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Sportbuzzer Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel von Turnvater Jahn in Potsdam
Sportbuzzer Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel von Turnvater Jahn in Potsdam
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17:23 12.07.2019
Ernest John Rohr an der Büste seines deutschen Vorfahren an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportschule in Potsdam. Quelle: Foto: Peter Stein
Potsdam

Als Ernest John Rohr junior an der Büste seines berühmten deutschen Vorfahren steht, wirkt der US-Amerikaner ergriffen. „Ja, das ist ein besonderer Moment für mich. Zu wissen, dass der Vorfahre meiner Familie weltweit einen solchen Stellenwert hat, erfüllt mich mit Stolz“, sagt der 18-Jährige aus Chicago/US-Bundesstaat Illinois.

Ernest John Rohr, Ur- Ur- Ur-Ur-Enkel von Turnvater Jahn,an der gleichnamigen Sportschule in Potsdam Quelle: Peter Stein

Kurz bevor er an der University of Kansas im August mit dem Studium für Sportmanagement beginnt, wollte er sich unbedingt auf die Spur seiner Ahnen begeben. Denn „Ernie“ Rohr ist der Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel von Friedrich Ludwig Jahn, besser bekannt als Turnvater Jahn. Mit seinen Eltern Kelly Ann (52) und Ernest John Rohr senior (56) startete der jüngste Familienspross am Freitag seine Deutschland-Tour in Potsdam, wo die Sportschule im Luftschiffhafen den Namen von Friedrich Ludwig Jahn trägt.

Turnerkreuz als Tattoo auf dem Oberarm

Zum ersten Mal habe Klein-Ernie, der bereits im zarten Alter von einem Jahr mit seinen Eltern in Deutschland weilte, wissentlich mit neun, zehn Jahren vom Turnvater gehört, sein Vater habe ihm viele Bilder gezeigt. „Ich könnte zu Hause mein eigenes Jahn-Museum eröffnen“, flachst der Senior, der sich vor zwei Jahren auf seinem linken Oberarm ein Tattoo mit dem sogenannten Turner- oder Felsinger Kreuz hat stechen lassen mit den vier F für „Frisch, fromm, fröhlich, frei“ – dem Leitspruch Jahns (1778 bis 1852), dessen ältester Sohn Siegfried 1852 in die USA ausgewandert war.

Ernest John Rohr Senior mit Frau Kelly Ann, Peter Frenkel und Ernest John Rohr Junior (v.l.) in Potsdam Quelle: Peter Stein

Im Geschichtskurs an der Schule habe Ernie Rohr mehr über das Wirken seines Vorfahren gelernt. „Das ist schon der Hammer, was er alles bewirkt hat“, findet der junge Mann, der in den nächsten Tagen Lebensstationen von Turnvater Jahn besuchen wird. So die Berliner Hasenheide, wo Jahn 1811 den ersten deutschen Turnplatz eröffnete. Am Montag ist Jahns Geburtsort Lanz in der Prignitz dran, wo dessen Vater als Pfarrer wirkte und Klein-Ernie in derselben Dorfkirche vor 17 Jahren symbolisch getauft wurde. Peter Frenkel, der Geher-Olympiasieger aus Potsdam, und Klaus Köste, der 2012 verstorbene Turn-Olympiasieger aus Leipzig, waren die Paten. Auch Köstes Grab wird Familie Rohr besuchen und am Dienstag die Turnfeststadt Leipzig sowie danach Freyburg/Unstrut, wo sich Jahns Grabstätte, das Museum und die erste deutsche Turnhalle befinden.

Fan von Football und Basketball

Mit dem Turnen an Reck, Barren oder Seitpferd – wie es Jahn vor 200 Jahren lehrte – hat es der Nachfahre in sechster Generation übrigens nicht so. Seine Favoriten sind American Football und Basketball. Sein Idol ist Jimmy Butler von den Miami Heat aus der nordamerikanischen Profiliga NBA. Und weil Ernie Rohr junior auch an der Uni von Kansas am Ball bleiben will, trägt er deren Kampfspruch in blauer Schrift auf dem weißen Armband am Handgelenk: „Rock, Chalk, Jayhawk“ – auch eine Art von „frisch, fromm, fröhlich, frei“ à la Turnvater Jahn.

Von Peter Stein

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