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18:34 04.01.2018
Lennard Kämna, Mitglied des deutschen Radsportteams Sunweb, bei der Vorstellung seines Teams am 04.01.2018 im Umspannwerk Alexanderplatz in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa
Berlin

Das ist die deutsche Radsport-Zukunft, die sich da am Donnerstag im Umspannwerk am Alexanderplatz in Berlin zeigte. Bei der Vorstellung der Mannschaften des unter deutscher Lizenz fahrenden Rennstalls Sunweb versprach Teammanager Iwan Spekenbrink, „in ein paar Jahren einen deutschen Fahrer zu präsentieren, der bei den großen Länder-Rundfahrten im Gesamtklassement ganz vorne mitfahren kann“.

Dass er dabei unter anderen an Lennard Kämna dachte, liegt auf der Hand. Der 21-Jährige bestritt 2017 seine erste Saison auf der World-Tour, kämpfte sich durch die dreiwöchige Spanien-Rundfahrt und krönte das Jahr mit dem WM-Titel im Teamzeitfahren sowie WM-Silber im Einzel in der U23. „Ich habe gespürt, wie hart dieses Profi-Niveau ist und viel gelernt. Zum Beispiel, wie man einen Koffer richtig packt und was man anzieht, wenn oben am Berg nur noch drei Grad sind“, erzählte der Blondschopf ganz offen. „Die Menschenmassen bei den Bergankünften der Vuelta haben mich begeistert. Das kannte ich bisher nicht.“

Kämna hat viel gelernt

Doch er denkt im Moment nicht daran, demnächst mit den Topstars wie seinem Team-Kapitän und Giro-Sieger Tom Dumoulin, der Niederländer will 2018 sein Rosa Trikot in Italien verteidigen, um das Gesamtklassement zu fahren. „Da gehen noch ein paar Jahre ins Land“, bat Kämna um Geduld. Im Februar will er bei der Algarve-Rundfahrt in Portugal in die Saison einsteigen und nach dem Frühjahr mit der Teamleitung entscheiden, ob Giro oder Tour de France schon möglich wären.

Die Frankreich-Rundfahrt hat sein Teamkollege Nikias Arndt auf jeden Fall zum Ziel. Der 26-Jährige legte dort 2017 einen starken Auftritt hin, wurde auf der 19. Etappe Zweiter. „Das hat mich noch heißer gemacht. Irgendwann will ich eine Tour-Etappe gewinnen“, sagte er. Er hoffe nur nicht, dass er dafür 17 Mal die Frankreich-Rundfahrt fahren müsse, fügte er scherzend an. Bereits am Donnerstag stieg der sprintstarke Mann, der in Frankreich als Anfahrer seinem australischen Teamgefährten Michael Matthews zum Gewinn des Grünen Trikots verhalf, ins Flugzeug nach Australien. Bei der „Tour Down Under“ beginnt für ihn am 16. Januar die Saison.

An der Cottbuser Sportschule im Radsport groß geworden

Kämna und Arndt stammen aus der Nähe Hamburgs, entwickelten sich aber auf der Sportschule in Cottbus, die sich über Jahrzehnte einen Ruf als Kaderschmiede des Radsports erworben hat. „Das war die wichtigste Entscheidung für meine Radsport-Karriere, damals nach Cottbus zu gehen“, sagte Arndt, der nun wie Kämna in Köln wohnt.

Beide haben weitere Nachfolger im Development-Team von Sunweb. Max Kanter besuchte als gebürtiger Cottbuser ebenso die dortige Sportschule. Im Vorjahr wurde der 20-Jährige deutscher U23-Meister. Da hilft es ihm auch, wenn sein früherer Cottbuser Coach Sebastian Deckert gleichfalls zum Sunweb-Trainerteam gehört. „Besser kann Max nicht an die Profis herangeführt werden. Er darf das gesamte Team-Knowhow vom Equipment bis zur Ernährung nutzen“, so Deckert. Mit Leon Heinschke (18) aus Frankfurt (Oder) gehört ein weiteres Brandenburger Talent zu den Sunweb-Hoffnungen.

Von Peter Stein

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