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Sportbuzzer Daniela Schultze schon im WM-Modus
Sportbuzzer Daniela Schultze schon im WM-Modus
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17:15 16.07.2019
Der Doppelvierer mit Frieda Hämmerling, Franziska Kampmann, Michaela Staelberg und Daniela Schultze (v.l.) feiert den Weltcupsieg. Quelle: Foto: DRV/Seyb
Potsdam

Daniela Schultze sitzt wieder drin im Boot. Die Skullerin vom Ruderclub Potsdam feierte am vergangenen Wochenende ihren ersten Weltcupsieg überhaupt. Mit dem deutschen Doppelvierer, zu dem noch Schlagfrau Frieda Hämmerling (Kiel), Franziska Kampmann (Waltrop) und Michaela Staelberg (Krefeld) gehörten, gewann sie in Rotterdam. Dabei nahm die Potsdamerin den Rollsitz im Bug auf Position 1 für die verletzte Julia Lier (Halle) ein und geht nun davon aus, auch bei den Weltmeisterschaften Ende August in Linz/Österreich diesen Platz inne zu haben.

„Ich denke, dass die Besetzung so bleibt. Ich sehe keinen Grund, das auseinander zu reißen“, sagt die 28-Jährige, die lange um die Rückkehr in ein Auswahlboot kämpfen musste. Anderthalb Jahre hatte sie aufgrund von vielen kleineren Verletzungen und Krankheit keine großen Wettkämpfe mehr bestritten nach dem erfolgreichen Jahr 2017. Damals war sie nach der verpassten Olympia-Teilnahme mit dem Achter für Rio 2016 gerade erst wieder vom Riemenrudern zum Skull zurückgekehrt. Im neuformierten Doppelvierer gewann die gebürtige Cottbuserin 2017 in Racice/Tschechien EM-Gold, danach bei den Weltmeisterschaften in Sarasota/USA reichte es nur zu Platz vier.

Die Chance genutzt

Bei dem Kampf zurück in die Nationalmannschaft hatte sie einen Leidensgenossen in ihrem Verein: Hans Gruhne. Auch der Olympiasieger bestritt die bisherige Saison inklusive Weltcup-Einsätzen eher im Ersatzboot im Doppelzweier. Auch Gruhne bekam in Rotterdam seine Chance im Doppelvierer und nutzte sie mit dem zweiten Platz. Er geht ebenso davon aus, dass das Quartett in gleicher Besetzung bei der WM antritt. „Hans und ich wissen, dass wir gut rudern können. Wir haben immer im Kopf gehabt, dass wir unsere Chance bekommen werden und sie dann nutzen müssen. Dafür haben wir trainiert“, sagt die Polizeimeisterin, die 2011 U23-Weltmeisterin im Doppelzweier war, danach in den Riemenbereich wechselte und 2012 mit dem Achter Olympia-Siebte wurde.

Formkurve zeigt nach oben

Bereits beim vorangegangenen Weltcup in Poznan deutete sie mit der Finalteilnahme und Platz sechs im Doppelzweier ihre gute Form an. „Ich wusste, dass ich wieder was drauf habe. Ich versuche, immer positiv zu denken.“ Ihr Durchhaltevermögen sieht sie nun belohnt. Dabei weiß auch Daniela Schultze, dass das Ergebnis von Rotterdam kein Ruhekissen ist. „Die Rennen im Vorlauf und im Finale waren am Ende recht souverän“, schätzt sie ein. „Als die Polinnen im Endlauf noch mal aufkamen, hat unsere Schlagfrau Frieda Hämmerling noch mal den Turbo gezündet und wir konnten den Vorsprung verteidigen.“

Ins Trainingslager auf den Weissensee

Geholfen hätten ihr dabei auch die schwierigen Bedingungen mit Wind und Wellen. „Das bin ich aus Potsdam ja gewohnt, ich rudere gern bei Wellen, komme damit zurecht.“ Mit der Ukraine und China fehlten zum Beispiel zwei starke Nationen, will die Sportlerin den Weltcup-Sieg nicht überbewerten. „Wir müssen sicher bis zur WM noch eine Schippe draufpacken. Wir hatten ja erst acht Trainingseinheiten in dieser Besetzung. Wir brauchen einfach noch ein paar Kilometer, um besser zu harmonieren“, meint Daniela Schultze. Dazu wird ab Donnerstag im Trainingslager in Weissensee/Österreich Gelegenheit sein. Auch die Skull-Männer mit Hans Gruhne werden sich dort auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten. „Da können wir uns wieder gegenseitig pushen“, quittierte Daniela Schultze mit einem Lächeln, das viel Optimismus ausstrahlt. Denn den Platz im Boot will sie unbedingt behaupten.

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