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Sportbuzzer Wieder an der Überraschung geschnuppert
Sportbuzzer Wieder an der Überraschung geschnuppert
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19:55 13.04.2019
Marta Drpa (M.) ragte mit 20 Punkten beim SC Potsdam wieder heraus. Quelle: Gerhard Pohl
Potsdam

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam waren am Samstag angetreten, um Spiel zwei des Playoff-Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft gegen den Titelverteidiger Schweriner SC zu gewinnen. Und sie knüpften nahtlos an das packende 2:3 im ersten Vergleich an, boten dem Rekordmeister erneut die Stirn und unterlagen am Ende nach knapp zwei Stunden aufopferungsvollen Kampfes mit 1:3 (25:20, 18:25, 21:25, 23:25). Damit steht es in der Best-of-Five-Serie nun 0:2 und die Potsdamerinnen müssen im dritten Duell am Donnerstag unbedingt gewinnen, um das Halbfinal-Aus zu vermeiden und ein viertes Spiel am kommenden Ostersamstag in Potsdam zu erzwingen.

Trainer Hernandez lobt sein Team

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat super gekämpft und alles gegeben, was da war. Aber Schwerin ist eben nicht irgendein Gegner“, sagte Potsdams keineswegs enttäuschter Trainer Guillermo Naranjo Hernandez. Der Spanier meinte weiter: „Die Einstellung der Mannschaft hat absolut gestimmt und die Stimmung in der Halle war fantastisch. Ich denke, jeder Zuschauer hat gesehen, dass wir tollen Volleyball spielen und mit großer Leidenschaft kämpfen können.“

Selbst Schwerins Kapitän Jennifer Geerties räumte ein: „Die Potsdamerinnen haben da weitergemacht, wo sie in Schwerin aufgehört haben. Sie waren im ersten Satz wirklich stark, haben uns schon im Aufschlag unter Druck gesetzt. Im zweiten Satz haben wir dann eine bessere Einstellung in der Annahme gefunden, auch unsere Aufschläge waren besser. Nun werden wir alles dafür tun, um auch das dritte Spiel zu gewinnen.“

Rekordkulisse in der MBS-Arena

Vor der Saisonrekordkulisse von 1780 Zuschauern in der MBS-Arena waren die Gastgeberinnen sofort da und setzten den Meisterschaftstopfavoriten gehörig unter Druck. Der SCP führte schnell 5:1 und 8:3, das gab Sicherheit. Schwerin kam beim 8:9 zwar noch mal bis auf einen Zähler heran, aber der Hernandez-Sechser blieb am Zuge. Als Kapitän Anne Hölzig mit einem Ass das 19:14 markierte, war eine Vorentscheidung gefallen und der Satz wurde sicher mit 25:20 nach Hause gebracht.

Im zweiten Satz gerieten die Havelstädterinnen früh ins Hintertreffen, lagen bereits 5:10 zurück, als Hernandez die erste Auszeit nehmen musste. Beim 10:12 hatten sich seine Schützlinge wieder herangekämpft. Aber der SSC blieb im Vorteil und hatte beim 22:13 alle Trümpfe in der Hand. Schwerin schaffte mit 25:18 den Satzausgleich.

In Durchgang drei führte zunächst wieder der SCP. Dann brachte eine strittige Schiri-Entscheidung statt des 5:3 das 4:4 und Potsdam kam danach ins Hintertreffen, lag anschließend schon 13:17 zurück und kämpfte sich bis zum 18:19 wieder heran. Zu allem Unglück hatte sich Mittelblockerin Natalie Wilczek am Fuß verletzt und wurde von Sandra Szaboova ersetzt. Schwerin brachte auch diesen Satz mit 25:21 durch.

Der Satzausgleich zum 2:2 war möglich

Im vierten Abschnitt schlug das Pendel erst einmal wieder zu Gunsten der Gäste von Trainer Felix Koslowski aus. Über 4:9 und 8:13 schienen die Potsdamerinnen schon auf der Verliererstraße. Aber sie gaben sich nicht auf. Beim 11:15 schaffte Bundesliga-Topscorerin Marta Drpa drei Punkte in Folge und die eingewechselte Antonia Stautz brachte mit dem 15:15 den Ausgleich – die Halle stand hinter dem Team. Aber die Schwerinerinnen setzten sich wieder ein, zwei Punkte ab. Beim 20:20 und beim 23:23 gleich Potsdam jeweils aus – da lagen sogar der Satzausgleich und ein Tiebreak wie in Spiel eins in der Luft. Aber der Meister verwandelte mit einem Block gegen Marta Drpa den ersten Matchball zum 25:23

Wieder mussten die Potsdamerinnen ein bitteres Ende hinnehmen und wurden für ihren großen Kampf nicht belohnt. Doch die Fans in der MBS-Arena feierten sie mit Standing Ovations – zurecht. Diese Halbfinal-Premiere ist noch nicht zu Ende.

Von Peter Stein

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