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Turbine Potsdam Starensemble kontra Teamstärke
Sportbuzzer Turbine Potsdam Starensemble kontra Teamstärke
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13:13 17.04.2014
Feste Größen in ihren Teams: Wolfsburgs Conny Pohlers (l.) und Stefanie Draws vom 1. FFC Turbine Potsdam. Quelle: Julian Stähle
Ziesar

In Ziesar (Potsdam-Mittelmark) – also fast auf halber Strecke – begegneten sich Potsdams Kapitänin Stefanie Draws und Wolfsburgs Torjägerin Conny Pohlers, die lange in Potsdam kickte. Beide spielten ein Jahr zusammen bei Turbine. „Ich war damals das Küken, konnte viel lernen, auch von Conny“, sagt Draws. Giftpfeile gab es vor dem Topduell in der Königsklasse aber nicht. Nicht mal beim Duell am Kicker-Tisch.

Das Topteam Olympiqiue Lyon ist schon aus der Champions League raus. Da klingt Potsdam gegen Wolfsburg eher nach Endspiel als nach Halbfinale...
Conny Pohlers (35): Ja, es stimmt. Das ist ein vorgezogenes Finale. Leider treffen wir jetzt schon aufeinander. Das ist ein bisschen ärgerlich, aber das kann man sich ja nicht aussuchen. Da hätte die Uefa mal besser losen können.
Stefanie Draws (24): Dass beide deutschen Mannschaften vor dem Finale gegeneinander spielen, ist schon etwas ärgerlich. Das Halbfinale gegen Wolfsburg ist schon wie ein Endspiel.

Welche Mannschaft geht in Ihren Augen als Favorit in die beiden Spiele?
Pohlers: Ich gebe die Favoritenrolle gerne ab. Ich sage, wer die besseren Tage hat, wird sich durchsetzen. Durch die Titel der vergangenen Saison sind wir auf dem Papier zwar Favorit, aber es ist definitiv ein Duell auf Augenhöhe. Potsdam spielt eine super Bundesliga- und Champions-League-Saison.
Draws: Das ist schwer zu sagen. Wolfsburg ist schon eher der Favorit. Die haben immerhin vor einem Jahr alles gewonnen. Sie haben wahrscheinlich mehr Druck als Titelverteidiger, aber wir sind jetzt so weit gekommen, dass wir auch ins Finale wollen.

Wenn Sie den Gegner einschätzen sollen: Wo hat der Kontrahent seine Stärken?
Pohlers: Die können laufen, 90 Minuten und länger. Rennen, kämpfen, aggressiv spielen – das ist die Potsdamer Schule. Das ist Schröder-Philosophie. Und das ist nicht so angenehm. Turbine hat gute Spielerinnen – wie Ada Hegerberg oder Genoveva Anonma. Ich hoffe, wir bekommen eine gute Schiedsrichterin, die nicht jeden Pups abpfeift.
Draws: Wolfsburg hat viele gute Einzel- beziehungsweise Nationalspielerinnen und ist auf jeder Position bestens besetzt. Sie sind gerade im Mittelfeld und im Angriff stark und haben auch gute Alternativen auf der Bank.

Warum wird Ihr Team den Sprung zum Finale der Königsklasse nach Lissabon schaffen?
Pohlers: In der Abwehr stehen wir wieder gut da. Die Spielerinnen haben sich gefunden. Dann sind wir über die Außen schnell. Auf der Doppelsechs mit Lena Goeßling und Nadine Keßler haben wir das Duo der Nationalmannschaft – sie sind eingespielt. Und vorn ist Alexandra Popp, die immer für ein Tor gut ist.
Draws: Bei uns ist die Teamstärke das große Plus. Wir haben uns nicht nur individuell, sondern auch als Mannschaft weiterentwickelt. Ich glaube, dass das unsere Stärke ist. Wir haben auch die gewissen Einzelspielerinnen – wie Wolfsburg auch. Insgesamt aber nicht so viele.

Am Samstag um 14 Uhr spielt Turbine zu Hause, nächsten Sonntag hat Wolfsburg Heimrecht...
Pohlers: Für uns wäre im Hinspiel ein Auswärtstor schon ganz gut. Vielleicht ist es ja ein kleiner Vorteil, dass wir das Rückspiel zu Hause haben. Beide Spiele werden ganz knapp ausgehen.
Draws: Wir haben zuerst unsere Fans im Rücken. Die werden uns nach vorn peitschen. Das ist gut. Dann müssen wir nach Wolfsburg, was ich aber nicht als Problem sehe. Wir haben auch in Lyon gezeigt, dass was möglich ist.

Bundesliga-Tabellenführer gegen den Dritten – sicher werden Kleinigkeiten entscheiden. Wird es eine Frage des Willens werden?
Pohlers: Ich glaube, der Wille unterscheidet sich bei beiden Mannschaften nicht. In diesen Spielen gehen nur 150 Prozent!
Draws: Der Wille wird natürlich eine Rolle spielen. Es kommt auch darauf an, nicht nervös zu werden. Es können zwei Spiele sein, die von einer Einzelnen entschieden werden. Oder das Quäntchen Glück gibt den Ausschlag. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe.

Halbfinale gegen den Rivalen. Hat der Coach das Training geändert?
Pohlers: Es ist alles gleich geblieben. Wir machen zwar nichts anders im Training, aber wir wissen auch, dass wir noch was erreichen müssen. Wir sind in der Liga aktuell nur Dritter. Um international zu spielen, müssen wir unter die ersten Zwei kommen oder die Champions League gewinnen.
Draws: Seit die Auslosung ergeben hat, dass wir im Halbfinale gegen Wolfsburg spielen, haben wir das Training umgestellt. Wir haben noch mal angezogen und konzentrieren uns dabei sehr auf die Stärken des VfL. Wir kennen die Wolfsburgerinnen und wissen, was sie können.

Champions League – was ist das Besondere an der Königsklasse?
Pohlers: Hey, das ist die Königsklasse – das sagt schon alles! Das ist das i-Tüpfelchen. Da kann man die beste Mannschaft Europas werden. Wer will das nicht? Für mich ist es immer wieder ein Traum, dort zu spielen.
Draws: In der Champions League musst du dich auf wenige, entscheidende Spiele fokussieren. Aber genau für solche Partien trainierst du die ganze Zeit.

Welche Wünsche haben Sie für Samstag? Gibt es ein Wunschresultat?
Pohlers: Ich wünsche mir einen Auswärtssieg – 2:0. Und dass ich spielen darf. Ich freue mich auf die Spiele.
Draws: Wir wollen uns eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am 27. April schaffen. Am besten natürlich ohne Gegentor bleiben und vor allem hoffen wir dabei auf eine gute Zuschauerkulisse.

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