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Sportbuzzer Schulterklopfer von Hörmann
Sportbuzzer Schulterklopfer von Hörmann
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18:10 23.01.2017
Tretwerk-Chef Manuel Brüssau (2.v.l.) mit Vereinsmitgliedern und Alfons Hörmann (4.v.l.).
Tretwerk-Chef Manuel Brüssau (2.v.l.) mit Vereinsmitgliedern und Alfons Hörmann (4.v.l.). Quelle: Ronny Müller
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Berlin

Am Ende gab es noch einen Schulterklopfer von Alfons Hörmann. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes wünschte den Vertretern des Radsport-Vereins Tretwerk aus Blankenfelde (Teltow-Fläming) „viel Erfolg“. Montagmittag wurde der Verein bei der bundesweiten Auszeichnungsveranstaltung „Sterne des Sports in Gold“ von der Jury auf den geteilten vierten Rang platziert. „Natürlich wären wir gern unter die ersten drei gekommen“, sagte der Vereinsvorsitzende Manuel Brüssau in der DZ-Bank am Pariser Platz in Berlin. „Aber für uns ist das eine große Ehre. Und die ersten drei Plätze sind wirklich sehr verdient.“

Hilfe für die Dachsanierung

Der RSV Tretwerk hatte sich als Brandenburgs Landessieger der „Sterne des Sports in Silber“ für den Bundesausscheid qualifiziert. Die rund 60 Mitglieder haben sich auf einem ehemaligen NVA-Truppenübungsplatz eine Heimstätte errichtet. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände mit zwei Hallen haben sie Parcours für Mountainbike und BMX-Rad angelegt. Mit dem vereinseigenen Bagger modellierten sie die Buckelpisten.

Bei einer der Hallen muss das 450 Quadratmeter große Dach saniert werden. Dafür kommen die 1000 Euro Prämie gerade recht. Da das Geld nicht für eine Komplettsanierung reicht, wird das Dach mit einer Art Folie abgedichtet. Außerdem muss die Entwässerung erneuert werden. Brüssau rechnet mit etwa 25 000 Euro Kosten. „Und wenn das Dach fertig ist, kommt die Halle dran.“ Im Inneren sollen die Wände neu verputzt und gestrichen werden. Irgendwann soll es auch eine Schrauberwerkstatt und einen Clubraum geben.

Besuch aus Sachsen

Dort können die Brandenburger dann künftig Gäste wie von der SG Callenberg empfangen. Der Verein hat mit einem ähnlichen Projekt wie die Tretwerker den Publikumspreis gewonnen. Die Sachsen wollen im Oktober zu einem Rennen nach Blankenfelde kommen. „Wir waren sofort auf einer Wellenlänge“, erzählt Brüssau, der bereits am Sonntagabend zur Verkündung des Publikumspreises gefahren war.

Die SG Callenberg hatte die Publikumsabstimmung knapp vor der SG Letter (Niedersachsen) und Union Neuruppin gewonnen. „Das war eine enge Kiste, wir fühlen uns nicht als Verlierer“, sagte der Union-Vorsitzende Markus Fetter. „Es gibt nichts besseres für den Verein als diese Werbung.“ Union, das wegen seiner intensiven Nachwuchsarbeit nominiert war, wurde in der MAZ, im Radio und im Fernsehen vorgestellt. „Somit hatten wir mehr Werbung als der Sieger des Goldenen Sterns aus Hildesheim.“

Sieg an Eintracht Hildesheim

Bundespräsident Joachim Gauck übergab den mit 10 000 Euro dotierten Preis an Eintracht Hildesheim. Der Verein bietet Sport-AGs an Ganztagsschulen an. Rund 1300 Kinder nehmen das Angebot wöchentlich wahr, mit dem der Schulsport ergänzt wird. An zehn Schulen bietet der Verein 44 Kurse an. Platz zwei ging an den VSG Darmstadt, der behinderten Menschen das Tauchen ermöglicht. Auf dem dritten Rang landete der Mainzer Schwimmverein 1901. Der Verein aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt verhinderte das Aus des städtischen Bades im Stadteil Mombach und führt es in Eigenregie.

Von Ronny Müller