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Sportbuzzer Aufsteiger startet ins Abenteuer dritte Liga
Sportbuzzer Aufsteiger startet ins Abenteuer dritte Liga
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16:50 25.09.2018
Das Drittliga-Team des USV: Falko Nowak (Trainer), Susann Sass, Gina Schilke, Paula Fabian, Lisa Schröder, Alexandra Schulze, Eileen Heidepriem, Ivette Pollack, Thomas Schulze (Co-Trainer, h.v.l.), Martina Gast, Maria Heidelberger, Cindy Kremer, Isabelle Manoury, Tina Patzner und Anne Borrmann (u.v.l.). Quelle: foto: verein
Potsdam

Die Volleyballerinnen des USV Potsdam hatten jahrelang in der Regionalliga ihren Spaß. Dann packte die Hobby-Truppe – das Gros geht einem Job nach – der sportliche Ehrgeiz. In der Relegation gegen Warnemünde gelang der Aufstieg in die 3. Liga. Aber noch viel anstrengender wurde für die Damen und Herren – die Trainer Falko Nowak und seinen Co Thomas Schulze – das Klinkenputzen im Kampf um Sponsoren.

Mit einer spektakulären Crowdfunding-Aktion sollten 4444 Euro eingeworben werden. Der Plan ging auf. Da wurden selbstgebastelte Schlüsselanhänger und Kalender verkauft, Fanshirts gab es zu ersteigern und sogar einen Platz als Co-Trainer auf der Bank ganz nah am Spielfeld. „Mit dieser Aktion haben wir erst richtig auf uns aufmerksam gemacht“, sagt Kapitän Martina Gast. „Alle haben da mitgefiebert. Das hat die Mannschaft zusammengeschweißt“, meint Mittelblockerin Alexandra Schulze.

Der persönliche Draht

Mit der „Mission 3. Liga“ haben sich die Volleyballerinnen auch am Gemeinschaftswettbewerb der Pro Potsdam und der Stadtwerke Potsdam beteiligt. Bei der Abstimmung belegte das USV-Team in der Kategorie Sport Platz zwei und ergatterte noch einmal 3000 Euro. „Unser Etat ist gesichert“, bestätigt Co-Trainer Schulze. Zuletzt hat sich auch das „Cafe Guam – das Käsekuchen-Café“ von Torsten Schink aus dem holländischen Viertel mit dem Sponsoring der Trikots beteiligt. Da hatte sich ausgezahlt, dass Spielerinnen in den letzten Jahren neben dem Studium in dem Café gejobbt haben. „Der persönliche Draht hat vieles möglich gemacht. Der gute Zusammenhalt zeichnet unsere Mannschaft aus“, erklärt Coach Schulze, dessen Frau Alexandra zu den langjährigen Stützen des Teams zählt.

Zum Auftakt ein Heimspiel

Die 3. Liga beginnt für den USV am Samstag mit einem Heimspiel (19 Uhr, Sporthalle Heinrich-Mann-Allee) gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg II. Das ist der Mitaufsteiger und punktgleiche Staffelsieger aus der letzten Regionalliga-Saison. „Die dritte Liga wird ein sportliches Abenteuer“, schätzt Schulze ein. „Wir sind sehr gespannt.“

Aufgrund der beruflichen und privaten – einige sind bereits Mütter – Verpflichtungen der Spielerinnen konnte der Trainingsumfang nicht wie ursprünglich geplant von zwei- auf dreimal wöchentlich erhöht werden. Zugänge sind Eileen Heidepriem (kommt von Rotation Prenzlauer Berg) und Paula Fabian, die zuletzt am Daytona State College in den USA spielte. Die Aufstiegsmannschaft soll es im Großen und Ganzen richten. „Ziel ist der Klassenerhalt. Das wird schwer genug“, meint Co-Trainer Schulze. Aber der Aufwand soll sich lohnen, die Geldsammlerinnen wollen sportliche Rendite.

SC Potsdam II entwickelt Talente

Die Talente des SC Potsdam II spielen in der 3. Liga. Der Sechste der vergangenen Saison wird weiter von Björn Matthes trainiert.

Der Kader hat sich verändert. Die Spielerinnen sind im Schnitt 17 Jahre alt, gehen meist auf die Sportschule. Ziel ist der Klassenerhalt. „Das wird deutlich schwerer“, so Matthes.

Roxana Vogel und Frances Kauffmann rückten in das Erstliga-Team auf, wo auch Emilia Weske und Natalie Wilczek spielen, die letzte Saison auch in der 3. Liga zum Einsatz kamen.

Das erste Derby gegen den Aufsteiger USV findet am 1. Dezember 2018 statt.

Von Peter Stein

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