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Sportbuzzer VfL Potsdam gewinnt Derby gegen Oranienburger HC
Sportbuzzer VfL Potsdam gewinnt Derby gegen Oranienburger HC
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11:21 08.10.2018
07.10.2018, Handball 3.Bundesliga, Punktspiel, 1.VfL Potsdam-Oranienburger HC, MBS Arena Potsdam im Bild: v.l. Trainer Daniel Deutsch (1.VfL Potsdam) Quelle: Julius Frick
Potsdam

Handballherz, was willst du mehr? Das Derby des VfL Potsdam gegen den Oranienburger HC hielt am Sonntag alles bereit, wonach die Fans lechzen: schnelle Aktionen, dramatische Phasen am laufenden Band und auch Hektik. Am Ende entschieden die Gastgeber die Partie in der dritten Liga vor 1238 Zuschauern in der MBS-Arena nach dem Spielverlauf zu hoch mit 30:26 (16:16) für sich. Der VfL belegt nun Rang fünf, Oranienburg ist Siebter.

Das war nichts für schwache Nerven. Der VfL präsentierte sich technisch versierter, gewitzter, die Gäste wuchtiger. Die Oranienburger David Sauß und Per Oke Kohnagel suchten im Angriff immer wieder Eins-zu-eins-Situationen. Zuerst hagelte es Verwarnungen für den VfL, dann Zeitstrafen und schließlich insgesamt sieben Strafwürfe für Oranienburg (drei gehalten), für Potsdam gab es keinen. Spektakulär die 12. Minute: VfL-Keeper Fabian Pellegrini rutscht weg, wirft dennoch die Kugel über das ganze Feld zu Moritz Ende, der mit einer Hand fängt und vollendet. Die Hausherren spielten sich in einen kleinen Rausch – 9:6 (15.). Und es gab wieder eine Gala von Yannik Münchberger. Er traf bis zur 18. Minute fünfmal, verwarf dann aber im Übermut dreimal in Folge.

Die Gäste kämpften sich wieder heran und hielten auch nach der Pause die Begegnung offen. Nach 50 Minuten wirkten die Potsdamer, als hätten sie sich müde gespielt. Unmotivierte Würfe landeten bei Torwart Ivan Szabo. Oranienburg bekam Übergewicht, versuchte, das Tempo hochhzuhalten und ging mit 24:23 in Führung. Doch plötzlich schlug wieder die Stunde von Kapitän Münchberger. Er warf die Treffer Nummer sechs und sieben und wurde bestens von den Außen Moritz Ende und Joe Boede unterstützt. Der 18-jährige Ende besaß soviel Selbstvertrauen („in ein Derby geht man immer anders rein“), dass ihm von Rechtsaußen bei neun Würfen sieben Treffer gelangen. „Das war im zweiten Jahr in der dritten Liga mein bestes Spiel“, verkündete der Youngster hinterher. Linksaußen Boede schaffte bei vier Versuchen die maximale Ausbeute.

Die Potsdamer bekamen die zweite Luft und drückten zum Schluss noch mal mächtig auf die Tube. „Das darf man auch erwarten bei fünfmaligem Training in der Woche“, so Münchberger. Die Gäste schöpften noch einmal Hoffnung, als Kohnagel per 7-Meter den Anschluss zum 27:26 (57.). schaffte. Doch so sehr vor allem Christoph Genilcke ackerte, verloren die Gäste danach den Faden.

Kohnagel saß nach Abpfiff wie ein Häuflein Elend da. „Wir haben in der ersten Halbzeit in der Abwehr nicht gut gestanden. Im zweiten Abschnitt gab es zu viele Fehler, und wir haben zu viele Gegenstöße zugelassen.“ Um so diebischer lachte Münchberger: „Wir haben das Ding als Team super gerissen.“

Das sagen die Trainer

Daniel Deutsch (VfL Potsdam): Der Sieg fiel etwas zu hoch aus. Der Knackpunkt war das 23:24. Da hätte es auch andersherum laufen können. Aber wir sind nicht nervös geworden und haben uns nach der schwierigen Phase noch mal enorm gesteigert.“

Christian Pahl (Oranienburger HC): „Meine Truppe hat ein gutes Auswärtsspiel geliefert. Wir hatten das Momentum in der zweiten Halbzeit auf unserer Seite, nutzen es aber nicht. VfL-Torwart Fabian Pellegrini hat mit starken Paraden das Spiel entschieden.“

VfL Potsdam: Pellegrini, Grunz – Poveda, Schwarz (3), Huntz (4), Münchberger (7), Boede (4), Spengler (2), Urios Gonzales (1), Ende (7), Jochimsen, Steinbuch, Kovacech (1), Winter (1), Schwark.

Von Detlef Braune

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