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Havelland Auftakt in der Dorfkirche Kotzen
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17:45 12.11.2019
Kriegsgräber werden vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gepflegt. Quelle: Bernd Gartenschläger
Kotzen

Am kommenden Sonnabend wird in Kotzen (Amt Nennhausen) in der Dorfkirche Politprominenz erwartet. Zu Gast sind Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke, der Landesvorsitzende des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge Gunter Fritsch, Staatskanzleichef Martin Gorholt und weitere Gäste aus dem Landkreis.

Der Auftakt

Seit 100 Jahren arbeitet der Volksbund daran, den Toten von Krieg und Gewaltherrschaft eine würdige Ruhestätte anzulegen und das Gedenken an diese in der Gesellschaft wachzuhalten. Das Land Brandenburg, die Bundeswehr und der Volksbund gedenken am Sonnabend, 16. November, gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Hinsehen ist wichtig

In diesem Jahr findet der zentrale Auftakt zu den landesweiten Gedenkveranstaltungen in der Kirche zu Kotzen statt. „Die Volksbundarbeit ist ein wichtiger Beitrag zum friedlichen Miteinander, in Brandenburg und in der Welt. Die Hunderttausenden Kriegsgräber und Ehrenmäler, die Gedenksteine, Tafeln, Mahnmale und Museen in unserem Land verlangen unsere Aufmerksamkeit als dauernd zu bestehende Orte der privaten Trauer und des öffentlichen Gedenkens um uns die Kostbarkeit des Friedens stetig zu verdeutlichen.“ sagt Oliver Breithaupt, Landesgeschäftsführer des Volksbundes in Brandenburg.

Gunter Fritsch, Landesvorsitzender des Volksbundes. Quelle: Marcel Weichenhan

Gerade im Land Brandenburg seien die Folgen der großen Schlachten um Berlin immer noch sichtbar – mehr als in den anderen Bundesländern. Auch fast 75 Jahre nach Kriegsende werden immer noch Hunderte von Gefallenen – „Landser“ und „Rotarmisten“ – jedes Jahr aus der Brandenburger Erde geborgen – eine mahnende Folge der letzten schweren Kämpfe im Frühjahr 1945.

Staatskanzleichef Martin Gorholt. Quelle: Christin Schmidt

Der 1919 gegründete Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Viele Ehrenamtliche

Mit mehreren tausend ehrenamtlichen und 571 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmert sich der Volksbund um 832 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten in Europa und Nordafrika mit etwa 2,7 Millionen Kriegstoten. Schirmherr des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Brandenburg ist Ministerpräsident Dietmar Woidke. Landesvorsitzender ist Gunter Fritsch, ehemals Präsident des Landtages.

Die Gedenkveranstaltung in Kotzen beginnt m kommenden Sonnabend um 11 Uhr.

Von Joachim Wilisch