Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Tim Schneider wird Profi bei Alba Berlin
Sportbuzzer Tim Schneider wird Profi bei Alba Berlin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:30 12.07.2017
Tim Schneider (l.) gab bereits in der vergangenen Saison sein Bundesliga-Debüt für Alba Berlin.
Tim Schneider (l.) gab bereits in der vergangenen Saison sein Bundesliga-Debüt für Alba Berlin. Quelle: Imago
Anzeige
Berlin

Bei Tim Schneider ändert sich einiges. Der 19-Jährige bezieht demnächst eine eigene Wohnung und beginnt ein Studium. Noch wichtiger ist aber: Schneider startet in die neue Saison der Basketball-Bundesliga als offizieller Profi von Alba Berlin, kürzlich hat er einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben. „Das bedeutet mir sehr viel und macht mich stolz“, sagt Schneider im Gespräch mit der Märkischen Allgemeinen. „Ich kann in Berlin bleiben, um mich weiterzuentwickeln.“

Fünf Bundesligaeinsätze

Der gebürtige Berliner hatte im Nachwuchs beim RSV Eintracht Stahnsdorf gespielt und war zur 7. Klasse auf die Sportschule in Hohenschönhausen gegangen. „Schon in der Jugend war zu erkennen, dass Tim ein großes Talent ist“, sagt RSV-Vorstandsmitglied Marcus Boljahn. Alba stattete den 2,08 Meter großen Forward in der vergangenen Saison mit einer Doppellizenz aus – er lief zumeist für Lok Bernau in der 2. Bundesliga ProB auf. Dort kam er in durchschnittlich 23 Minuten auf zehn Punkte und 5,3 Rebounds pro Spiel. In der Bundesliga absolvierte Schneider immerhin fünf kurze Einsätze für Alba. „Das ist ein sehr gutes Gefühl“, erinnert sich Schneider an sein Debüt. „Aber es ist immer Luft nach oben.“

Ohne Bonus

Und dieses Reservoir will Alba freilegen. „Wir glauben an sein Potenzial und wollen mit ihm daran arbeiten, sich mit unserer Hilfe zum bestmöglichen Spieler zu entwickeln. Er ist seit sechs Jahren in unserem Programm und nun das erste Produkt unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Lok Bernau. Auf diese Erfahrungen kann er jetzt aufbauen, um den nächsten Schritt auch auf Bundesliga-Niveau zu gehen“, sagt Alba-Sportdirektor Himar Ojeda. Vom neuen Trainer Aito Garcia Reneses erhofft sich Schneider entsprechende Unterstützung. „Der Trainer spielte bei meiner Entscheidung für Alba eine wichtige Rolle, aber es kommt auf die Ziele des Clubs an“, sagt er. „Der Verein hat es so kommuniziert, dass sie mir vertrauen und mich ausbilden wollen.“ An einen Bonus, weil er vergangene Saison phasenweise schon zum Team gehörte, glaubt Schneider nicht. „Vom letzten Jahr sind nur noch vier Spieler da, es ist also eine neue Truppe. Jeder Trainer bringt seine eigenen Ideen und Methoden ein“, weiß Schneider. Doch er will seine Chance nutzen. „Als junger Spieler muss man sich zeigen und bereit sein. Wenn die Chance kommt, muss man zugreifen.“

Maximalziel bei der EM

Zunächst gilt Schneiders Fokus der U20-Europameisterschaft in Griechenland, die am Samstag beginnt. „Wir wollen das Maximale herausholen.“ Anschließend bereitet Schneider seinen Umzug vor. Er verlässt die Alba-Jugend-Wohngemeinschaft und bezieht eine eigene Wohnung. Außerdem will er am Alba-College Sport- und Eventmanagement studieren. Das College ist eine Kooperation mit der Hochschule BiTS. Die Konzentration liegt derweil auf dem Basketball. Daran wird sich nichts ändern.

Von Ronny Müller