Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Sportbuzzer Woche der Entscheidungen
Sportbuzzer Woche der Entscheidungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 12.03.2019
Hochkonzentriert: Natalie Wilczek beim Aufschlag. Quelle: Foto: Gerhard Pohl
Potsdam

In dieser Woche wird es ernst für die Volleyballerinnen des SC Potsdam. Auf der Zielgeraden der Bundesliga-Hauptrunde treffen sie in zwei Heimspielen am Mittwoch (19 Uhr) auf den VfB Suhl und am Sonnabend (19 Uhr) auf die Roten Raben Vilsbiburg – zwei unmittelbare Konkurrenten im Kampf um Platz vier. „In beiden Spielen geht es darum, möglichst drei Punkte zu holen“, gibt Sportdirektor Toni Rieger eine klare Vorgabe. „Zuletzt gegen Schwerin hat die Mannschaft trotz der 0:3-Niederlage im zweiten und dritten Satz ein gutes Spiel gemacht. Daran müssen wir anknüpfen.“

Durchbruch in dieser Saison

Dabei setzt er auch auf Natalie Wilczek. Die Mittelblockerin ist die Jüngste im Stammsechser. Erst am vergangenen Sonnabend wurde sie 19 Jahre alt. Trotz der Niederlage in Schwerin konnte sie hinterher noch ein wenig mit ihren Eltern Ramon und Silke, die extra aus Schwedt angereist waren, ihren Geburtstag feiern. In der Stadt an der Oder hatte sie als Siebenjährige in der 2. Klasse mit dem Volleyball in der Schul-AG begonnen, danach bei Blau-Weiß Schwedt gespielt, ehe sie in der 9. Klasse auf die Sportschule nach Potsdam wechselte. Ab der Saison 2017/18 rückte sie in den Bundesliga-Kader auf. Nach sporadischen Einwechselungen stand sie Ende Januar 2018 – übrigens gegen Schwerin – erstmals über die gesamte Partie im Kader. In dieser Saison schaffte sie den Durchbruch, lief in den letzten Partien immer in der „Starting Six“ auf und blieb.

Die Aufschläge gebimst

Ihre bisher beeindruckendste Vorstellung gab Natalie Wilczek, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr am Olympiastützpunkt absolviert und danach ihr Fach-Abitur schaffen will, vor zwei Wochen gegen den Dresdner SC. Im zweiten Satz kam die 1,87 Meter große Spielerin beim Stand von 10:14 zum Aufschlag. Dann drehte sie mit ihren Flatterbällen die Partie zum 18:14. Erst ein eigener Aufschlagfehler beendete die Punkte-Rallye.

Dabei war der Aufschlag früher immer ihr Problem. Doch unter dem damaligen Trainer Davide Carli schob sie Sonderschichten, bimste das wichtige Element geradezu. „Charly hatte sich für mich eine Technik ausgedacht, dann habe ich immer wieder geübt“, berichtet sie. Ihre sogenannten Floataufschläge sind schwer anzunehmen, weil die Bälle im Idealfall im gegnerischen Feld wie ein Stein plötzlich herunterplumpsen. Nun bekommt also die Konkurrenz das große Flattern bei ihren Flatterbällen.

Ein hartes Stück Arbeit

Aber Natalie Wilczek weiß, „dass das ein ständiges Üben ist“. Trotzdem habe ihr das Durchspielen in den letzten Begegnungen viel Selbstvertrauen gebracht. Der Gedanke „Hauptsache drüber und nicht ins Aus“ sei aber immer noch da, wenn sie zum Aufschlag geht und mit ihren drei Schritten Anlauf in der Hocke für Aufmerksamkeit sorgt. „Das war alles ein hartes Stück Arbeit. Aber ich merke, dass ich mich verbessert habe. Deshalb werde ich weiter fleißig trainieren.“

Der Spielerin mit der Trikotnummer 3 wird auch von Sportdirektor Rieger „ein großer Sprung in der Entwicklung“ bescheinigt. „Sie hat noch einiges Potenzial, das wir im Verein weiter entwickeln wollen.“

Nur Fliegen ist schöner

Natalie Wilczek, deren Vater einst als Ruderer an der Sportschule in Rostock war und die mit Tobias (21) sowie Manuel (17) einen älteren und einen jüngeren Bruder hat, mag einerseits bodenständige Dinge wie Kuchen backen oder lesen, andererseits ist sie mutig genug, sich auch an verrückte Sachen zu wagen. Einen Tandemsprung mit dem Fallschirm hat sie sich schon getraut. Nun bekam sie einen Gutschein für einen Flug mit einem Leichtflugzeug. „Ich bin für alles Verrückte offen“, sagt sie und lacht.

In der Bundesliga werden leider keine Gutscheine verteilt, die Konkurrenz rückt den Potsdamerinnen immer näher auf die Pelle. „Mit Suhl und Vilsbiburg haben wir zwei starke Gegner. Suhl hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich gesteigert. Trotzdem sollten wir in der Lage sein, beide Mannschaften zu bezwingen. Ich werde jedenfalls mein Bestes geben. Das Gute ist, wir haben es selbst in der Hand, den vierten Platz zu verteidigen.“

Von Peter Stein

Sportbuzzer Handball, Oberliga Ostsee-Spree - Florian Lemaitre setzt Laufbahn fort

Nach einer schweren Knie-Verletzung hat Handballspieler Florian Lemaitre eine fast einjährige Pause eingelegt. In der kommenden Saison setzt der frühere Linksaußen des 1. VfL Potsdam und des HV Grün-Weiß Werder, der zuletzt vereinslos war, seine Laufbahn fort. Der 22-Jährige Rechtshänder hat einen Vertrag bei einem Oberligisten unterzeichnet.

12.03.2019

Die ausrichtende Leichtathletik- und Laufgemeinschaft (LLG) zieht Bilanz der Luckenwalder Crosslaufserie 2019. Nach vier Wochenenden ging die 37. Auflage der Traditionsveranstaltung am Sonntag zu Ende. Die Ergebnisse können sich in vielen Bereichen sehen lassen.

15.03.2019

Im Vorjahr standen sich München und Berlin noch im Endspiel der DEL gegenüber, nach sieben spannenden Matches jubelten die Bayern. Dafür wollen die Hauptstädter nun Revanche. Diesmal müssen sie schon im Viertelfinale gegen den Serienmeister ran - doch dieser ist gewarnt.

12.03.2019