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Sportbuzzer EM-Reise führt ins Ruder-Mekka nach Luzern
Sportbuzzer EM-Reise führt ins Ruder-Mekka nach Luzern
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18:40 28.05.2019
Isabelle Hübener sitzt im Zweier ohne.
Potsdam

Rudern in Luzern ist wie Tennis in Wimbledon. Die Regattastrecke auf dem Rotsee wird am Wochenende Austragungsstätte der Ruder-Europameisterschaften sein und Isabelle Hübener ist dabei. Die 21-Jährige freut sich riesig auf den Auftritt in Potsdams Partnerstadt: „Luzern gilt als das Mekka des Rudersports, ich bin das erste Mal dort und schon sehr gespannt.“

Von der Leichtathletik zum Rudern

Die junge Frau vom RC Potsdam sitzt mit der Berlinerin Alyssa Meyer (24) im Zweier ohne, der rudertechnisch anspruchsvollsten Disziplin. „Wir fahren noch nicht lange zusammen, harmonieren aber immer besser“, findet Isabelle Hübener, die aus Ludwigsfelde stammt und einst als Leichtathletin an die Sportschule nach Potsdam kam. In der 10. Klasse wechselte sie dann zum Rudern und hatte schnell Erfolg. Bereits im zweiten Jahr gewann sie im Achter Gold bei der Junioren-WM. 2016 gab es noch einmal JWM-Gold im Vierer ohne. Danach folgten U23-Weltmeisterschaften und im Vorjahr ihr erster WM-Einsatz bei den Frauen im Vierer ohne, der mit Platz zwölf endete.

Tom Morris bringt frischen Wind

Isabelle Hübener zählt zu den Protagonistinnen des Bundesstützpunktes Frauen-Riemenrudern in Potsdam. Dass hier vor wenigen Tagen Sven Ueck aus privaten Gründen in die zweite Reihe rückte und der Australier Tom Morris die Verantwortung übernahm, nimmt sie positiv auf: „Frischer Wind ist immer gut. Die Ansagen kommen zwar jetzt auf Englisch, aber das ist für uns kein Problem“, sagt die Studentin für Sporttherapie und Prävention an der Uni Potsdam. Bei der EM will sie sich so gut wie möglich präsentieren. Denn für alle Riemenruderinnen gehe es darum, internationale Erfahrungen zu sammeln. Das große Saisonziel sind die Weltmeisterschaften Ende August in Linz, da werde bereits um die Startplätze für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 gekämpft.

Kampf um eine WM-Empfehlung

Ob es einen deutschen Frauen-Achter gibt, wird auch vom Abschneiden bei dieser EM abhängen. Dort ist zwar noch kein Großboot am Start aber neben dem Zweier ohne noch ein Vierer ohne vom Potsdamer Bundesstützpunkt

Annabel Oertel, Ruderclub Potsdam Quelle: Wolfgang Lux

mit Alexandra Höffgen (Neuss), Christin Stöhner (Rostock), Sophie Oksche (Ingolstadt und Annabel Oertel. Letztere rudert ebenfalls für den RC Potsdam.

Die 20-Jährige saß mit Hübener 2016 im Weltmeisterboot bei den Juniorinnen. Für sie wird Luzern der erste Auftritt bei einer kontinentalen Meisterschaft der Erwachsenen sein. Bei der Regatta in Duisburg belegte das Boot Platz zwei hinter den Niederlanden. „Unser Ziel ist es, ins Finale zu kommen“, meint Annabel Oertel, die gerade mit Erfolg ihr Abitur an der Sportschule beendet hat. Nächste Woche stehe der Abi-Ball an.

Das Sehnsuchtsziel heißt Olympia

Ihr großes Ziel sei wie für alle jungen Frauen vom Bundesstützpunkt die Teilnahme an den Olympischen Spielen im nächsten Jahr. Vieles wird sich dabei schon bei der WM im August entscheiden. Und egal, ob nun im Zweier ohne, im Vierer ohne oder im Achter, Annabel Oertel will Olympia erleben.

Das ist auch das Ziel von Hans Gruhne. Der Skuller aus Potsdam, 2016 in Rio Olympiasieger im Doppelvierer, ist vorerst bei der EM nur Ersatz ebenso wie Daniela Schultze und Anna Härtl (beide Potsdam).

Von Peter Stein

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