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Sportbuzzer Drei Punkte in Straubing gesichert
Sportbuzzer Drei Punkte in Straubing gesichert
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20:02 18.11.2018
Kapitän Anne Hölzig (l.) vom SC Potsdam im Netzduell mit Straubings Dana Schmit. Quelle: Foto: Harald Schindler
Straubing

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben sich am Samstag im Bundesligaduell bei Nawaro Straubing selbst entfesselt. Fehler um Fehler – allein die ersten fünf Punkte wurden so dem Gastgeber geschenkt – brachten das Team zunächst arg in Rückstand. Beim Stand von 24:14 durfte Straubing bereits zum ersten Satzball aufschlagen. Aber die Potsdamerinnen standen wieder auf, kämpften sich zurück ins Match, glichen gar zum 24:24 aus. Letztlich sicherte sich Straubing mit dem zwölften Satzball den ersten Satz mit 27:25, aber die Wende war eingeleitet. Der SC gewann mit 3:1 (25:27, 25:20, 25:18, 25:15), sicherte sich beim Aufsteiger die erhofften drei Punkte und kletterte in der Tabelle auf Rang drei.

Schlechter Start

Trainer Davide Carli resümierte: „Wir sind ganz schlecht in das Spiel gekommen. Einige hatten wohl den Pfiff nicht gehört, das sah alles noch wie Erwärmung aus. Wir haben die Bälle ins Netz geschlagen oder ins Aus. Wir haben Straubing die Punkte geschenkt. Doch wie wir dann Satzball um Satzball abgewehrt haben, das war beeindruckend. Ab sofort lief es im Spiel.“ Auch sein Straubinger Trainer-Kollege Benedikt Frank sah es hinterher so, dass für seine Mannschaft der erste Satz der Knackpunkt gewesen sei und die Wende in der Partie brachte.

Vor 737 Zuschauern hatten Carli, dessen Mannschaft in den roten Heimtrikots antrat, weil Straubing in Schwarz auflief, die Startformation verändert. Auf Außen-Annahme begann er zunächst mit Antonia Stautz und Eva Hodanova, im Block war wieder Nia Grant für Natalie Wilczek dabei. Doch schon Mitte des ersten Satzes kamen Anne Hölzig und Silvana Chausheva auf Außen-Annahme wieder zum Zuge. Kapitän Anne Hölzig war es auch, die entscheidend zur Wende beitrug. Einmal mehr agierte Marta Drpa überragend. Mit 24 Punkten sicherte sich die Diagonalangreiferin im dritten Spiel ihre dritte Medaille als wertvollste Spielerin.

Den Schlüssel gefunden

„Die wichtigste Erkenntnis für mich war, dass die Mannschaft den Schlüssel gefunden hat. Wir haben ab Ende des ersten Satzes das Spiel kontrolliert“, sagte Carli. „Natürlich hätten wir auch den ersten Satz für uns entscheiden müssen. Aber die Mannschaft hatte fortan alles unter Kontrolle. Spielerisch haben wir zweifelsohne wieder einen Schritt nach vorn gemacht.“

Dass der SC nun hinter den Topteams aus Schwerin und Dresden auf Rang drei liegt, wollte der Coach nicht überbewerten. „Der Kalender meinte es gut mit uns. Die harten Brocken kommen erst noch. Aber die Punkte, die wir holen wollten, haben wir eingetütet. Dazu zähle ich unbedingt die drei Punkte gegen Straubing.“

Selbstvertrauen für das Pokal-Duell

Auf die Frage, was dies nun für das Pokal-Viertelfinale am Sonntag (13 Uhr, MBS-Arena) gegen denselben Gegner bedeutet, meinte Carli: „Natürlich sind wir der Favorit, erst recht nach diesem 3:1. Ich hoffe, wir haben genügend Selbstvertrauen getankt. Wir wollen ins Halbfinale. Aber wir müssen konzentriert bleiben. Straubing kann befreit aufspielen. Wir kennen ihre Schwächen und ihre Stärken nun ein bisschen besser. Aber im Volleyball kann immer alles passieren.“

Von Peter Stein

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