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Sportmix Radsprinter Maximilian Levy wird zum Eisenmann
Sportbuzzer Sportmix Radsprinter Maximilian Levy wird zum Eisenmann
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18:01 27.06.2019
Maximilian Levy wird zum Dreikämpfer mit Schwimmen, Radfahren und Laufen. Quelle: Foto: Steffen Hartz
Cottbus

Maximilian Levy wird zum Eisenmann. Nicht, dass der Bahnradsprinter mit den hammerharten Oberschenkeln in seiner Karriere nicht schon genug schwer behangene Hantelstangen mit Beinen und Armen in die Höhe gestemmt hätte. Levy bestreitet am Sonntag in Frankfurt/Main seinen ersten Ironman-Triathlon, das heißt 3,86 Kilometer schwimmen, 180,2 Kilometer Rad fahren und 42,195 Kilometer laufen. „Da wage ich mich an zweieinhalb neue Sportarten. Das wird eine Fahrt ins Ungewisse“, witzelt der Cottbuser und meint es doch ernst: „Das Schwimmen und Laufen musste ich neu erlernen. Beim Schwimmen habe ich im September fast wieder von vorn angefangen. Mein Vater Ralf war früher mal Leistungsschwimmer und hat mir geholfen. Anfangs habe ich für einen Kilometer eine Stunde gebraucht und es war total anstrengend. Beim Laufen habe ich mit drei Kilometern in 20 Minuten begonnen. Aber damals hatte ich noch 93 Kilo Körpergewicht zu schleppen, jetzt sind es zehn Kilo weniger. Mein Körper fühlt sich ganz anders an“, erzählt der viermalige Weltmeister mit Begeisterung.

Die Belastung durchstehen

Genau das sei es gewesen, was er wollte. „Einfach mal eine andere Herausforderung suchen, die Grenzen physischer Belastbarkeit ausloten. Das ist etwas, was ich in meinem Sportlerleben halt einfach mal machen wollte“, sagt der Lausitzer, der im März zum dritten Mal Vater geworden ist – nach zwei Töchtern gehört nun Sohn Linus zur fünfköpfigen Familie – und deshalb auf die Bahnradsport-WM verzichtet hatte. Aber das Triathlon-Training lief weiter. Dank persönlicher Kontakte zu Ironman-Weltmeister Jan Frodeno bekam er wertvolle Tipps, hat die Ironman-WM auf Hawaii begeistert am Fernseher verfolgt. „Aber die Profis kämpfen in einer ganz anderen Liga. Die wollen bei den Europameisterschaften in Frankfurt/Main gewinnen. Für mich geht es ja darum, die Belastungen durchzustehen. Ich trete da nicht an, um zu gewinnen, wie das beim Sprint auf der Bahn sonst immer der Fall war. Ich will einfach ankommen und den Tag heil überstehen“, erklärt Levy. „Das ist vom Kopf her sicher eine ganz andere Geschichte.“

Schwimmen wird die größte Herausforderung

Er weiß: „Das Schwimmen wird meine größte Herausforderung. Ich hoffe, ich schaffe die Karenzzeit. Das Radfahren wird kein Problem sein.“ Wenngleich er als Sprinter jahrelang darauf geeicht sei, auf kurzen Strecken bis maximal einen Kilometer maximale Geschwindigkeit zu erzielen, könne er auch lange und ausdauernd im Rennsattel sitzen. Ende Mai hat er an der Mecklenburger Seen-Runde über 300 Kilometer teilgenommen. Den Marathon, der einen Ironman beschließt, nennt Levy seinen Endgegner. In Burg lief er im Frühjahr beim Spreewald-Marathon einen Halbmarathon in 1:45 Stunden. Der 32-Jährige wirkt austrainiert, aus seinen Augen blinzelt die Abenteuerlust. „Genau darauf kam es mir ja an, neue Reize zu setzen“, meint der dreimalige olympische Medaillengewinner. Denn die Sommerspiele 2020 in Tokio bleiben sein Ziel – als Bahnradsprinter wohlgemerkt. Seine Familie wird ihn bei der Triathlon-Mission in Frankfurt/Main begleiten. „Papi macht Ironman“, würden die Kinder immer sagen, wenn er sich zum Training verabschiede. Nun will er den Schmerzen widerstehen und sich selbst zum Eisenmann küren. „Ich tue das ja für mich“, sagt Levy.

Von Peter Stein

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