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Mehr Sport Tim Schneider ist heiß auf den ersten großen Titel
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18:14 08.04.2019
Alba-Basketballer Tim Schneider begann einst beim RSV Eintracht Stahnsdorf. Quelle: Jan Huebner/imago
Berlin

Tim Schneider braucht auf Auswärtsfahrten keine Spielekonsole oder sonstigen elektronischen Zeitvertreib. „Das Wetter in Valencia ist gut, da kann man auch mal spazieren gehen“, sagt der Basketballer von Alba Berlin. An der Mittelmeerküste tankt Schneider Kraft für das erste Finalspiel um den Eurocup am Dienstagabend (20.30 Uhr) beim spanischen Spitzenclub Valencia Basket.

Für den 21-Jährigen, der einst beim RSV Eintracht Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) begonnen hat, ist es das erste internationale Finale. Er spüre eine „besondere Aufregung und große Vorfreude. Ich genieße einfach den Spaß am Sport, mein Ehrgeiz ist sehr groß.“

15 Punkte in Crailsheim

Trotz seiner Jugend zählt der Power Forward beim Bundesligisten Alba Berlin bereits zu den gestandenen Spielern. Am Samstagabend unterstrich er diesen Stellenwert beim 105:69-Erfolg in Crailsheim. Schneider steuerte 15 Punkten bei und war damit erstmals in seiner Karriere bester Alba-Werfer. Allerdings schonte Trainer Aito Garcia Reneses über weite Strecken Routiniers wie Luke Sikma und Niels Giffey. Martin Hermannsson kam gar nicht zum Einsatz. Die Berliner müssen mit ihren Kräften gut haushalten. Allein im April stehen elf Spiele auf dem Plan. „Unser Kader ermöglicht eine große Rotation, das hilft“, sagt Schneider. „Auch wenn es mal spielerisch nicht läuft, müssen wir die Spiele durch Kampf gewinnen.“

In die maximal drei Endspiele gegen Valencia wollen die Albatrosse spielerisch und kämpferisch alles investieren. Es wäre der größte Triumph der Vereinsgeschichte. 1995 hatte Alba den damaligen Korac-Cup gewonnen. 2010 scheiterte der Club im Eurocup-Finale an Valencia. Damals gab es nur eine Partie, Alba verlor 44:67.

Gegen spanische Gegner erfolgreich

Die zweitwichtigste Trophäe auf europäischem Parkett würde dem achtmaligen Deutschen Meister einen Startplatz in der Euroleague für kommende Saison sichern. „So ein Titel würde den deutschen Basketball noch einmal anders auf die Karte setzen“, sagte Albas Nationalspieler Joshiko Saibou. Valencia sei „auf allen Positionen sehr stark besetzt“, warnte Trainer Garcia Reneses. Vor allem die Erfahrung spricht für Valencia. „Sie haben viele Waffen. Und sie haben alle schon Titel geholt“, unterstrich Forward Luke Sikma. Im Viertel- und Halbfinale schaltete Alba bereits die spanischen Clubs Malaga und Andorra aus und gewann in beiden Serien auswärts. Garcia Reneses: „Deshalb haben wir keine Angst vor schwierigen Auswärtsspielen.“

Der Sieg im Eurocup wäre eine Genugtuung nach den verlorenen Endspielen in der Ära Garcia Reneses. In der vergangenen Saison zog Berlin in der Meisterschaft und im Pokal den Kürzeren. Im Februar musste man erneut im Pokalendspiel Bamberg den Vortritt lassen. „Wir haben langsam keine Lust mehr, immer nur Zweiter zu sein. Wenn du ein Finale nach dem anderen verlierst, kann das schnell sehr deprimierend werden“, sagte Hermannsson. Doch Schneider sieht die Niederlagen konstruktiv. „Die Enttäuschung haben wir schnell abgehakt. Wir konnten viel lernen, wir müssen konstanter und konzentrierter sein.“ Und zwar über die ganze Serie von maximal drei Partien gegen Valencia.

Spiel zwei findet am Freitag (20 Uhr) in Berlin statt. Ein eventuelles drittes Match ist für kommenden Montag in Spanien angesetzt. „Valencia hat den Heimvorteil, aber wir werden gut vorbereitet sein“, sagt Tim Schneider. Wenn die Entscheidung erst im dritten Spiel fällt, wüsste er schon, wo er sich entspannen kann.

Von Ronny Müller

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