Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Unfreiwilliger Umzug des VfL nach Werder
Sportbuzzer Unfreiwilliger Umzug des VfL nach Werder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:35 25.01.2019
Im September 2016 feierte der VfL Potsdam in der Sporthalle des Haeckel-Gymnasiums einen Sieg in der 3. Liga gegen Gastgeber Werder – nun bestreiten die Adler als Heimteam ein Ligaspiel in der Arena. Quelle: foto: Julius Frick
Potsdam

Ganz am Ende, wenn der Umzug und der logistische Kraftakt auf der Zielgeraden angekommen sind, könnte es doch noch einen schönen Schlusspunkt geben für Christian Barth: Nach dem Spiel des 1. VfL Potsdam gegen die SG Flensburg-Handewitt II (Start: 15.30 Uhr) in der 3. Handballliga Nord wird es Public Viewing geben. Das deutsche Team, in dem mit Fabian Wiede, Fabian Böhm und Co-Trainer Alexander Haase drei Protagonisten mit deutlichem VfL-Bezug stehen, könnte sich am Sonntag bei der Weltmeisterschaft die Handball-Krone aufsetzen. „Das wäre natürlich für unseren Verein ein ganz besonderer Moment“, sagt der Geschäftsführer des VfL.

Im Vorfeld aber sorgt die Partie, die von der heimischen MBS-Arena in die Sporthalle des Werderaner Ernst-Häckel-Gymnasiums ausgelagert werden musste, für wenig erbauliche Momente: „Natürlich sorgt die Verlegung für großen Unmut“, sagt Barth, „wir können da nur auf Verständnis bei den Fans und Sponsoren hoffen. Beispielsweise gibt es einen vertraglich geregelten Anspruch auf Werbung auf LED-Werbebanden, die stehen in Werder nicht zur Verfügung.“

Dazu kommen deutlich geringere Zuschauereinnahmen: Die Werderaner Halle verströmt mit ihren offiziell 199 Plätzen zwar Clubkonzert-Atmosphäre im Gegensatz zur weitläufigen MBS-Arena am Potsdamer Luftschiffhafen (mehr als 2000 Plätze), deckt aber die durchschnittliche Zuschauerzahl (765 Fans pro Partie in dieser Saison) nicht ab. Barth: „Feste Tickets stehen den Dauerkartenbesitzern und Sponsoren zur Verfügung. Tickets für das erste VfL-Ligaspiel in diesem Jahr gibt es außerdem im Vorverkauf.“

Die Ursache für den unfreiwilligen Umzug der Adler am Sonntag: Die MBS-Arena ist wegen des Internationalen AOK-Hallencups des Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam gesperrt. Bei der Terminvergabe für die Arena habe es eine Doppelbelegung gegeben, so Christian Barth, man habe sich deshalb frühzeitig an den Gegner gewendet, um die Partie zu verlegen – vergeblich. „Alle vorgeschlagenen Ausweichtermine, an denen eine Austragung in der MBS-Arena möglich gewesen wäre, konnten durch die Flensburger nicht bestätigt werden“, sagt VfL-Koordinator Arne Wiechmann, „Wenn beide Vereine mit einem gemeinsamen Termin einverstanden sind und ein triftiger Grund für die Verlegung vorliegt, kommt im Regelfall eine Spielverlegung auch zustande. Der Termin blieb bestehen und wir mussten die Halle wechseln.“

Die Suche nach einer Ausweichspielstätte für das Duell mit der Reserve des Bundesligisten aus dem Norden, die derzeit auf dem drittletzten Tabellenplatz liegt, gestaltete sich aber schwierig: Mögliche Termine in Ludwigsfelde und der Arena in der Heinrich-Mann-Allee kollidierten mit den Partien am WM-Finaltag. Immerhin sieht die personelle Situation gut aus bei den Adlern. Daniel Deutsch, der Trainer des Tabellensiebenten, hofft angesichts des ungewohnten Terrains in der Blütenstadt: „Wie man bei der deutschen Nationalmannschaft sieht, ist der Heimvorteil ja nicht an eine bestimmte Halle gebunden, sondern wird durch die Atmosphäre hergestellt. Die können unsere Fans auch in Werder herstellen.“

Von Lars Sittig

Gegen Johannes Thingnes Bö hat derzeit kaum ein Skijäger eine Chance. Der Norweger dominiert die Szenerie nahezu spielerisch. Im Sprint von Antholz verhindern schwache Schießleistungen konstant gute Ergebnisse der Deutschen. Bester war Olympiasieger Arnd Peiffer.

25.01.2019

Novak Djokovic präsentiert sich im Halbfinale der Australian Open genauso überlegen wie Rafael Nadal einen Tag zuvor. Damit treffen die beiden Tennis-Granden am Sonntag im Endspiel von Melbourne aufeinander. Ihr Finale vor sieben Jahren dort ist legendär.

25.01.2019

Vor einem Jahr stand Christian Prokop vor dem Aus als Handball-Bundestrainer. Erst nach einer Kampfabstimmung hielt das Verbandspräsidium an ihm fest. Bei der Heim-WM hat sich dies als richtige Entscheidung erwiesen.

25.01.2019