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Sportmix Trainer Hernandez verlängert bis 2020
Sportbuzzer Sportmix Trainer Hernandez verlängert bis 2020
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17:47 28.03.2019
Immer unter Strom an der Seitenlinie: Trainer Guillermo Naranjo Hernandez vom SC Potsdam Quelle: foto: Gerhard Pohl
Potsdam

Kurz vor dem Start des Playoff-Viertelfinals am Samstag (16.10 Uhr, Sport1) gegen die Roten Raben Vilsbiburg hat Volleyball-Bundesligist SC Potsdam den Vertrag mit Trainer Guillermo Naranjo Hernandez für die kommende Saison verlängert und damit ein Zeichen für die entscheidende Saisonphase gesetzt. „Wir sind sehr zufrieden mit der bisherigen Arbeit von Guillermo Naranjo Hernandez und sind überzeugt, dass er unseren Verein weiter voranbringt“, sagt Teammanager Eugen Benzel.

Die Vertragsverlängerung soll Coach und Mannschaft nun beflügeln, erstmals den Halbfinaleinzug zu schaffen. Dafür sind in der Serie „Best of three“ zwei Siege gegen die Vilsbiburgerinnen notwendig.

In der bestmöglichen Form

Der Spanier, der am 10. Dezember 2018 nach der Trennung von Vorgänger Davide Carli kam, sieht seine Mannschaft „physisch, mental und technisch-taktisch in der bestmöglichen Form“. Der 41-Jährige meint: „Der jüngste Erfolg in Stuttgart hat uns in das richtige Gleichgewicht gebracht. Wir wissen, wir können jedes Team in der Liga schlagen, wir wissen aber auch, dass wir in der Saison zweimal gegen Vilsbiburg verloren haben. Aber die Mannschaft glaubt an sich und das ist das Wichtigste, wenn es in die Playoffs geht.“

Dass die Potsdamerinnen in Spiel eins und einem möglichen dritten Vergleich eine Woche später auf den Heimvorteil setzen können, hält er ebenso für entscheidend. „Die Fans sind ein Teil unseres Spiels. Wenn sie uns unterstützen, hilft uns das ungemein.“ Dabei ist sich Hernandez nicht zu schade, selbst als Animateur an der Seitenlinie aufzutreten. Oft genug hat er mit seinen rudernden Armbewegungen das Publikum zu noch mehr Aktivität aufgefordert. „Das gehört zu meinem Job“, meint er und sagt generell zum Trainerberuf: „Ich liebe es, das zu tun. Da gebe ich 100 und mehr Prozent.“So arbeitete er von 2013 bis 2017 erfolgreich beim Bundesligarivalen MTV Stuttgart.

Ein Mann mit viel Temperament

Dass sein Temperament bisweilen über die Stränge schlägt, weiß er selbst am besten. In dem Kanaren-Vulkan – er stammt von der Sonneninsel Teneriffa aus Santa Cruz am Fuße des Vulkankegels Pico del Teide, mit 3718 Metern der höchste Berg Spaniens – brodelt es ständig, er steckt voller Energie. „So bin ich nun mal“, erzählt Hernandez. Das sei schon früher als Spieler im Außenangriff so gewesen. „Ich war nicht gerade der Liebling meiner Trainer“, berichtet er offen. „Ich weiß, manchmal ist das schwierig und ich versuche auch, möglichst eine Gelbe Karte zu vermeiden und meine Mannschaft nicht zu schädigen. Ich arbeite daran“, verspricht er Besserung bei gelegentlichen (Vulkan-) Ausbrüchen. Längst hat er ein Ritual entwickelt, um sich am Spieltag mental „einzunorden“. Er erzählt: „Ich gehe nach dem Auftakttraining mit der Mannschaft allein in den Kraftraum und arbeite mich ein bisschen ab. Da versuche ich, mich zu fokussieren.“

Rund um die Uhr mit Volleyball beschäftigt

Auf die Frage nach den liebsten Freizeitbeschäftigungen meint er verdutzt: „Freizeit. Ich habe keine Zeit, ich bin den ganzen Tag mit Volleyball beschäftigt, schaue Videos an oder ähnliches. Ich versuche, alles aufzusaugen, was mich, was das Training besser macht und damit unsere Mannschaft.“ Hernandez, der als Nationaltrainer mit der Auswahl Griechenlands auf Anhieb die Qualifikation zur EM-Endrunde im September schaffte, hat auch innovative Trainingsmethoden eingeführt. Mit moderner Technik wird versucht, zum Beispiel das Krafttraining zu optimieren.

Spaziergänge in den Potsdamer Parks kämen bei ihm nicht vor. Die City mit der Brandenburger Straße finde er ganz nett. „Potsdam ist eine schöne Stadt“, meint Hernandez, aber das allein habe ihn nicht zum Bleiben bewegt. „Der SC Potsdam hat alle Möglichkeiten, ein Spitzenvolleyballverein zu werden. Da will ich mithelfen, das reizt mich. Ich sehe hier das Potenzial. Wir haben eine professionelle Führung, ein gutes Umfeld, ein tolles Publikum. Ja, mir macht es auch Spaß, hier zu arbeiten.“ Den möchte er am Samstag in der MBS-Arena unbedingt wieder haben.

Von Peter Stein

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