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Sportmix Über 300 Sportler beim 10. Wasserfestlauf
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10:16 16.07.2018
Die Nachwuchsläufer starten im Fürstenberger Stadtpark am Schwedtsee auf ihre 1,4-Kilometer-Runde. Jasmin Kühnast (vorne, 3.v.l.) war als Erste wieder im Ziel.
Die Nachwuchsläufer starten im Fürstenberger Stadtpark am Schwedtsee auf ihre 1,4-Kilometer-Runde. Jasmin Kühnast (vorne, 3.v.l.) war als Erste wieder im Ziel. Quelle: Christoph Brandhorst
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Fürstenberg

„Zum Schluss war es ein bisschen warm“, sagte Marc Marquardt im Ziel erschöpft. Nur wenige Momente zuvor hatte der 41-Jährige vom Laufpark Stechlin am Sonnabend als erster 12,4-Kilometer-Läufer die Ziellinie im Fürstenberger Stadtpark überquert und damit bei der 10. Auflage des Wasserfestlaufs die ersten Zähler auf sein EMB-Cup-Konto fließen lassen. „Es war anstrengend auf der Strecke“, sagte er noch ganz außer Atem. Die Abkühlung im Schwedtsee hatte er sich verdient.

Denn der Sieg auf dem „langen Kanten“ war kein Zuckerschlecken. „Die anderen haben sofort Druck gemacht“, berichtete Marquardt. Allen voran René Latzke (LG Oberhavel), der 13 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel kam. „Mal war er vorn, mal war er hinter mir. Wir haben uns gegenseitig ganz schön gehetzt. Es war ein schnelles Rennen“, so der Rheinsberger, der in der Altersklasse M40 der Titelverteidiger ist. Die Siegerzeit von 47:28 Minuten hatte er da noch gar nicht auf dem Schirm.

12,4-Kilometer-Sieger Marc Marquardt erfrischt sich nach seinem Rennen im Fürstenberger Schwedtsee. Quelle: Christoph Brandhorst

Auch der Tagessieg über die 8,2-Kilometer-Distanz blieb beim Ausrichter. Maximilian Wegert, ebenfalls vom Laufpark Stechlin, bog als Erster vom Fürstenberger Kopfsteinpflaster wieder auf die B96 ab, die zwischenzeitlich sogar für die Läufer abgesperrt wurde. In 28:04 Minuten hatte er die anspruchsvolle Strecke mit wechselndem Untergrund erfolgreich hinter sich gebracht.

Damit dort diesmal alle Athleten den richtigen Weg finden konnten, hatten die Organisatoren um Wolfgang Schwericke Maßnahmen ergriffen. So etwas wie beim jüngsten Lindower Wutzseelauf, als Unbekannte kurz vor dem Lauf die Streckenbeschilderung umstellten, sollte ihnen nicht noch einmal passieren. „Wir sind heute früh um 6 Uhr die Strecke abgefahren, ich um 7 Uhr auch nochmal. Den Havelpark haben wir erst um 8.30 Uhr ausgeschildert und dort nochmal einen Streckenposten platziert“, erklärte Schwericke, der aber betonte, dass der Laufpark als kleiner Verein nicht jeden Winkel der Piste im Auge behalten könne. „Wir sind nicht in der Lage, jeden Waldweg zu besetzen.“ Musste er auch nicht. Die meisten der weit über 300 Sportler kamen diesmal fehlerfrei wieder im Stadtpark am Schwedtsee an.

Für alle Läufer gab es schicke Erinnerungsmedaillen. Quelle: Christoph Brandhorst

Mit der Starterzahl war Schwericke hochzufrieden. „So eine Beteiligung in den Ferien, das ist super. Daran gibt es gar nichts zu deuteln.“ Das sah auch EMB-Cup-Organisator Marco Fiedler vom SV Stahl Hennigsdorf so, der selbst die 12,4-Kilometer-Runde unter seine Sohlen nahm und am Ende als Gesamt-18. seine Siegermedaille entgegennahm. Kurz nach ihm kam übrigens mit Nadine Lischke (Birkensteiner Jungfrauen) auch die erste Frau ins Ziel. Sie blieb mit ihren 59:41 Minuten noch knapp unter der Ein-Stunden-Marke.

Für Wasserfestlauf-Sieger Marc Marquardt gibt es in diesem Jahr noch ein Ziel. „Ich bin im Marathon-Training, deswegen waren die Beine sowieso etwas schwer“, meinte der Rheinsberger. Dem Großereignis in der Hauptstadt blicke er aber entspannt entgegen. „Denn mein Jahreshöhepunkt war eigentlich der SwimRun in Rheinsberg, bei dem ich auf der Sprintstrecke überraschend Zweiter wurde.“

Von Christoph Brandhorst