Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Roger Kluge als Helfer im Sprint zur Tour de France
Sportbuzzer Roger Kluge als Helfer im Sprint zur Tour de France
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 03.07.2019
Roger Kluge nimmt zum dritten Mal an der Tour de France teil. Quelle: foto: Britta Pedersen/dpa
Potsdam

Unverhofft kommt oft heißt das Motto in diesem verrückten Radsport-Jahr für Roger Kluge. Der gebürtige Eisenhüttenstädter, der mit seiner Familie – Frau Judith und Töchterchen Jenna (3) in Berlin wohnt und noch immer Mitglied in seinem Ausbildungsverein, dem Radsportklub Endspurt Cottbus ist, nimmt nach 2010 und 2014 zum dritten Mal an der Tour de France teil. Dabei hatte er im Mai erst den Giro d’Italia bestritten, den er allerdings vorzeitig beendete.

„Nach zweieinhalb Jahren ohne Grand Tour macht mich das natürlich stolz“, sagt Kluge, der 2019 vom australischen Team Mitchelton-Scott zum belgischen Profi-Rennstall Lotto-Soudal gewechselt war. Er tat das nicht allein, sondern im Schlepptau des Sprinters Caleb Ewan. Kluge ist Anfahrer für den explosiven Australier, der während der Tour seinen 25. Geburtstag feiert. „Wir passen einfach beide gut zusammen“, findet Kluge. „Ich kam Anfang 2017 bei der Tour Down Under mit Caleb in ein Team, wir hatten sofort eine Antenne füreinander. Nicht nur, dass ich für ihn die Sprints anfahre, auch privat passt das ganz gut. Mit ihm verbringe ich im Jahr mehr Nächte in einem Zimmer als mit meiner Frau.“

Der große Mann und die Taschenrakete

Kluge, der mit seinen 1,92 Meter sagt, er sei „drei Köpfe größer“ als sein Kompagnon – Ewan ist gerade 1,65 Meter groß (Spitzname Pocket Rocket – Taschenrakete) und kann sich in Kluges Windschatten „so richtig verstecken“. Kluge ist für Ewan indes nur der „Big Man“, der große Mann. Es gebe auch keinen Streit auf dem Hotel-Zimmer, wer das größere Bett bekomme, erzählt Kluge aus dem „Privatleben“ eines weltreisenden Radprofis. „Wir sind beide sehr ausgeglichen, geben uns gegenseitig die Zeit, nach Hause mit der Familie zu telefonieren. Ich brauche höchstens länger im Bad.“ Und wenn Ewan für das Team einen Etappensieg erkämpft, seien ohnehin alle in Champagnerlaune.

Heiß auf die 1. Etappe in Brüssel

Nachdem es beim Giro zweimal mit den Etappensiegen funktioniert hat, soll das Kunststück auch bei der Tour gelingen, am besten gleich zum Auftakt am Samstag in Brüssel. „Das ist eine Etappe für die Sprinter und wir sind ein belgisches Team. Ganz klar, dass wir uns dafür einiges vornehmen. Beim Giro hat es etwas länger gedauert, es wäre schön, wenn wir schnell Erfolg haben, das macht die Arbeit an den folgenden Tagen etwas leichter, weil dann der Druck geringer ist“, meint Kluge, der mit 33 Jahren auch acht Jahre älter ist als sein australischer Freund. „Ja, das ist tatsächlich eine Freundschaft“, bestätigt Kluge, „sicherlich harmonieren wir auch deshalb so gut miteinander. “

Ziel Olympia 2020 in Tokio auf der Bahn

Dass auch Kluge selbst ein schneller Mann ist, bewies er 2016 mit dem Gewinn einer Giro-Etappe – sein wohl größer Erfolg als Straßenprofi. Denn Kluge ist auf der Bahn noch erfolgreicher, wurde 2018 und in diesem Jahr mit dem Berliner Theo Reinhardt Madison-Weltmeister. Nun will das Duo 2020 in Tokio auch Olympiasieger im Zweier-Mannschaftsfahren werden. Kluge, der bereits 2008 Olympia-Silber im Punktefahren gewonnen hatte, hat bei Lotto-Soudal die Freiheit, auch im Winter das eine oder andere Sechstagerennen sowie die Bahn-Weltcups zu bestreiten. Angesichts dieser Dauerbeschäftigung auf dem Zweirad muss sein 1966er Oldtimer Ford Mustang allzu oft in der Garage bleiben. Vorerst bringt Kluge selbst genügend PS auf die Pedale, wenn er mit Tempo 60 die Sprints für seinen Freund Ewan anfährt.

Von Peter Stein

Teamchef Mattia Binotto empfindet die Kritik an Sebastian Vettel nach dessen Fehlern in der Formel 1 bereits seit dem vergangenen Jahr als nicht berechtigt.

"Es waren immer Rennsituationen, bei denen Sebastian am absoluten Limit war – manchmal eben auch drüber", sagte der Italiener in einem Interview dem Magazin "Auto Bild Motorsport".

03.07.2019

Dirk Nowitzki hat Wort gehalten: Die angekündigten Fressorgien gab es wirklich. Mit einigen Kilos mehr als noch im April berichtet das Basketball-Idol erstmals nach seinem Rücktritt in Deutschland über sein aktuelles Leben. Die Zukunft gehört wieder den Dallas Mavericks.

03.07.2019

Skispringerin Carina Vogt fällt verletzungsbedingt für die komplette kommende Saison aus. Die 27 Jahre alte Olympiasiegerin von 2014 zog sich beim Training im österreichischen Stams einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu.

03.07.2019