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Sportbuzzer Potsdamer Duo holt WM-Silber in der Mixed-Staffel
Sportbuzzer Potsdamer Duo holt WM-Silber in der Mixed-Staffel
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18:50 07.07.2019
Justus Nieschlag, Nina Eim, Valentin Wernz und Laura Lindemann (v.l.) holen WM-Silber in Hamburg. Quelle: Foto: Jörg Schüler/IMAGO
Hamburg

Die alkoholfreie Bierdusche für den Sponsor gehörte einfach dazu, als Laura Lindemann und Nina Eim auf dem Podest vis-à-vis vom Hamburger Michel mit der Silbermedaille um den Hals jubelten. Die beiden Potsdamer Triathletinnen erkämpften am Sonntag bei der Weltmeisterschaft in der Mixed-Staffel mit Justus Nieschlag (Saarbrücken) und Valentin Wernz (Tuttlingen) für Deutschland Platz zwei knapp hinter dem erfolgreichen Titelverteidiger Frankreich.

„Die Franzosen sind im Moment mannschaftlich das Nonplusultra, trotzdem haben wir diesem Quartett Paroli bieten können und Australien sicher auf Platz drei verwiesen“, sagte der Potsdamer Trainer Ron Schmidt. Laura Lindemann startete zuerst über 300 Meter Schwimmen, sieben Kilometer Radfahren und 1,7 Kilometer Laufen und übergab als Erste. Wernz fiel auf Platz sechs zurück, Nina Eim kämpfte sich auf Rang vier vor und Nieschlag schließlich auf den zweiten Platz.

Olympia-Premiere für die Mixed-Staffel

„Das ist ein ganz wichtiger Erfolg auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, wo dieser Wettbewerb ja erstmalig auf dem Olympia-Programm steht“, ordnete Schmidt die silberne WM-Plakette ganz weit oben ein. Zwar folgen noch weitere Mixed-Wettbewerbe innerhalb der WM-Serie, aber die Deutschen sind als Ranglistenvierte gut dabei. Nina Eim schaffte mit ihrem starken Auftritt den Sprung in den Olympia-Kader. „Sie ist besonders prädestiniert für die kurze Distanz in der Staffel, da hat sie im Laufen und Radfahren ihre Stärken und auch im Schwimmen ist sie deutlich besser geworden“, schätzte ihr Heimtrainer ein.

Bereits am Samstag zeigte Laura Lindemann beim Rennen in der WM-Serie über 750 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen eine starke Leistung und erreichte als Siebte mit 28 Sekunden Rückstand auf Siegerin Non Stanford (Großbritannien) das Ziel auf dem Hamburger Rathaus-Markt. Zwar stand sie dort in den Vorjahren als Zweite (2018) und Dritte (2017) schon zweimal auf dem Podium und wollte diesmal ganz nach oben, aber nach der krankheitsbedingten Pause von Mitte Mai bis Mitte Juni in Folge eines entzündeten Weisheitszahns konnte sie mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Lindemann als starke Frau auf Position eins in der Staffel

Die 23-Jährige meinte: „Mit einer Medaille im Einzelrennen wäre ich noch glücklicher gewesen. Ich hatte auch die Chance dazu, habe aber beim Laufen schnell gemerkt, dass die Beine nicht so gut waren, wie ich es gerne gehabt hätte. Ich habe gekämpft, mehr war nicht drin. Aber nach der krankheitsbedingten Pause musste ich den Trainingsrückstand erst mal aufholen.“ Zum Staffel-Silber ergänzte die Europameisterin von 2017: „Wir haben gezeigt, dass Deutschland als Mannschaft gut aufgestellt ist. Im Hinblick auf Olympia 2020 ist das eine gute Ausgangsposition.“ Zu ihrer Rolle als erster Starterin aus dem Quartett meinte die angehende Polizistin: „Da hat man natürlich Verantwortung. Aber ich habe das gut gelöst, konnte als Erste übergeben. Hinterher ist es umso aufregender, wenn man mitfiebert und anfeuert, aber selbst nicht mehr aktiv eingreifen kann in den Wettkampf. Zum Glück gab es ein Happy-End mit WM-Silber.“

Ab Dienstag Trainingslager in Südtirol

Trainer Schmidt urteilte: „Im Schwimmen ist Laura ganz vorn dabei. Das wird ihr Selbstvertrauen geben. Im Einzelrennen am Samstag hat sie in der Wechselzone vom Radfahren zum Laufen ein wenig Zeit eingebüßt. Aber nach der Vorgeschichte ist sie wieder ganz klar im Kommen, da bin ich für die zweite Saisonhälfte optimistisch.“

Ab Dienstag reist Schmidt mit den Potsdamer Top-Triathleten – Lasse Lührs schaffte als 14. in Hamburg seine beste Platzierung in der WM-Serie – ins Trainingslager nach Südtirol. Am 3. August werden Lindemann und Co. bei den „Finals“, den Deutschen Meisterschaften in Berlin, antreten. Am 15. August folgt der olympische Testlauf in Tokio. Wer dort eine Top-zwölf-Platzierung erreicht, hat das Ticket für die Sommerspiele in der Tasche.

Von Peter Stein

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