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Sportmix Christian Diener will bei der WM Bestzeit toppen
Sportbuzzer Sportmix Christian Diener will bei der WM Bestzeit toppen
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18:32 17.07.2019
Christian Diener wird bei der WM alles geben. Quelle: Foto: Han GUAN/DPA
Potsdam

Wenn am Wochenende die ersten Entscheidungen im Beckenschwimmen bei den Weltmeisterschaften in Gwangju/Südkorea anstehen, wird es auch für Christian Diener ernst. Das Rücken-Ass vom Potsdamer SV im OSC hat dabei nicht nur seine Spezialstrecke, die 200 Meter, im Blick, sondern er setzt auch auf die Staffeln über 4 x 100 Meter Lagen und 4 x 100 Meter Mixed Lagen.

„Mein Ziel ist es, eine Bestzeit zu schwimmen. Im Einzel möchte ich ins Finale“, steckt sich der 26-Jährige hohe Ziele. Zuletzt war das dem Vizeeuropameister von 2014 im Kampf mit den Besten der Welt bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio gelungen. Im Finale über 200 Meter Rücken belegte er Platz sieben und steigerte seine Bestzeit zum dritten Mal nach Vorlauf und Halbfinale bei diesen Spielen auf 1:56,27 Minuten. Da will er mindestens wieder hin. Im April hatte er sich mit 1:57,08 Minuten in Stockholm für die WM qualifiziert, wenngleich er acht Hundertstel über der WM-Norm des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) geblieben war. Aber Diener hat sich in den letzten Jahren national als bester Athlet in der Rückenlage etabliert, ihn braucht man auch in der Staffel. Bereits im Vorjahr bei den Europameisterschaften in Glasgow gewann er mit der deutschen 4 x 100 Meter Lagen-Staffel Bronze, nachdem es im Einzel nicht zu einer Medaille gereicht hatte. Über 100 Meter Rücken führt der Schützling von Trainer Jörg Hoffmann, der nicht mit zur WM gereist ist, die nationale Rangliste 2019 in 54,73 Sekunden an.

Nicht ohne Badehose im Handgepäck

Diener sagt: „Das war bisher keine leichte Saison für mich.“ Zwar habe ihn die Schließung der Schwimmhalle im Luftschiffhafen wegen der Renovierung nicht gestört, aber im Ausweichbecken im „blu“ in der Potsdamer City konnte er weniger auf der Langbahn trainieren. „Weil wir uns das Becken mit anderen Nutzern teilen mussten, ging es meist nur quer hin und her. Langbahn war nur von 6 bis 8 Uhr morgens möglich. Da habe ich ein wenig das Gefühl für die Langbahn verloren“, erinnert sich Diener an die schwierige Phase. Doch er wolle nicht klagen, schließlich habe die letzte Überprüfung bei der Leistungsdiagnostik in Hamburg ergeben, dass er auf einem guten Formstand sei. „Da waren einige Bestwerte dabei. Nun muss ich das nur noch ins WM-Becken bringen“, meint er. „Erst die WM wird zeigen, ob ich in Bestform bin.“

Wegen der Zeitumstellung bereitete sich die deutsche Mannschaft bereits seit gut einer Woche in Japan auf die WM vor. Das dortige Trainingslager soll gleichzeitig ein Testlauf für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokio sein. „Wir waren schon im letzten Jahr dort, da hat alles funktioniert“, sieht der Sportsoldat keine großen Probleme beim Pendeln zwischen den Zeitzonen. Viel wichtiger sei es ihm, nicht auf Badehose und Schwimmbrille im Handgepäck bei den Flugreisen zu verzichten. Selbst vor der Abreise habe sein Vater Steffen Diener aus Cottbus angerufen und besorgt nachgefragt, ob er alles eingepackt habe.

Von Peter Stein

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