Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Turbine Potsdam Tor-Show von Pauline Bremer
Sportbuzzer Turbine Potsdam Tor-Show von Pauline Bremer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:38 03.11.2014
Turbine Potsdams Pauline Bremer (Mitte) war am Sonntag von ihren Gegnerinnen kaum zu halten. Quelle: Jan Kuppert
Anzeige
Potsdam

Selbst nach dem Abpfiff musste sich Pauline Bremer noch eines Sprunges in den Rücken erwehren. "Drei Tore, drei Tore", sang ihre Turbine-Sturmkollegin Lisa Evans und umarmte die 18-Jährige heftig. Zuvor hatte die U20-Weltmeisterin mit ihren drei Treffern die Potsdamerinnen gestern beim 4:0 (2:0) gegen Bundesligaschlusslicht Herforder SV ins Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen geschossen.

Der erste Sprung in Bremers Rücken war der Knackpunkt der Partie. "Ich wollte zum Ball und habe von hinten voll einen Stoß in den Rücken bekommen und konnte nicht stehen bleiben", beschreibt Bremer die Situation, in der sie von Lena Hackmann im Herforder Strafraum umgerannt wurde. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Julia Simic sicher (29.).

Anzeige

Die halbe Stunde bis zum Tor war dagegen keine spielerische Glanzleistung. "Das war ein Arbeitssieg, viel Kampf und wahrscheinlich noch mehr Krampf. Wir haben uns richtig schwer getan", kommentierte Simic die Partie. Ein Grund dafür war die schwere Verletzung von Johanna Elsig, die bereits in der 3. Minute mit dem Kopf gegen eine Gegenspielerin rasselte. "Ich hab' das Auge wachsen sehen, sie hatte ein richtiges Ei", sagte Simic. Elsig wurde ins Krankenhaus gebracht. "Jedes Mal, wenn so etwas passiert, geht ein Ruck durch die Mannschaft, weil man denkt: 'hoffentlich nicht die nächste Verletzte'", so Turbine-Coach Bernd Schröder zur Partie vor 1205 Zuschauern.

Doch nach dem Elfmetertor drängten die "Torbienen" die defensiven Herforderinnen immer weiter in den eigenen Strafraum. Schon sieben Minuten nach dem 1:0 zeigte das Wirkung: Spielmacherin Simic schickte Genoveva Anonma auf links, die anschließend scharf in die Mitte passte, wo Bremer nur noch zum 2:0-Pausenstand einschieben musste (36.).

Doch den Schwung aus der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit konnten die Potsdamerinnen nicht komplett in die zweite Hälfte retten. "Wir machen es uns momentan selber schwer und spielen teilweise echt unkonzentriert und die Bälle nicht richtig in den Fuß. Da läufst du immer wieder dem Ball hinterher und musst viel Kraft aufwenden, um ihn wieder zurückzuholen", sagte Simic. Und Trainer Schröder erklärte: "Wir sind noch weit davon entfernt, wo wir eigentlich hinwollen."

So dauerte es bis zur 80. Minute, ehe die Potsdamerinnen die spielerische Unterlegenheit der Gäste ausnutzen konnten. Simic passte steil auf Bremer in die Spitze und die etatmäßige Mittelfeldspielerin verwandelte eiskalt. Sechs Minuten später das gleiche Bild: Steilpass Simic, Tor Bremer. "Ich freue mich, dass ich die drei Tore gemacht habe. Aber ohne die Pässe meiner Mitspielerinnen hätte ich auch keine Tore schießen können", sagte sie. In der Liga hat Bremer in dieser Saison noch nicht getroffen, im Pokal war es dagegen der zweite Dreierpack in Folge.

Von Stephan Henke

Turbine Potsdam Turbine Potsdam enttäuscht mit 3:3 - Rückschlag bei den „Zebras“
19.10.2014
Turbine Potsdam Ex-Fußballerin des 1. FFC Turbine Potsdam - Yuki Ogimi zurück im Luftschiffhafen
18.10.2014
12.10.2014
Anzeige