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Turbine Potsdam Ostderby zum Bundesliga-Start
Sportbuzzer Turbine Potsdam Ostderby zum Bundesliga-Start
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20:06 04.09.2013
Will zaubern und treffen am Sonntag: Stürmerin Genoveva Anonma Quelle: Jan Kuppert
Potsdam

Wenn Bernd Schröder am Donnerstag Nachmittag auf den Trainingsplatz im Potsdamer Luftschiffhafen bittet, dann werden die Fußballerinnen des Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam zum 100. Mal den Ball in der Vorbereitung an den Fuß nehmen. „Ich denke, dass wir gut vorbereitet sind. Die Spielerinnen haben ordentlich mitgezogen“, erklärt Turbine-Chefcoach Bernd Schröder vor dem Saisonstart am Sonntag gegen den USV Jena (14 Uhr/Karl-Liebknecht-Stadion). 20 Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen hat der Trainerfuchs täglich dreimal zur Einheit gebeten. „Natürlich war das ein krasser Unterschied zum Training in der Schweiz“, erzählt Lia Wälti, die im Sommer vom Frauenteam der Young Boys Bern nach Potsdam gewechselt war. „Ans Pensum habe ich mich gewöhnt. Von Woche zu Woche ging es besser“, sagt Wälti, die sonst nur einmal am Tag auf dem Trainingsplatz gestanden hatte. Die knallharte Vorbereitung in Potsdam sei an ihr nicht spurlos vorüber gegangen. „Es gab Tage, die gut waren, aber auch Tage, an denen man abends total platt vom Training war.“

Bundesliga-Saison 2013/2014: Die MAZ zeigt die 22 Spieltage der 1. FFC Turbine Potsdam.

Doch Wälti, die gemeinsam mit Julia Simic (Bayern München) und Torfrau Laura Kristin Engler (TuRa Meldorf/Schleswig-Holstein) neu im Turbine-Kader steht, biss auf die Zähne. So, wie es der Trainer wünscht. „Wie jedes Jahr war die Vorbereitung bei uns intensiv und sehr umfangreich“, bemerkt der 71Jahre alte Potsdamer. „Wir haben die Erfahrungen der letzten Jahre einfließen lassen. Die Mannschaft ist in einer guten Verfassung.“ Das muss sie auch sein. Erneut haben sich Schröder & Co. hohe Ziele gesetzt. „Wir wollen die Qualifikation zur Champions League schaffen. Dafür müssen wir in der Liga Erster oder Zweiter werden“, so Schröder, der die Chance auf das Finale der Königsklasse 2015 in Berlin wahren möchte. Die Richtung sei klar. „Das Ziel muss immer sein, ganz vorne dabei zu sein.“ Auch das Erreichen des Pokalfinals ist ein Ziel. „Da können wir uns der Öffentlichkeit zeigen und stehen im Fokus: Für den Verein, für die Region.“ Der Dauerkarten-Vorverkauf läuft auf Hochtouren. Nicht nur, weil am Sonntag das Ostderby ansteht. „Die Erwartungshaltung der Mannschaft und der Fans ist groß“, weiß Schröder, der ohne Ada Hegerberg (Bänder- und Kapselanriss) auskommen muss. „Ich glaube, dass das Spiel gegen Jena eines der schwersten Auftaktduelle seit Jahren wird. Jena hat nichts zu verlieren.“

So würde die MAZ gegen den USV Jena aufstellen

Tor: Ann-Katrin Berger

Abwehr: Alex Singer, Stefanie Draws, Tabea Kemme, Jennifer Zietz

Mittelfeld: Maren Mjelde, Julia Simic, Pauline Bremer, Jennifer Cramer

Angriff: Genoveva Anonma, Lisa Evans

Coach Schröder hat Titelverteidiger VfL Wolfsburg, den 1. FFC Frankfurt und Bayern München auf seinem Favoritenzettel. Die Liga sei stärker geworden. „In den Vereinen wird sehr akribisch gearbeitet. Jeder merkt, wenn man vorn mitspielt, dann findet man auch in der Öffentlichkeit Anerkennung“, erklärt Schröder. Sein Team ist für den Start bereit. Dank der 100 Trainingseinheiten.

Von Sebastian Morgner

Das sagt der Trainer zu seinen Neuzugängen

Torhüterin Laura Engler Quelle: Jan Kuppert

Laura Engler, Torfrau, 18 Jahre: „Wir haben bewusst mit Laura eine junge Torhüterin geholt. Sie ist derzeit die Nummer drei bei der U-19-Auswahl und hat alle Voraussetzungen, um sich zu entwickeln.“

Mittelfeldspielerin Julia Simic Quelle: Jan Kuppert

Julia Simic, Mittelfeld, 24 Jahre: „Julia Simic ist eine sehr kreative Spielerin und sehr flexibel einsetzbar. Sie hat trotz ihres jungen Alters bereits viel Erfahrung in der Bundesliga gesammelt.“

Mittelfeldspielerin Lia Wälti Quelle: Jan Kuppert

Lia Wälti, Mittelfeld, 20 Jahre: „Lia Wälti ist eine hochintelligente Spielerin, die auf mehreren Positionen im Mittelfeld spielen kann. Sie ist sehr lernbegierig und praktiziert auch Leidensfähigkeit.“

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