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Sportbuzzer Neuformiertes Team startet in die Bundesliga-Saison
Sportbuzzer Neuformiertes Team startet in die Bundesliga-Saison
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10:33 20.10.2016
Der neue Trainer Davide Carli hat viel vor mit dem SCP. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Bei den Volleyballerinnen des SC Potsdam beginnt am Samstag (19 Uhr, MBS-Arena) mit dem Bundesligaspiel gegen den Rekordmeister Schweriner SC nicht nur eine neue Saison, sondern auch eine neue Ära. Nach fünf Jahren unter Alberto Salomoni hat nun dessen italienischer Landsmann Davide Carli den Trainerstab übernommen. Im ersten Jahr von Salomoni in Potsdam war Carli noch dessen Assistent, dann arbeitete er vier Jahre als Co-Trainer in Schwerin. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein feiert der 33-Jährige nun sein Debüt als Cheftrainer.

Größerer Umbruch im Team

„Natürlich ist das ein ganz besonderes Spiel für mich“, sagt Carli, der sich der Brisanz bewusst ist. „Aber an erster Stelle steht für mich der SC Potsdam. Hier habe ich jetzt eine neue große Herausforderung angenommen, die mir Spaß macht und meine volle Aufmerksamkeit erfordert.“ Zumal „Charly“, wie der Trainer genannt wird, auch die Mannschaft neu formieren musste. Sechs von zwölf Spielerinnen sind neu beim SC Potsdam. „Mit dem Ergebnis der vergangenen Saison waren wir nicht zufrieden. Deshalb mussten wir uns von einigen Spielerinnen trennen“, sagt Manager Toni Rieger, der einzig Diagonalangreiferin Saskia Hippe (ging nach Griechenland) gern behalten hätte. Aber mit der Serbin Marta Drpa gibt es auf der Hauptangriffsposition nun eine Akteurin, die wohl Hippe kaum nachstehen dürfte. Mittelblockerin Ivona Svobodnikova (Tschechien) kam vom Liga-Rivalen Ladies in Black Aachen. Weiterhin sind neu: Zuspielerin Ann-Marie Knauf (Köpenicker SC), Zuspielerin Denise Imoudu (VTA Hamburg), Außenangreiferin Ljubica Kecman aus Serbien und nicht zuletzt Außenangreiferin Roslandy Acosta (Rote Raben Vilsbiburg). Letztere war in der vergangenen Saison die MVP-Spielerin (wertvollste Spielerin) der Bundesliga. Mit Drpa und Acosta dürfte das Angriffsspiel des SC variabler und schwerer ausrechenbar werden. Das Klima im Team sei gut. Libera Lisa Rühl, nun Kapitän, sagt, sie habe ein gutes Gefühl, dass es auch innerhalb der Mannschaft passe.

Die Playoffs sind das Minimalziel

Coach Carli lässt sich wenig in die Karten schauen. Das Minimalziel heißt zwar direkte Playoff-Qualifikation, also Platz sechs, aber ansonsten hält man sich bedeckt nach den schlechten Erfahrungen in der Vorsaison, als das Team die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Carli sagt: „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Natürlich ist es wichtig, gut in die Saison zu starten.“ Deshalb käme ihm ein Erfolgserlebnis gegen Schwerin sehr zu passe. Aber noch wichtiger sei vier Tage später ein Weiterkommen im Pokal-Achtelfinale in Suhl.

Mit der Vorbereitung ist der Potsdamer Trainer zufrieden. „Wir haben gegen viele internationale Teams getestet. Das war gut so. Ich bin mit der Mannschaft zufrieden, sie findet immer besser zusammen“, erzählt der Venezianer, der ausdrücklich die Bedingungen am Luftschiffhafen lobt. „Die Mannschaft wird bereit sein“, ist er überzeugt. „Wir wollen den Fans guten Volleyball bieten, mit attraktivem Spiel und viel Emotionen. Wenn wir alles geben und trotzdem verlieren, dann werden das die Zuschauer auch verzeihen können“, ist sich Carli sicher, der dann doch noch einen „geheimen“ Wunsch verrät. „Es wäre toll, wenn wir in der nächsten Saison im Europapokal spielen könnten.“

Von Peter Stein

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