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Sportbuzzer 35 Mannschaftsboote im Einsatz
Sportbuzzer 35 Mannschaftsboote im Einsatz
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19:45 16.06.2019
Die Teams zeigten wieder vollen Einsatz bei den Rennen im Zehner-Canadier. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Torsten Gutsche, der Vorsitzende des Kanuclubs Potsdam im OSC, hatte am Sonntag bei den 23. Energie- und Wasserspielen seines Vereins auf dem Templiner See eine besondere Crew um sich herum. Denn mit seinen ehemaligen Mitschülern von der Sportschule feierte er an diesem Wochenende Klassentreffen.

Bei den 23. Energie- und Wasserspielen des KC Potsdam im OSC am Sonntag waren 35 Boote in fünf Wertungskategorien im Einsatz.

Zum Abschluss ging es noch einmal in den Zehner-Canadier bei den Wasserspielen. 35 Boote waren am Start – darunter fand neben den Sponsoren- und Vereinsrennen erstmals auch ein Wettbewerb für die Botschaften statt.

Mit der 8. Klasse kam der aus Eisenhüttenstadt stammende Gutsche 1982 auf die Sportschule. „20 Kanuten waren wir in der Klasse“, erzählt der 51-Jährige, der schon damals mit Kay Bluhm ein Zimmer im Internat teilte, „dass leider nicht zu den saubersten zählte“, wie es beim Klassentreffen zur Sprache kam. Aber es wurde ein erfolgreiches Sportlerpaar. Denn Bluhm/Gutsche holten bei den Olympischen Spielen 1992 und 1996 dreimal Gold

Klassentreffen mit Trainer Ralph Welke, Torsten Gutsche, Jörg Wartenberg, Heike Bossin, Mariane Höhns und Rayk Freitag. Quelle: Peter Stein

und einmal Silber im Kajak-Zweier. „Wir waren die beiden einzigen aus der Klasse, die es bis zu den Olympischen Spielen geschafft hatten“, so Gutsche. „Den Traum Olympia hatten wir aber alle“, erzählte seine ehemalige Mitschülerin Mariane Höhns, die wie das Gros nach Abschluss der 10. Klasse die Sportschule wieder verlassen musste. „Mangels Leistung“, wie sie sagte. „Der Druck war schon sehr groß, denn wir waren bei DDR-Meisterschaften immer die Besten zum Beispiel im Kajak-Vierer.“ Sie wunderte sich, dass der Kraftraum im alten Bootshaus auch nach 34 Jahren immer noch denselben Geruch habe. Das Internat sei aber schöner geworden.

Zur Mannschaft gehörte auch Heike Bossin (Mädchenname Schulze). Sie war sogar die Jugendliebe von „Patsche“ Gutsche. Die heutige Grundschullehrerin aus Berlin stammt aus Brandenburg/Havel. „Irgendwann hat es sportlich nicht mehr gereicht“, meinte sie ohne Wehmut. Rayk Freitag, der als Canadierfahrer damals beim heutigen Bundestrainer Ralph Welke trainierte, erzählte hingegen, er habe nach dem Abi den Sportklub leider aus politischen Gründen verlassen müssen. Seine Haltung habe nicht ins DDR-System gepasst.

Jörg Wartenberg, der aus Rathenow kam und eigentlich Leichtathlet war, wollte unbedingt aufs Wasser der Havel. „Da habe ich dann selbstständig in den Ferien bis zum Schulbeginn geübt.“ Aber wegen Rückenproblemen musste er seine Kanu-Karriere früh beenden. „Trotzdem waren wir der stärkste Jahrgang“, schätzte Gutsche noch heute ein. Auf jeden Fall demons-trierte die Truppe bei den Wasserspielen einmal mehr ihren Zusammenhalt.

Darauf kam es auch den jungen Damen vom TSC Potsblitz an. Die Gardetänzerinnen Charlotte Kuchenbecker und Alexandra Förster sahen das als teambildende Maßnahme. „Nur die Musik hat uns ein bisschen gefehlt“, witzelten die Hobby-Paddlerinnen, die sich ebenso wie die Mitarbeiter der Firma Tecis Finanzberatung um Generalmanager Andreas Lipinski mit einer Trainingseinheit unter Anleitung der Profis vom KC Potsdam vorbereitet hatten. WM-Medaillengewinner Stefan Kiraj zum Beispiel versuchte als Steg-Koordinator beim Ein- und Aussteigen der Mannschaften den Überblick zu behalten. „Ich schaue hier, dass jeder in das richtige Boot kommt“, so der Experte.

Von Peter Stein

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