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Sportbuzzer Beim Team Oberhavel zählt der Gemeinsinn
Sportbuzzer Beim Team Oberhavel zählt der Gemeinsinn
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17:50 06.02.2019
Der Spargel-Lauf wird vom Team Oberhavel organisiert. Quelle: Robert Roeske
Oranienburg

Hans-Jürgen Köhler ist etwas in Eile. Er will nach Kremmen, um dort eine Laufveranstaltung anzumelden. Der „Lauf um den Kremmener Spargel“ soll am 24. Mai stattfinden – und das Team Oberhavel, dessen Vorsitzender Köhler ist, organisiert das Event, das in diesem Jahr erstmals direkt in Kremmen stattfindet. Es ist einer der Höhepunkte im Vereinsjahr, alle packen mit an.

„Alle 400 Meter gibt es eine Stange Spargel“, erklärt der 72-jährige Pensionär, „das macht pro Runde etwa vier Stangen.“ Eine Stunde haben die Läufer Zeit, sich ihr Abendessen quasi selbst zu verdienen. Die absolvierten Runden werden elektronisch registriert. „Einige sind immer mit viel Eifer dabei“, weiß Hans-Jürgen Köhler.

Mehr Läuferinnen als Läufer

Seit 2004 gehört er zum Team Oberhavel. Der Verein wurde schon drei Jahre früher gegründet, als kleine Laufgemeinschaft fing alles an. „Die Läufer bildeten zunächst den Hauptteil der Aktiven“, weiß der Oranienburger, „aber nach und nach kamen Volleyballer, die Gymnastikabteilung und kurzzeitig auch mal Badmintonspieler dazu. Das ging in den Folgejahren ziemlich schnell.“ Heute hat der Verein etwa 100 Mitglieder. „Ein paar verlieren mal wieder das Interesse, dafür kommen andere hinzu.“ Bemerkenswert findet der Vereinsvorsitzende: „Inzwischen haben wir mehr Läuferinnen als Läufer – und die sind auch sportlich gut unterwegs.“

Gemeinsame Fahrten zu Läufen

Apropos sportlich: Die Mitglieder vertreten das Team Oberhavel nicht nur bei den Veranstaltungen in der Region wie etwa den Läufen um den EMB-Cup, Oberhavels größter Laufserie mit elf Stationen. Auch bundesweit und sogar international sind die Athleten aus dem Landkreis unterwegs. Sie waren bei Marathons in London, Boston, Stockholm, New York. „Aber es hat ein Sinneswandel stattgefunden. Vielen geht es nicht mehr nur um die Leistung, sie laufen nicht mehr auf Teufel komm raus. Mittlerweile ist vielen die Gemeinschaft mehr wert“, hat Köhler festgestellt.

Und die stimmt im Team Oberhavel. Geimeinsame Fahrten zu Läufen wie etwa dem Himmelsweglauf in Sachsen-Anhalt oder dem Kap Arkona-Lauf auf der Insel Rügen gehören fest in den Vereinskalender. „Da sind wir immer eine große Gruppe“, sagt der Vereinschef. Die wird auch gebraucht, wenn jedes Jahr am 1. Mai der Sachsenhausen-Gedenklauf rund um die Gedenkstätte in Oranienburg über die Bühne geht, zu dem Sportler nicht nur aus Oberhavel, sondern aus allen Teilen des Landes kommen. „Da brauchen wir rund 70 Helfer. Alle packen mit an, anders geht es nicht“, sagt Hans-Jürgen Köhler. Bei dem Event, das auch vom Landkreis Oberhavel, der Stadt Oranienburg und dem Kreissportbund Oberhavel mitorganisiert wird, ist das Team Oberhavel „für das Sportliche“ zuständig. „Wir übernehmen die Anmeldung, die Organisation im Start-Ziel-Bereich, kümmern uns um die Strecke“, weiß Köhler. Da sitzt jeder Handgriff, da weiß jeder, was er zu tun hat. Selbst kommen die Team Oberhavel-Athleten deshalb kaum dazu, mitzulaufen. „Ich war einmal dabei“, erinnert sich der Vereinschef.

Treffpunkt in Birkenwerder

Regelmäßig trainieren die Sportler gemeinsam, ihr Treffpunkt ist das Sportareal der Regine-Hildebrandt-Schule in Birkenwerder. Dort kommen auch die Gymnastikgruppe und die kleine Kraftsportgruppe unter, die Läufer können die Bahn nutzen. „Seit Anfang des Jahres haben wir auch eine kleine Yogagruppe“, erzählt der Vorsitzende, „nur vom Laufen gibt es kleine Wehwehchen, da ist das ein guter Ausgleich.“

Ein prominentes Mitglied des Teams ist Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD), der vorher Landrat in Oberhavel war. Er ist immer noch dabei, hält die vereinsinterne Marathon-Bestzeit. „Die Zeiten sind heute sicher nicht mehr ganz so...“, sagt Köhler schmunzelnd. Auch er hat den langen Kanten oft in Angriff genommen. „Mein letzter Marathon liegt aber vier, fünf Jahre zurück“, weiß er. „Es geht beim Sport jetzt mehr um die Regelmäßigkeit.“

Von Christoph Brandhorst

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