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Sportbuzzer Beim SV Schönefeld sind Berliner und Brandenburger gemeinsam aktiv
Sportbuzzer Beim SV Schönefeld sind Berliner und Brandenburger gemeinsam aktiv
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18:23 06.03.2019
Die Gymnastik-Abteilung des SV Schönefeld gehört zu den Stützen des Sport-Vereins aus dem Norden des Landkreises Dahme-Spreewald. Quelle: fotos (3): privat
Schönefeld

Den nostalgischen Blick zurück hatten sie sich auf ihrer Facebook-Seite gegönnt, vor ein paar Tagen: Eine Schwarz-Weiß-Fotografie zeigte ein erfolgreiches Fußballteam aus den Gründerjahren des SV Schönefeld. „Gleich im ersten Punktspieljahr in der Saison 1997/1998 konnte der Aufstieg in die 1. Kreisklasse gefeiert werden“, lautete die Nachricht zum Bild. Der Staffelsieg in der 2. Fußball-Kreisklasse war ein gelungener sportlicher Auftakt für den erst drei Jahre zuvor gegründeten Sport-Verein, der sich seitdem in der extrem engmaschigen Vereinslandschaft in der Speckgürtelregion etablieren konnte: Die Landesgrenze zu Berlin mit den Stadtteilen Lichtenrade, Gropiusstadt, Buckow, Rudow, Altglienicke befindet sich nur ein paar Abschläge von der Schönefelder Sportanlage entfernt.

60 Prozent kommen aus Berlin

Der SVS hat sich wegen der geografischen Lage schnell zu einer Art Bundesländer übergreifendem Projekt entwickelt: „Bei uns kommen 60 Prozent der Mitglieder aus Berlin und 40 aus dem Land Brandenburg“, berichtet Mike Lenz, der Vereinschef, „wir sind unter anderem so ein bisschen ein Auffangbecken für Spieler der VSG Altglienicke. Dennis Meng ist beispielsweise 2017 zu uns gewechselt.“ Meng, der für die „Volkssport Gemeinschaft“ in der Oberliga und für den 1. FC Union Berlin in der A-Junioren Bundesliga gespielt hatte, war auch wegen des familiären Umfeldes nach Schönefeld gewechselt. „Er wollte bei uns mit ein paar Kumpels zusammenspielen“, berichtet Lenz.

Dieser enge Zusammenhalt hat auch geholfen, wechselhafte Zeiten zu überstehen: „2012 war der SVS in unruhiges Fahrwasser geraten“, berichtet Lenz, „aber am Ende wurde erfolgreich die Vereinsauflösung verhindert und sich aus dieser schwierigen Situation herausgekämpft.“

Vier Fußball-Mannschaften in den Punktspielen

Derzeit treten vier Fußball-Mannschaften im Punktspielbetrieb an (zwei Männervertretungen sowie ein D- und ein E-Jugendteam), dazu kommt eine Gymnastik-Abteilung. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Struktur immer wieder justiert und auf Veränderungen in der Vereinslandschaft reagiert: 1996 gab es 70 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Leichtathletik, Schach und Volleyball – 1998 war die Zahl bereits auf 227 angewachsen.

Neue Abteilungen wie Gymnastik, Volleyball, Tischtennis und Judo entstanden unter dem Dach des SVS, andere Fraktionen verabschiedeten sich. „2009 erfolgt eine Trennung in zwei Vereine und 75 Mitglieder wechselten in einen neugegründeten Freizeitverein“, berichtet Mike Lenz. Zu den Höhepunkten des Vereinslebens gehören die Spieltage der Männer- und Jugendfußballmannschaften und eine jährliche Feier im Mai mit sportlichen Wettkämpfen.

Engagierte Ehrenamtler

„Das Ziel der beiden Männerteams ist es, noch den einen oder anderen Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse feiern zu können“, sagt Lenz. So wie damals in der allerersten Punktspielsaison. Das Wichtigste aber ist: „Der Verein hat das Ziel, die eigene Jugend weiter voran zu bringen und auch um bei den Kindern und Jugendlichen für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu sorgen“, betont Vereinschef Lenz.

Sein Wunsch für die Zukunft? „Dass wir weiter so engagierte Ehrenamtler haben, denn hinter den Kulissen wird mit viel Einsatz und Durchhaltevermögen für den Verein gearbeitet. Im Sport gibt es ja nicht nur die strahlenden Siege und herausragenden Erfolge, es gibt auch bittere Niederlagen und einen Alltag, der viel Organisation und die Bewältigung immer neuer Herausforderungen verlangt. Das wollen wir weiter gut hinbekommen.“

Von Lars Sittig

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