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Sportbuzzer Randale in Babelsberg gegen Magdeburg
Sportbuzzer Randale in Babelsberg gegen Magdeburg
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14:51 02.05.2014
Quelle: MAZonline
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Potsdam

In einem rassigen Ostderby, das wegen Fan-Ausschreitungen jedoch kurz vor einem Abbruch stand, trennten sich die Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 und 1. FC Magdeburg am Freitagabend vor 4589 Zuschauern 2:2 (1:1)-unentschieden.

Heiko Schwarz brachte die Gastgeber in Front (8.), Christian Beck (37.) und Lars Fuchs (52.) drehten die Partie zugunsten der Gäste, ehe Severin Mihm der verdiente Ausgleich gelang (76.).

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Die Partie hatte bereits mit zwölfminütiger Verspätung begonnen, da die Fanlager beider Vereine ihren pyromanischen Neigungen nachgehen mussten. Kurz nach dem 2:2 versuchten Anhänger aus dem Magdeburger Block aufs Spielfeld zu gelangen. Schiedsrichter Lars Albert schickte beide Mannschaften in die Kabine, derweil ein Großaufgebot der Polizei im Inneren des Karl-Liebknecht-Stadions Stellung bezog. Glücklicherweise beruhigten sich die Gemüter, sodass die Partie nach 17-minütiger Unterbrechung doch noch zu Ende gebracht werden konnte.
Fußball-Regionalliga Nordost, 13. Spieltag: Der SV Babelsberg 03  und der 1. FC Magdeburg trennen sich am 8. November in Potsdam mit 2:2 (1:1). Das Spiel musste wegen Krawalls der Gäste unterbrochen werden.

Die Filmstädter begannen nach dem 3:1-Sieg bei Viktoria Berlin in nahezu unveränderter Formation. Einzige Änderung: Für den rotgesperrten Maximilian Zimmer rückte Jerome Maaß erstmals in die Startelf. Die Magdeburger liefen nach fünf Partien ohne Niederlage ebenfalls mit breiter Brust auf. Die ersten Szenen gehörten jedoch den Gastgebern: In der 7. Minute köpfte Julian Prochnow auf das Tor der Elbestädter, Lars Fuchs klärte auf der Linie. Eine Minute später köpfte Daniel Becker eine Eck von Süleyman Koc in die Maschen. Die Gäste-Fans forderten ihre Mannschaft auf, endlich aufzuwachen, was diese auch taten. Nach einem Solo samt Traumpass von Fuchs hatte Torjäger Christian Beck wenig Mühe, zum 1:1 zu vollenden. In der 42. Minute stießen Nulldrei-Kapitän Prochnow und Tino Schmunck unglücklich zusammen, beide Spieler mussten mit blutenden Köpfen ausgewechselt werden. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bewahrte Marvin Gladrow die Hausherren nach einem Kopfball von Fuchs mit einer Glanzparade vor einem 1:2-Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich die Ereignisse. Magdeburgs Abwehrspieler Christopher Handke prüfte aus Nahdistanz den eigenen Keeper, im Gegenzug gelang Fuchs per Flachschuss die Gästeführung. Das Geschehen wogte hin und her. Dann kam Severin Mihm per Kopf zum nicht unverdienten Ausgleich.

Von Jens Trommer