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Sportmix Dauerduell um die Meisterschale
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18:28 26.04.2019
Trainer Cedric Enard (M.) mit seinen Zuspielern Sergej Grankin (l.) und Sebastian Kühner. Quelle: Foto: imago
Berlin

Seit Sebastian Kühner 2012 zu den Berlin Volleys kam, kennt er das nicht anders. Im Finale um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft trifft er mit den Hauptstädtern auf den VfB Friedrichshafen. „Langweilig ist das aber nie“, meint er. „Das sind einfach die besten Spiele des Jahres. Zwischen beiden Clubs besteht schon eine besondere Rivalität.“ Und sie wird jahraus jahrein neu gespeist. Am Samstag steigt Spiel eins (17.30 Uhr, Sport1) der Serie „Best of Five“ am Bodensee.

So wie sich jeder alle Jahre wieder auf Weihnachten freut, kommt der Volleyball-Gipfel für die Protagonisten schon als eine Art Bescherung daher. „Wir sind halt die beiden besten Volleyballteams in Deutschland“, findet Kühner. „Als Friedrichshafen im Pokalfinale 2018 auf Bühl und in diesem Jahr auf Lüneburg getroffen ist, war das eher langweilig.“

Siegen in der Fremde

Und wenn einer weiß, wie es geht, dann Kühner. Der 32-Jährige wurde bisher fünf Mal Meister mit den Berlinern, nur 2015 gab es eine Niederlage in der Finalserie. „An den ersten Titel 2013 erinnere ich mich besonders gern, weil es mein erstes Finale war“, stellt er heraus. Ebenso bemerkenswert: Vier Mal holten sich die Berliner am Bodensee die Meisterschale, im Vorjahr erst im fünften Duell der „Best of Five“-Serie – also Heimvorteil hin oder her. Kühner sieht das genauso: „Weil Friedrichshafen im Gegensatz zu uns eine souveräne Hauptrunde gespielt hat, hätten sie in einem fünften Spiel auch Heimvorteil. Aber wir sind auch auswärts stark“, setzt Kühner dagegen, zumal der Titelverteidiger das Momentum auf seiner Seite zu haben scheint.

Zur richtigen Zeit in Topform

Denn die Berliner brauchten nach dem Abgang solch routinierter Spieler wie Robert Kromm und Paul Carroll unter dem neuen Trainer Cedric Enard Zeit, um sich zu finden. Den Zeitpunkt, an dem der Schalter umgelegt wurde, will Kühner nicht an einem Datum festmachen. „Das war ein Prozess.“ Dazu gehörte auch eine Brandrede des fordernden Managers Kaweh Niroomand. „Er hat uns zusammengetrommelt und die Missstände wurden offen angesprochen. In der Rückrunde haben wir uns dann stabilisiert“, berichtet Kühner. Selbst Niroomand zweifelte bereits daran, dass die Volleys wieder das Finale erreichen könnten.

„In den Playoffs haben wir uns von Spiel zu Spiel Selbstvertrauen geholt“, meint Kühner, dessen Frau Patricia (Mädchenname Grohmann) einst beim SC Potsdam in der Volleyball-Bundesliga spielte. Beide haben eine anderthalb Jahre alte Tochter Clara.

In der Goldmedaillensammlung ist noch Platz

Über den Gegner sagt Kühner, der mit Deutschland 2014 WM-Dritter geworden war: „Der VfB spielt sehr geduldig, ist darauf aus, Fehler zu vermeiden. Da dürfen wir uns nicht einwickeln lassen.“ Und er ist absolut überzeugt davon, dass die Volleys wieder das bessere Ende für sich haben. „Wir haben den mit Abstand breitesten Kader. Die Qualität auf der Bank ist sehr hoch. Da kann der Trainer immer reagieren.“ Kühner kennt das Spielchen selbst zu gut. Mit dem russischen Olympiasieger Sergej Grankin als erstem Zuspieler wechselt er sich meist ab. „Ich bin darauf vorbereitet und heiß, wenn ich rein muss. Da muss man sich auch die ganze Zeit pushen. Wer außen abschaltet, bei dem funktioniert das nicht.“

Kühner und Co. wollen, dass die Meisterschale in der Hauptstadt bleibt. „Und in meiner Goldmedaillensammlung ist noch Platz.“

Von Peter Stein

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