Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer VfL Potsdam lange Zeit in Nöten
Sportbuzzer VfL Potsdam lange Zeit in Nöten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:49 08.04.2019
Moritz Ende und der 1.VfL Potsdam taten sich lange schwer gegen Braunschweig, feierten dann aber einen Sieg. Quelle: Julius Frick
Potsdam

Beim Handball gilt ein guter Torwart als halbe Miete. Was aber stellt eine Mannschaft an, wenn der Keeper jeden Ball aus dem Netz kramen muss? So erging es der Nummer zwölf Fabian Pellegrini, der beim VfL Potsdam zwischen den Pfosten steht. Im ersten Abschnitt des Heimspiels des Drittligisten am Sonntag gegen den MTV Braunschweig bekam Pellegrini einen einzigen Ball zu fassen, gegen 17 Würfe wusste er dagegen nichts auszurichten. Der VfL lag 16:17 zurück. Das Geschehen änderte sich nach der Pause, auch dank Pellegrini. Die Potsdamer strafften sich und landeten vor nur 576 Zuschauern in der MBS-Arena einen am Ende sicheren 32:28 Erfolg gegen den Abstiegskandidaten.

Wie schon beim verkorksten Duell gegen Spitzenreiter Empor Rostock (17:27) drohte VfL-Kapitän Yannik Münchberger zum Alleinunterhalter zu werden. Doch diesmal hatte er den drangvollen Matti Spengler zur Seite. Vorn lief es zähflüssig, hinten packte keiner energisch zu. „Ohne Abwehr kannst du kein Spiel gewinnen“, stöhnte Kreisläufer Christian Schwarz.

„Auch wenn die Mannschaft schlecht spielt, geraten wir nicht so weit ins Hintertreffen“, tröstete sich VfL-Trainer Daniel Deutsch angesichts der gewachsenen Widerstandskraft der Havelstädter. Ein von Münchberger verwandelter Siebenmeter zum 22:21 (43.) diente als Initialzündung. Plötzlich kamen die Akteure ins Laufen, brachten mehr Mumm ein und warfen in fünf Minuten vier Tore. „Die Spieler haben Mut gefasst und sind mit der zweiten Welle in die Tiefe gegangen“, atmete der Coach angesichts des Sinneswandels seiner Mannen auf.

Der notwendige Schub kam auch von hinten. Plötzlich stand ein anderer Pellegrini im Tor. Der Schweizer erklärte den Umschwung: „Du musst jeden Ball abhaken, ob es dein Tor ist oder nicht. Die Abwehr war nicht da in der ersten Halbzeit, ich auch nicht. Irgendwann habe ich den Gegner in der zweiten Halbzeit besser ausgelesen.“

In der Startaufstellung des VfL stand diesmal Caspar Jacques – ein Indiz für die nächste Saison. Der Linksaußen hatte nach einer Bandscheibenoperation im März 2017 eigentlich mit dem Leistungssport aufgehört. „Doch es juckte wieder in den Händen“, so der 23-Jährige. Zu Saisonbeginn wurde er Co-Coach und stand auch gelegentlich auf seiner Position auf dem Spielfeld. Daraus soll ein Dauerzustand werden. Jacques unterschrieb einen Einjahresvertrag, und Deutsch freut sich: „Caspar ist ein emotionaler Leader.“

Von Detlef Braune

999 Rennen. Fast 70 Jahre Formel 1. Geschichten und Anekdoten, die Bücher füllen. Hass-Duelle, Skandale, Rekorde, Kuriositäten. Eine Reise durch die Motorsport-Königsklasse, die lange vor allem eines war: Lebensgefährlich.

08.04.2019

ALBA Berlin bietet sich eine historische Chance. Als erstes deutsches Basketball-Team kann der Hauptstadtclub den Eurocup gewinnen. Im Finale gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Rivalen. Die jüngste Bilanz in großen Endspielen verheißt aber nichts Gutes.

08.04.2019

Nils Politt hat mit Platz fünf bei der Flandern-Rundfahrt einen weiteren Achtungserfolg erzielt. Der 25-Jährige lässt sich auf den giftigen Anstiegen von den Stars nicht abhängen. Der Sieg geht aber an den krassen Außenseiter Bettiol aus Italien.

07.04.2019