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Sportmix Gegenstromanlage umfangreich saniert
Sportbuzzer Sportmix Gegenstromanlage umfangreich saniert
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17:12 29.03.2019
Sebastian Brendel beim Training in der Kanu-Gegenstromanlage. Quelle: Peter Stein
Potsdam

483 Tage vor Beginn der Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio wurde am Freitag durch Brandenburgs Sportministerin Britta Ernst (SPD) die Kanu-Gegenstromanlage am Olympiastützpunkt in Potsdam nach erfolgter Sanierung wiedereröffnet. 1,6 Millionen Euro gaben Bund, Land und Stadt für die Modernisierung der Anfang der 1980er Jahre in der DDR errichteten Trainings-, Forschungs- und Diagnostikanlage, die weltweit einmalig ist.

Sieben Kameras haben den Sportler im Blick

Dreifach-Olympiasieger Sebastian Brendel absolvierte zur Eröffnung ein Trainingsprogramm von viermal 1000 Meter, seiner Paradestrecke im Einer-Canadier. Der 31-Jährige sagte: „Die neuen großen Bildschirme geben mir sofort Rückschlüsse darauf, ob ich das Paddel in der gewünschten Form und mit dem richtigen Kraftaufwand durch das Wasser ziehe.“ Für alle Fälle hat Brendel auch einen Sicherheitsgurt umgelegt. „Wenn du hier reinfällst, kannst du dich in der Strömung nicht halten“, gibt er zu Protokoll. „Das ist mir aber noch nicht passiert.“

Ein Wimpel erinnert an die Eröffnung der Kanu-Gegenstromanlage 1985. Quelle: Peter Stein

Trainingswissenschaftler Detlef Winkler, der schon bei der Erbauung der Anlage dabei war, sagte: „Wir haben hier dank modernster Technik den gläsernen Athleten. Sieben Kameras nehmen von allen Seiten und von oben alles auf, jedes Detail wird registriert.“ Brendel, für den wie für alle anderen Topathleten am nächsten Wochenende in Duisburg die erste WM-Qualifikation ansteht, fühlt sich bestens in Form. Bei vier Metern pro Sekunde Fließgeschwindigkeit zog er das Paddel mit bis zu 70 Kilo Krafteinsatz durch das Wasser. Eine Art Sinuskurve auf dem Monitor gibt zudem an, wie die Wasserführung mit dem Paddel erfolgt. „Früher war auch das Paddel für die Messungen noch verkabelt, das ist durch die moderne Funkmesstechnik nicht mehr notwendig“, berichtete Winkler, der mit seinen zwei Mitarbeitern alles unter Kontrolle hat. „Wir registrieren jeden Fehler, damit muss der Sportler auch erst einmal klarkommen.“ Andererseits fehlen unter den Laborbedingungen die Umwelteinflüsse wie Wind und Wellen. „Das spielt schon eine große Rolle“, gibt Brendel zu, der die Anlage vor allem im nächsten Winter nutzen wird. Dann ist es nur noch ein halbes Jahr bis zu den Spielen in Tokio.

Von Peter Stein

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