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Turbine Potsdam Ein Turbine-Trio im Wembleystadion
Sportbuzzer Turbine Potsdam Ein Turbine-Trio im Wembleystadion
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09:39 20.11.2014
Vorfreude auf die Begegnung imWembley-Stadion (v.l.): Pauline Bremer, Jennifer Cramer und Tabea Kemme. Quelle: Jan Kuppert
Potsdam

Europa-Rekord beim Klassiker: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft zum Abschluss des Länderspieljahres 2014 am Sonntag (16 Uhr) in London auf Gastgeber England. Mittendrin Pauline Bremer, Jennifer Cramer und Tabea Kemme vom Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam.

„Das wird der absolute Hammer“, freut sich Kemme auf die Begegnung im legendären Wembleystadion. Laut englischem Fußball-Verband FA sind 55.000 Karten abgesetzt worden – das Testländerspiel vor der Weltmeisterschaft 2015 in Kanada ist damit ausverkauft. Aus logistischen Gründen sei das Kontingent auf 55.000 Karten begrenzt – das neue Wembley-Stadion fasst 90.000 Zuschauer.

Bremer hofft auf ein paar Minuten

Seit Dienstag hat Nationaltrainerin Silvia Neid ihre Mannschaft zusammen. Nach dem medizinischen Eingangscheck absolvierte der Europameister sechs Trainingseinheiten. „Ich habe versucht, im Training hundert Prozent zu geben“, meint Potsdams Pauline Bremer. „Für einen Einsatz von Anfang an wird es wohl nicht reichen. Doch ich hoffe, dass ich in diesem Stadion ein paar Minuten spielen darf.“ Die 18 Jahre alte Turbine-Angreiferin holte im Sommer mit der U20 den WM-Titel nach Deutschland und wusste zuletzt in der Bundesliga mit Toren zu gefallen.

Auch die Formkurve von Jennifer Cramer geht derzeit nach oben. „Das wird auf jeden Fall noch einmal ein Highlight in diesem Jahr“, meint die 21-Jährige, die seit Oktober eine Ausbildung bei der Polizei begonnen hat. „Da der Frauenfußball in England nicht ganz so populär ist, überrascht es mich schon, dass so viele Karten verkauft wurden.“

Kemme im Prüfungsstress

Auch Tabea Kemme lernt bei der Polizei. Die 22 Jahre alte Abwehrspielerin steckt derzeit noch im Prüfungsstress. „So richtig konnte ich mich auf das große Spiel in diesem tollen Stadion noch nicht gedanklich einstellen“, erzählt Kemme. „Doch spätestens, wenn wir in London sind, wird die Aufregung steigen. „Vor so vielen Fans zu spielen, wird bestimmt spannend.“ Druck, unbedingt von Beginn an aufzulaufen, mache sich die Potsdamerin aber nicht. „Das Training war entscheidend. Ich lasse es auf mich zukommen.“

Am Donnerstag um 14.35 Uhr hebt der Flieger mit dem DFB-Tross von Düsseldorf in Richtung London-Heathrow ab. Lira Alushi, die einst für Turbine Potsdam kickte, wird nicht dabei sein. Die Mittelfeldspielerin von Paris Saint-Germain musste die Partie wegen Knieproblemen absagen.

Nur noch sieben Monate bis zur WM

In der britischen Hauptstadt sind am Freitag noch zwei Trainingseinheiten geplant – so am Nachmittag das offizielle Abschlusstraining im Wembley-Stadion. Rund sieben Monate vor dem Auftakt der WM im kommenden Jahr in Kanada (6. Juni bis 5. Juli 2015) fiebern nicht nur die Spielerinnen dem Testspiel gegen England entgegen. „Es wird ein großartiges Erlebnis. Nicht nur, weil wir im Wembley spielen, sondern weil wir auf ein derartig starkes Team wie Deutschland treffen“, sagte Englands Nationaltrainer Mark Sampson vor der Begegnung gegen den zweimaligen Weltmeister Deutschland. „Das sind genau die Spiele, die wir im Vorfeld der WM austragen wollen.“

55.000 Fans werden kommen. „Das Freundschaftsspiel in England haben wir in erster Linie aus sportlichen Gründen abgeschlossen, um uns mit einem starken Gegner aus Europa zu messen", sagt DFB-Managerin Doris Fitschen. „Dass damit in England mit sehr viel Power der Frauenfußball promotet wird und so viele Karten verkauft sind, ist sensationell."

Geschickte Marketingkampagne

Mit einer geschickten Marketingkampagne hat die FA offenbar den Nerv getroffen. „Ich denke, dass die außergewöhnlich günstigen Preise und die Aussicht, ein Spiel in diesem besonderen Stadion zu sehen, viele Menschen dazu veranlasst haben, sich ein Ticket zu kaufen“, so Fitschen. Rekord für eine Frauenbegegnung in Europa ist das Finale der Olympischen Spiele in London 2012: Das 2:1 im Spiel zwischen USA und Japan sahen 80.203 Zuschauer.

Das Turbine-Trio freut sich auf die tolle Kulisse. Vor vier Tagen kickten die drei Potsdamerinnen noch im „Karli“ gegen den SC Sand. Nun öffnen sich die Tore im Wembley-Stadion. „Das ist Wahnsinn. Den Stress nimmt man doch gern in Kauf“, so Kemme.

Von Sebastian Morgner

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