Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Hüpferchen im Windlotto: Eisenbichler und Co. mit Fehlstart
Sportbuzzer Hüpferchen im Windlotto: Eisenbichler und Co. mit Fehlstart
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:20 24.11.2019
Markus Eisenbichler wurde in Wisla nur Letzter. Quelle: Grzegorz Momot/PAP/dpa
Wisla

Der Frust im deutschen Skisprung-Team war nach dem Fehlstart nicht zu übersehen.

Team-Weltmeister Karl Geiger fühlte sich in der Windlotterie von Wisla um seine Siegchance gebracht, Deutschlands Vorzeigespringer Markus Eisenbichler wurde nach einem 73-Meter-Hüpferchen gar Letzter von 50 Athleten. "Des war mal gar nix. Wenn draußen gar nix hebt, hat es mich einfach zu Boden gedrückt. Es ist halt so, das muss ich abhaken", sagte der enttäuschte Dreifach-Weltmeister Eisenbichler. Die stark wechselnden Bedingungen und den fehlenden Aufwind für manche Athleten nannte der Bayer "total Kacke".

Windlotto hin oder her: Die deutschen Skispringer verlassen das herbstlich-grüne Wisla in Polen nicht gerade mit besonders viel Selbstvertrauen. Beim Sieg des Norwegers Daniel Andre Tande wurde Geiger (127 und 118 Meter) nach Führung im ersten Sprung Siebter, alle weiteren sechs Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV) schafften es nicht einmal unter die besten 20.

"Wir haben noch viele Wettkämpfe, die so laufen werden - vielleicht haben wir später mal das Glück zur rechten Zeit", sagte der neue Bundestrainer Stefan Horngacher. Sein Winter-Debüt als deutscher Cheftrainer hatte sich der Nachfolger von Langzeit-Coach Werner Schuster in jedem Fall anders vorgestellt.

Einen Tag nach Österreichs Sieg im Teamspringen, bei dem Deutschland als Fünfter ebenfalls nur eine Nebenrolle spielte, ließ das erste Einzel aber noch keine großen Rückschlüsse auf die wahren Kräfteverhältnisse in diesem Winter zu. "Von fair sind wir heute relativ weit weg. Das ist wie beim Fußball elf gegen fünf", verglich Österreichs Stefan Kraft im ZDF. Der Favorit kam auf der Adam-Malysz-Schanze nicht über Rang 21 hinaus. Hinter Tande komplettierten Anze Lanisek aus Slowenien und Polens Lokalmatador Kamil Stoch das Podest.

Horngacher sagte zum speziellen Wettbewerb von Wisla gar: "Wir haben keine andere Möglichkeit als einfach mitzumachen." Die von den Verletzungen von Andreas Wellinger, David Siegel und Severin Freund gebeutelten DSV-Adler pochen nach dem Fehlstart also schnell auf Wiedergutmachung. Im finnischen Ruka sollen kommende Woche nicht nur die Temperaturen (-10 statt +10 Grad), sondern auch die Resultate anders werden.

"Wir gehen eigentlich mit einem positiven Gefühl. Karl springt stabil, Eisenbichler hat sich wieder erholt. Ritsch ist unterwegs. Es gibt viele positive Dinge", konstatierte Horngacher. Vor allem bei Geiger, der in Quali und Teamwettbewerb geglänzt hatte, überwiegen die positiven Ansätze deutlich.

Richard Freitag (24.), Constantin Schmid (31.) und Stephan Leyhe (34.) hätten sich zum Auftakt wie Dreifach-Weltmeister Eisenbichler mehr erhofft. Top-Mann Geiger befand: "Heute braucht man einen guten Sprung und ein bisschen Glück." In beiden Punkten hatten die DSV-Adler in Wisla noch deutlich Luft nach oben.

dpa

José Mourinho ist für starke Sprüche bekannt. Nach dem gelungenen Einstand bei Tottenham Hotspur hält sich der Star-Trainer aber bewusst zurück - und stellt die Mannschaft in den Vordergrund.

24.11.2019

Live im TV, Ticker und Online-Stream: So sehen Sie das Sonntagsspiel der Bundesliga zwischen der TSG Hoffenheim und Mainz 05 am 12. Spieltag.

24.11.2019

Hans-Joachim Watzke hat den Verzicht auf die Verpflichtung eines zweiten Mittelstürmers als Fehler eingestanden. Der BVB-Boss äußerte sich auf der Mitgliederversammlung zu dem Transfer-Versäumnis.

24.11.2019