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Sportbuzzer Tony Martin ganz im Dienst der Mannschaft zur Tour
Sportbuzzer Tony Martin ganz im Dienst der Mannschaft zur Tour
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18:11 03.07.2019
Zeitfahrspezialist Tony Martin aus Cottbus. Quelle: foto: Jan Woitas/dpa
Potsdam

Tony Martin steht mit 34 Jahren vor seiner elften Tour de France. Der gebürtige Cottbuser hat bisher fünf Etappen bei der Tour gewonnen. Der viermalige Weltmeister im Zeitfahren trägt das Trikot der niederländischen Equipe Jumbo-Visma.

Sie sind am vergangenen Wochenende zum neunten Mal, davon zum achten Mal in Folge, deutscher Meister im Einzelzeitfahren geworden. Wie wichtig ist Ihnen der Erfolg mit Blick auf die Tour de France?

Tony Martin: Sehr wichtig. Hätte ich nicht den Titel geholt, wäre ich schon sehr enttäuscht und hätte an meiner Form gezweifelt.

Sie stammen aus Cottbus, den DM-Titel haben Sie gleich nebenan in Spremberg in der Lausitz gewonnen.

Die Verwandtschaft war da, das war sehr besonders für mich. Das ist schon Heimat für mich.

Sind Sie noch aufgeregt?

Die Tour ist das größte Radrennen der Welt. Das merkt man auch vor Ort. Nirgendwo ist der Rummel drumherum so groß. Die vielen Fans sorgen für vier, fünf Stunden Dauerbeschallung. Im Peloton muss man immer voll konzentriert sein. Darauf muss man sich mental einstellen. Jeder Tag ist eine besondere Herausforderung.

Sie treten für die niederländische Mannschaft Jumbo-Visma an. Was wird Ihre Aufgabe in dem Team sein?

Unser Minimalziel ist es, eine Etappe zu gewinnen. Mit Dylan Groenewegen haben wir einen schnellen Mann, der schon bewiesen hat, dass er bei der Tour Massensprints für sich entscheiden kann. Dabei werde ich ihn entsprechend unterstützen. Steven Kruijswijk fährt um einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung. Deshalb werde ich mannschaftsdienlich unterwegs sein. Ich habe kein Problem damit, für die Teamkollegen im Wind zu fahren, gerade beim Mannschaftszeitfahren auf der 2. Etappe wird das meine Aufgabe sein. Wir haben eine starke Mannschaft und wollen da ein gutes Ergebnis erzielen.

Haben Sie keine eigenen Ambitionen auf den vielleicht sechsten Etappensieg bei der Tour?

Erst einmal bin ich für die Mannschaft da. Ich weiß, wie man sich im Peloton bewegen muss. Ich bin kein Heißsporn mehr, der unnötig Körner verpulvert. Bei einer dreiwöchigen Rundfahrt kann eine Menge passieren. Auch ich muss aber mit meinen Kräften haushalten. Ich werde sehen, wie frisch ich noch bin, wenn das Einzelzeitfahren ansteht.

Von Peter Stein

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