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Havelland Sinfonische Dichtung nun als Film
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06:14 01.11.2019
Musikmanager Michael Omilian (links) und Komponist Marian Lux auf der Havel. Quelle: Christin Schmidt
Rathenow

Es war ein Kraftakt. Nicht nur der Rotary Club Havelland sondern weitere Fördermittelgeber aus Landkreis und Land halfen, zur Bundesgartenschau 2015 ein besonderes Werk ins Leben zu rufen. Die sinfonische Dichtung „Die Havel“ von Marian Lux wurde im Landgut Stober uraufgeführt.

Nun als DVD

Bis dieses Werk letztlich in den Köpfen der Menschen in der Region verankert ist, dauert es seine Zeit: „Wie das Wasser der Havel lange braucht bis es letztlich in die Elbe mündet, so lang kann auch der Produktionsweg der Musik und der damit verbundenen Veröffentlichung der jetzt erscheinenden DVD betrachtet werden“, sagt Michael Thoma Omilian, einer der Initiatoren des Projektes.

Hommage an den Fluss

Bereits 2011, nachdem bekannt wurde, dass die Bundesgartenschau in die Region zwischen Havelberg, Rathenow und Brandenburg an der Havel kommt, hatte der Kulturmanager Michael Thoma Omilian die Idee für die musikalische Hommage an den Fluss, der seiner Wahlheimat den Namen gibt.

Der Komponist und Pianist Marian Lux in einem Tonstudio. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert

Zunächst mussten Sponsoren begeistert werden. Ein längerer Prozess. Das Kulturministerium, der Landkreis Havelland und der Rotary Club Havelland wurden letztlich Partner des Vorhabens. Den erfolgreichen Filmmusikkomponisten Marian Lux hatte Omilian bereits im Vorfeld für die Idee gewinnen können.

Vor 1000 Gästen

Im Juni 2015 erfolgte die Uraufführung des Werkesvor über eintausend Besuchern, im Rahmen eines Open-Air-Konzertes der Havelländischen Musikfestspiele, mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg auf dem Landgut Stober in Groß Behnitz. Der erste Schritt war getan und die parallel veröffentlichte CD fand ihre Fans.

Video-Clip

„Was lag also näher, als dem Fluss, neben der akustischen Wahrnehmung auch eine visuelle Plattform zu verleihen“, so Omilian danach. Im Kopf hatte er einen Video-Clip der die unterschiedlichen Stimmungen des Wassers und der Musik sichtbar macht.

Lange gedreht

Gesagt, getan. Das Filmteam wurde gesucht und gefunden, die einzelnen Orte im Vorfeld gecheckt und den Wetterbedingungen folgend wurde mit Unterstützung eines Hausbootvermieters aus Brandenburg an der Havel, tage-und wochenlang gedreht.

Die Havel aus der Vogelperspektive. Quelle: Klemens Karkow

Das Filmmaterial musste anschließend gesichtet und zu einem emotionalen Ganzen zusammengefügt werden. Das Ergebnis liegt nun vor – in Form der DVD „Die Havel – Eine Reise von der Quelle zur Mündung“.

Kein reiner Naturfilm

Produzent Omilian zum Ergebnis: „Es sollte eben kein reiner Naturkundefilm werden, sondern Ziel war, die Besonderheit des fließenden Wassers mit der Musik in Einklang zu bringen. Interesse für die Möglichkeiten entlang der Havel zu wecken und damit gegebenenfalls auch Touristen anzusprechen“.

Das „Making of“

Um diese zu erreichen, braucht man das Internet. Unter Website www.diehavel.com findet man entsprechende Infos, einen kurzen Trailer des Videos aber auch einen unterhaltsamen Beitrag über die Entstehung – das Making of – das Einblick in die Produktionsarbeit und überraschende Sequenzen des Teamworks erlaubt.

Die DVD eignet sich für Musik- und Bundesgartenschauliebhaber auch als Weihnachtsgeschenk. Bestellen kann man sie unter www.diehavel.com zu einem Preis von 10 Euro plus 3 Euro Versandkosten.

Von Joachim Wilisch