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Sportbuzzer SG Stahl Brandenburg hat Ikonen und Nachwuchssorgen
Sportbuzzer SG Stahl Brandenburg hat Ikonen und Nachwuchssorgen
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19:11 15.05.2019
Bei der SG Stahl Brandenburg hat Rugby seit 60 Jahren Tradition und das soll im August zum Geburtstag der Abteilung mit einem internationalen Turnier gefeiert werden. Quelle: foto: Marcus Alert
Brandenburg/Havel

Illustre Namen zieren die Mitgliederlisten der SG Stahl Brandenburg. Martina Willing, mehrfache Europa- und Weltmeisterin sowie Paralympicssiegerin. Noch 2018 hielt sie mit 24,03 Metern den Weltrekord im Speerwurf und die Europarekorde beim Diskuswurf (24,23 m) und Kugelstoßen (9,03 m) in ihrer Schadensklasse. Martina Willing ist mehrfach behindert und Ehrenmitglied bei der SG Stahl. Oder Birgit Fischer, das ehemalige Aushängeschild des deutschen Kanurennsports, mit acht Gold- und vier Silbermedaillen die erfolgreichste deutsche Olympionikin. „Birgit Fischer ist bei uns groß geworden, sie hat im Nachwuchs angefangen“, sagt Helga Blawid, Vorsitzende im Verein, der nach der Wende die Betriebssportgemeinschaft des ehemaligen Brandenburger Stahlwerks „beerbte“.

Seit 62 Jahren im Verein

Auch Helga Blawid, seit 62 Jahren im Verein – sie spielt Billard – hat erheblich dazu beigetragen, den Bekanntheitsgrad des Vereins zu erhöhen. Seit 2013 ist sie die Organisationschefin der Europameisterschaften im Billard, die im Stahlpalast alle zwei Jahre stattfinden. „Unser Verein ist bekannt bis Asien runter“, sagt die 71-Jährige. „Anfragen kamen dieses Jahr sogar aus Korea.“

Von der Betriebssportgemeinschaft mit 3000 Mitgliedern zu DDR-Zeiten, mit populären Sportarten wie Fußball oder Handball, Kanu oder Leichtathletik, bis zum heutigen Ensemble an Abteilungen, die mehr oder weniger Randsportarten betreiben, hat der Verein schon eine dramatische Wandlung vollzogen.

Seit 60 Jahren Rugby

In diesem Jahr feiert die Rugby-Abteilung ihr 60-jähriges Bestehen. Sie musste vor knapp einem Jahr ihre Männermannschaft aus der 15er-Regionalliga wegen Personalmangels abmelden. Zu dem Zeitpunkt stieß Henry Hiller wieder zum Verein. Ein Nachwuchsspieler von vielen, die wegen Ausbildung oder Beruf den Verein verließen, jetzt nach ihrer Rückkehr dafür sorgen wollen, dass es wieder vorwärts geht . „Wir sind jetzt relativ gut aufgestellt“, sagt Abteilungsleiter Mike Hempel, „wir haben neue Spieler im richtigen Alter.“ In den sozialen Medien haben sich die Spieler um Henry Hiller für ihren Verein stark gemacht. Sie haben jeden, den sie kannten oder auch Unbekannte angeschrieben und hartnäckig versucht zu überreden, sich den Sport mal anzuschauen, so Hiller. Am 31. August wird der 60. Geburtstag mit einem Turnier gefeiert. Im September soll es in der Regionalliga weitergehen. „Wir sind an mehreren Schulen als AGs vor Ort“, beschreibt Hiller die wichtige Arbeit, Kinder und Jugendliche für den Verein zu gewinnen, „um nicht in einigen Jahren wieder leer dazustehen.“

Pflege der Randsportarten

Hier drückt der Schuh, wie in fast jedem Verein, der nicht Ballsportarten anbietet. „Bei der Gewinnung von Nachwuchs generell“, sagt Helga Blawid, „unsere Sportarten sind nicht so attraktiv.“ Wettkämpfe gibt es im Moment nur im Tischtennis, hier bis zur Landesliga, oder in einer der größten Abteilungen, dem Tauchen und Flossenschwimmen mit an die 60 Mitglieder. Hier werden Wettkämpfe organisiert, wie die Deutschen Meisterschaften im Flossenschwimmen 2018 oder der Länderpokal in diesem Jahr. Und eine deutsche Meisterin gibt es auch: Alina Albrecht holte Gold über 800 Meter Streckentauchen in Dresden.

Von Dirk Becker

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