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Ausbildung & Beruf Nicht nur für Motorrad-Fans: Harley-Station in Königs Wusterhausen
Thema Specials Ausbildung & Beruf Nicht nur für Motorrad-Fans: Harley-Station in Königs Wusterhausen
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14:00 21.04.2015
Janine Sanft arbeitet in der Harley-Station.
Janine Sanft arbeitet in der Harley-Station. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen – Dirk Rosenthal ist sehr daran interessiert, Jugendlichen einen Einblick in seinen Betrieb zu gewähren. Er ist Inhaber und Werkstattmeister in der Harley-Station in Königs Wusterhausen. „Es ist wichtig für uns, Nachwuchs heranzuziehen und Schülern die Tür in Richtung Ausbildung zu öffnen“, sagt er. Als Ausbildungsbetrieb mit derzeit zwei Azubis fühle er sich dazu sogar verpflichtet.

Rosenthal hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal am Zukunftstag teilgenommen und bietet für Mädchen und Jungen in diesem Jahr jeweils einen Platz an. Er fand es spannend zu sehen, welche Vorstellungen sich die Teilnehmer von der Arbeit gemacht haben. „Der Junge, der sich für den Mechanikerberuf interessierte, war überrascht, wie viel Arbeit zu erledigen und wie komplex das Berufsbild ist“, erinnert sich Rosenthal. Er hat das Glück, nicht wie andere Brandenburger Handwerksbetriebe händeringend nach Azubis suchen zu müssen. Dafür sei der Standort verantwortlich, je abgeschiedener die Gegend, desto weniger Bewerber haben die Betriebe, sagt Rosenthal.

„Das Interesse haben wir auch der Marke Harley Davidson zu verdanken. Die ist eben cool und wer als Jugendlicher hier arbeitet, weiß das zu schätzen. Das gilt für die Angestellten und auch für mich“, sagt er. Noch kann Rosenthal zwischen mehreren guten Bewerbungen auswählen. „Aber die Zahl geht etwas zurück“, sagt der Motorrad-Fachmann. Er hofft, beim Zukunftstag den ein oder anderen Azubi zu finden.

Die Jungen würden sich während der Lehre in der Harley-Station eher für die Technik und die Motorräder interessieren, sagt er. Dass Mädchen sich für die Mechanikerlaufbahn entscheiden, sei eher selten. Das habe auch physische Gründe, so eine Maschine könne schon mal um die 500 Kilogramm schwer sein. „Mädchen interessieren sich beim Zukunftstag vor allem für die kaufmännische Seite unserer Arbeit, wir geben Informationen über die Aufgaben des Büro- und des Einzelhandelskaufmanns“, so Rosenthal über den Ablauf am Donnerstag.

Von Dietrich von Schell

www.zukunftstag-brandenburg.de