Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Lange Dahnsdorfer Hallenradsport-Tradition
Sportbuzzer Lange Dahnsdorfer Hallenradsport-Tradition
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:29 02.01.2019
Vereinschef Wolfgang Hemmerling (r.) mit der Trainingsgruppe des VfH Dahnsdorf. Quelle: FotoS: verein
Dahnsdorf

Ein Leben ohne den Verein kann sich Wolfgang Hemmerling gar nicht vorstellen. „Das ist mein zweites Zuhause, wenn mal kein Training ist, werde ich schon unruhig", sagt der 71-Jährige, der beim Verein für Hallenradsport (VfH) Dahnsdorf seit Jahrzehnten nicht nur Trainer, sondern auch Vereinsvorsitzender ist.

Schon 1960 kam er zu den Kunstradfahrern, die in dem Flämingdorf auf eine lange Tradition zurückblicken können. Zu DDR-Zeiten, als die LPG als Trägerbetrieb für regelmäßige Unterstützung sorgte, blühte der Sport bei der BSG Traktor auf. „Wir waren die Attraktion bei allen großen Festen, egal ob beim LPG-Fest oder zur Fastnacht. Wir sind über die Dörfer getingelt und haben unsere Übungen präsentiert“, erinnert sich Hemmerling. Einer der Höhepunkte war der Auftritt beim Deutschland-Treffen 1964 in Berlin.

Einst bei DDR-Meisterschaften erfolgreich

Kurz darauf hat Hemmerling seine erste Trainingsgruppe übernommen. Damals war das Reigenfahren – zu viert, zu sechst oder zu zehnt – sehr populär. Die Dahnsdorfer waren sogar bei DDR-Meisterschaften erfolgreich. Geübt wurde damals im großen Saal der Dorfgaststätte „Zu den drei Linden“, in den 1970er Jahren entstand aus einer alten Scheune eine Turnhalle. Zwölf Mal 14 Meter misst die Fläche für die Kunstradfahrer, für die nach der Wende einerseits die LPG-Unterstützung wegfiel, andererseits gab es neue Möglichkeiten. „Bei einem Wettkampf in Bayern durfte ich ins Rad-Lager der Gastgeber und mir sechs Räder aussuchen. Wir hatten Fahrräder mit Straßenbereifung, im Westen gab es nur Schlauchreifen“, erinnert sich Hemmerling.

Zweimal in der Woche wird trainiert

Die Räder – so ein Kunstfahrrad kostet heute etwa 2500 Euro – sind noch immer das A und O. Hemmerling ist da auch Mechaniker, kümmert sich um Reparaturen und Pflege. Auch beim Zusammenstellen der Vorträge, für die fünfminütige Kür sind 25 Übungen vorgesehen, geht er mit zur Hand. Mit Madleen Janke (31), zugleich stellvertretende Vereinsvorsitzende, hat er eine weitere Trainerin an seiner Seite, die früher auch als Kunstradfahrerin aktiv war. Etwa acht Kinder kommen regelmäßig zweimal in der Woche zum Training. Im Einer oder Zweier bereiten sie sich auf Wettkämpfe vor. Am 20. Januar steht in Bergholz-Rehbrücke die erste Pokalrunde von Berlin-Brandenburg an. Wenn die Normen geschafft werden, sind auch Starts bei den Landesmeisterschaften und ostdeutschen Meisterschaften möglich. „Wir sind ein kleiner Verein. Zum Glück kommen dank der Mund-zu-Mund-Propaganda immer wieder interessierte Mädchen und Jungen vorbei. Das sichert den Fortbestand des Vereins“, meint Hemmerling und hofft, dass er selbst gesund bleibt und noch möglichst lange dieses Ehrenamt ausüben kann.

Von Peter Stein

Die 8. Auflage des Trebbiner Silvesterlaufs hat gezeigt, dass er mehr und mehr zu einem überregionalen Sportereignis wird. Sehr zur Freude der Veranstalter.

02.01.2019

Frank Merbach aus Berlin gewinnt die 41. Auflage des Silvesterlaufes von Zossen nach Ludwigsfelde über 17,8 Kilometer. Lokalmatador Daniel Schröder aus Trebbin wird Zweiter. Zahlreiche Stammgäste konnten wieder begrüßt werden.

02.01.2019

Angelique Kerber und Alexander Zverev werden ihrer Favoritenrolle beim Hopman Cup in Perth bislang gerecht. Auf den Erfolg gegen Spanien folgt gegen Frankreich der zweite Sieg. Nun geht es am Freitag um das Erreichen des Endspiels.

02.01.2019