei Prellungen und schwere Verbrennungen an der rechten Hand zu, so dass sie nicht wie geplant am nächsten Tag ein Großpferd ausprobieren konnte.

Dennoch schaffte sie es wenigstens, Zoey Rotter aus Niewitz beim Führzügel-Wettbewerb auf den dritten Platz zu bringen.

Kay Ahillen aus Petkus, der gerade die zehnte Klasse in Dahme erfolgreich hinter sich gebracht tat und sich demnächst in verschiedenen Praktika umsehen will, welchen Beruf er eines Tages anstreben will, war als der Erfahrenste auf Canessa der Beste bei den Junioren mit 48,00 Punkten vor Stella-Madeleine Marxer (RV Blankenfelde) auf Feeling Brillant (53,00).

Als die überragende Teilnehmerin in der Kategorie der Jungen Reiter erwies sich die für den RV Niederwerbig startende Markendorferin Jasmin Hille, die zwar in letzter Zeit häufiger in reinen Springwettbewerben unterwegs war, aber ihre Liebe zur Vielseitigkeit nie ganz verlor, wenngleich sie derzeit kein entsprechendes Pferd besitzt. Doch Deborah Ingendorf aus Klein Marzehns half aus und stellte ihren Wallach Usus zur Verfügung, mit dem die demnächst mit einer Ausbildung zur Speditionskauffrau beginnende Reiterin die Konkurrenz beherrschte. Mit 26,80 Punkten fiel der Sieg sogar sehr klar aus.

Einer, der besonders glücklich dreinschaute, war der vor wenigen Wochen als neuer Vorsitzendes des RV Wahlsdorf ins Amt gestartete Clemens Walter, der mit viel Lob für die gute Organisation überschüttet wurde. Andreas Dibowski: „Ein Turnier, das hohen Ansprüchen genügt, wo die Pferde viel lernen und mit nach Hause nehmen können.“ Und Burkhard Beck-Broichsitter, der Technische Delegierte der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN aus Holstein, ergänzte: „Die Veranstaltung hat sich Jahr für Jahr weiter entwickelt, so dass durchaus daran zu denken ist, einmal hier eine Deutsche Meisterschaft der Ponyreiter aufzuziehen“.

Von Hansjürgen Wille

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