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Sportbuzzer Olé, olé, olé! Fiesta in der MBS-Arena
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19:18 10.12.2018
Der Spanier Guillermo Naranjo Hernandez, neuer Trainer SC Potsdam. Quelle: Peter Stein
Potsdam

Als Guillermo Naranjo Hernandez am Montag in der Potsdamer MBS-Arena die Bälle über das Netz schmetterte und die Spielerinnen immer wieder korrigierte, aber bei gelungenen Aktionen auch lobte, wirkte alles so vertraut. Dabei war es die erste Übungsstunde für den neuen Trainer des Volleyball-Bundesligisten.

Ende der italienischen Ära

Nach der Ära der Italiener – Alberto Salomoni (2011 bis 2016) und Davide Carli (2016 bis 2018), der seinen Job überraschend aus persönlichen Gründen quittiert hatte – folgt nun ein Spanier als verantwortlicher Coach an der Seitenlinie. Naranjo Hernandez, der erste Nachname stammt von seinem im Vorjahr verstorbenen Vater Guillermo, der zweite Nachname von seiner 70-jährigen Mutter Candelaria, hat aber eine Menge Bundesliga im Kopf. Denn von 2013 bis 2017 arbeitete er erfolgreich bei Allianz MTV Stuttgart. Mit den Schwäbinnen wurde er dreimal Vizemeister (2015, 2016, 2017), zweimal Pokalsieger (2015 und 2017) sowie Supercup-Gewinner (2016).

Aus Teneriffa

Naranjo Hernandez stammt von der Sonneninsel Teneriffa, wuchs dort in Santa Cruz auf. Er war als Außen-Annahme-Spieler aktiv, begann dann nebenbei mit dem Coaching. Marichal Teneriffa stellte Anfang der 2000er Jahre das beste Volleyball-Team Europas, stand mehrfach im Final Four und gewann 2004 die Champions League. „Als Assistent habe ich dort viel gelernt“, meint der 41-Jährige, der 2011 in die USA ging, ehe er nach Stuttgart kam, wo er 2013 auch die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Britta Büthe zu WM-Platz zwei führte. Dass sein Vertrag 2017 dort trotz der Erfolge nicht verlängert wurde, nimmt er heute nicht mehr tragisch. „Es war auch an der Zeit, etwas Neues kennenzulernen.“ Er arbeitete 2017/18 bei CSM Targoviste in Rumänien, mit denen er den Pokal holte. Seit dem Sommer war er für PTPS Pila in Polen tätig. Außerdem ist der Linkshänder seit diesem Jahr Nationaltrainer in Griechenland. Diesen Job wird er beibehalten.

In der Bundesliga bestens vernetzt

Mithin ist Naranjo Hernandez bestens vernetzt im Volleyball auf dem Kontinent. Er schätzt ein: „Die Bundesliga ist am professionellsten organisiert. Deshalb kehre ich gerne zurück.“ Über seine neue Mannschaft sagt er: „Natürlich habe ich die Bundesliga immer weiter verfolgt. Ich kenne fast alle Spielerinnen. Carli, mit dem ich gut befreundet bin, hat sehr gute Arbeit geleistet. Wir haben ein gutes Team. Ich sehe da viel Potenzial.“

Zuschauer verstehen Volleyball

Der Kanarier steht gleich vor einer Herkulesaufgabe mit den Potsdamerinnen, die Mittwoch im DVV-Pokal-Halbfinale den Rekordmeister und Tabellenführer Schweriner SC (18.30 Uhr, MBS-Arena) empfangen. „Das wird eine schwere Aufgabe“, sagt Naranjo Hernandez. In den drei Tagen will er versuchen, Lockerheit in die Mannschaft zu bekommen. Er weiß, Potsdam ist nur der Außenseiter, sei aber nicht chancenlos. Er freut sich auf den Höhepunkt in der MBS-Arena und die Fans. „Die Zuschauer in Deutschland verstehen Volleyball. Ich bin daher gern nach Potsdam gekommen.“

Assistenzcoach Lukasz Marciniak hat seinen neuen Chef am Montag erst mal an die Hand genommen und diesem in der Arena und drumherum alles gezeigt. „Potsdam hat fantastische Möglichkeiten. Hier lässt sich gut arbeiten“, sagt Naranjo Hernandez und hofft insgeheim am Mittwoch auf eine Fiesta in der MBS-Arena. Olé, olé, olé!

Von Peter Stein

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