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Sportbuzzer Culcay und Zeuge wollen zurück ins Rampenlicht
Sportbuzzer Culcay und Zeuge wollen zurück ins Rampenlicht
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17:36 19.09.2018
Mittelgewichtler Jack Culcay bereitet sich im Agon-Gym Berlin auf seinen Auftritt am Samstag in Potsdam vor.
Potsdam

Sie galten als Wechsel auf die Zukunft, sollten den Abrahams und Brähmers als Box-Champions folgen. Aber die Kronpinzen Jack Culcay und Tyron Zeuge standen nur kurz im Rampenlicht, sind ihre Weltmeistergürtel längst wieder los.

Tyron Zeuge (r.) mit Trainer Jürgen Brämer. Pressetraining im Agon-Gym Berlin, 19.9.2018. Foto: Detlev Scheerbarth Quelle: Detlev Scheerbarth

Die beiden Berliner geben jedoch nicht auf, wagen nach der Trennung vom Sauerland- beim Agon-Boxstall in der Nähe des Olympiastadions einen Neuanfang. Die erste Stufe auf dem Weg zurück auf einen möglichen WM-Thron steht am Samstag in der Potsdamer MBS-Arena (Beginn 18 Uhr).

Gute Erinnerungen an Potsdam

Wieder Potsdam, das beide mit ihrem Aufstieg verbinden. Am 9. April 2016 holte sich Culcay nach einem technischen K.o.-Sieg gegen Jean Carlos Prada aus Venezuela den Gürtel des WBA-Weltmeisters im Halbmittelgewicht. Zeuge trat da noch im Vorprogramm an, eher er am 5. November desselben Jahres im zweiten Anlauf – wieder in der MBS-Arena – den Italiener Giovanni de Carolis mit technischen K.o. besiegte und sich den WBA-Titel im Supermittelgewicht sicherte. Nach einer erneuten Titelverteidigung am 25. März in Potsdam gegen Isaac Ekpo (Nigeria) und zwei weiteren siegreichen WM-Kämpfen wurde Zeuge am 14. Juli dieses Jahres in Offenburg nach einer Niederlage nach technischem K.o. in Runde fünf gegen den Briten Rocky Fielding seinen WM-Titel wieder los.

Neue Chance im Mittelgewicht

Aus der Traum? Mitnichten, Zeuge und sein Trainer, der Ex-Weltmeister Jürgen Brähmer, überwarfen sich nun vollends mit Sauerland, die Trennung war unausweichlich. Nach dem Motto „Boxer fallen um und stehen wieder auf“ sind Zeuge und Culcay bereit für die Boxgala am Samstag. Am Mittwoch stellten sie sich beim Pressetraining in ihrem Gym in Berlin vor, nachdem sie sich wochenlang auf ihre Kämpfe vorbereitet hatten. Culcay „floh“ mit seinem Coach Torsten Schmitz nach Güstrow, da er gerade Vater geworden war. Seine Partnerin Anna Höfel stammt aus Lehnin (Potsdam-Mittelmark). Daher ist für Culcay, der Amateur-Weltmeister von 2009 trägt den Kampfnamen „Golden Jack“, Potsdam auch ein Heimspiel, nicht nur wegen seines WBA-Titelgewinns von 2016. Der Sohn eines Ecuadorianers und einer Deutschen, der in Darmstadt aufwuchs, ist nun in das Mittelgewicht aufgerückt. „Dadurch habe ich keinerlei Gewichtsprobleme, kann meine Power voll rüberbringen“, sagt Culcay, der nächste Woche 33 Jahre alt wird.

WM-Ausscheidungskampf für Culcay

Am Samstag boxt Culcay (27 Kämpfe, 25 Siege) gegen „Karibik Tiger“ Rafael Bejaran, der aus der Dominikanischen Republik stammt und in Hamburg lebt. Der 36-Jährige hat 28 Kämpfe (25 Siege) bestritten. Das Duell wurde von der International Boxing Federation (IBF) als WM-Vorausscheidungskampf bestätigt. Ingo Volckmann, der Geschäftsführer von Veranstalter Agon Sports, meint: „Ich bin sicher, dass Jack im nächsten Jahr um den Titel boxen und der nächste deutsche Weltmeister werden wird.“ Der 26 Jahre alte Zeuge, der in 24 Profikämpfen 22 Siege errang, tritt im Supermittelgewicht gegen den gleichaltrigen Senegalesen Cheik Dioum an.

Von Peter Stein

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