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Mehr Sport Stahnsdorfs Basketballer ziehen mit Bravour durch die Regionalliga
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18:38 18.12.2018
Stahnsdorfs Center Moses Pölking (r.) holte im Schnitt 6,8 Rebounds. Quelle: Benjamin Feller
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Stahnsdorf

Tief gestapelt, hoch platziert. Die Basketballer des RSV Eintracht Stahnsdorf haben die Hinrunde der 1. Regionalliga Nord als Tabellenerster beendet. Nach elf Jahren in der 2. Bundesliga ProB war der Neustart in der Regionalliga ein Abenteuer. „Wir wollen zu den besseren Teams gehören, aber wir sind kein Favorit. Viele Clubs sind finanziell stärker und kaufen fertige Spieler ein“, hatte der sportliche Leiter Wladimir Pastushenko vor der Saison gesagt.

Trainer Denis Toroman managte den Umbruch

Umso überraschender, dass die Mannschaft von Trainer Denis Toroman zur Saisonhalbzeit so gut dasteht. Toroman musste den größten Umbruch seit Jahren verwalten, nur eine Hand voll Spieler war übrig geblieben. Zwölf Siegen stehen lediglich zwei Niederlagen gegenüber. Allerdings spüren die Stahnsdorfer den Atem der Baskets Wolmirstedt, die mit ebenfalls 24 Punkten Zweiter sind. Nur der Erste steigt im Frühjahr in die 2. Bundesliga ProB auf. „Ich habe gehofft, dass es so gut läuft, aber das war nicht planbar“, sagt Pastushenko. „Das Ziel war oben mitzuspielen, das machen wir mit Bravour.“ In Sachen Rückkehr in die ProB gibt sich der Ex-Trainer aber zurückhaltend. „Wir müssen nicht um jeden Preis aufsteigen. Für uns ist es wichtig, zu harmonieren und uns kontinuierlich zu verbessern. Wenn dabei der erste Platz herausspringt, umso besser. Aber man kann den Aufstieg nicht planen.“

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Verfolger Wolmirstedt verstärkt sich

Zumal der sportliche Leiter mit einer Attacke des Verfolgers Wolmirstedt rechnet. „Sie werden sich noch verstärken.“ Beim RSV ist die Personalplanung derweil noch offen. „Es ist noch keine Entscheidung getroffen, ob es Verstärkungen geben wird. Wir haben aber auch viele junge Spieler im Verein.“ Dmitrij Hasenkampf und Lucas Skibbe sind aus beruflichen Gründen künftig nicht mehr an Bord. Der enge Kader könnte in der Rückrunde noch ein Problem werden. Pastushenko: „Unsere Rotation ist nicht so breit wie die von Wolmirstedt.“

Matthew Dogan sammelt die meisten Punkte

Dafür ist auf viele Akteure Verlass. „Es sind immer andere Leute, die die Mannschaft tragen. Wir haben sieben, acht Spieler, die in verschiedenen Matches eine entscheidende Rolle gespielt haben“, sagt Pastushenko. Dadurch sei das Team schwer ausrechenbar. Sebastian Fülle etwa ist mit zwei Balleroberungen pro Spiel kampfstark und mit 14,2 Punkten wurfsicher. Matthew Dogan sammelt mit durchschnittlich 17,5 die meisten Punkte. Moses Pölking holt im Schnitt 6,8 Rebounds. Und Karolis Babkauskas ist der beste Dreier-Schütze. „Auch Max Stölzel hat schon Spiele entschieden“, sagt Pastushenko. Bemerkenswert ist die Defensivstärke des RSV. Das Team ließ im Schnitt nur 66 Punkte des Gegners zu. Bei Wolmirstedt sind es 74.

Am Wochenende gewann der RSV 70:55 in Bergedorf und schüttelte die vorherige Heimschlappe gegen Göttingen ab. „Gut, dass wir mit einem Sieg in die Pause gehen“, sagt Pastushenko. So lässt sich Weihnachten noch mehr genießen.

Von Ronny Müller