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BER Flughafen BER wird offenbar noch eine Milliarde teurer
Thema Specials F BER Flughafen BER wird offenbar noch eine Milliarde teurer
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21:31 22.06.2014

Der pannengeplagte Hauptstadtflughafen BER soll laut einem "Focus"-Bericht demnächst weitere bisher noch gesperrte Gelder erhalten. Der Haushaltsausschuss des Bundestages wolle noch vor der Sommerpause über die Freigabe von 85 Millionen Euro an eingefrorenen Bundesmitteln entscheiden. Das Geld werde vor allem für Schallschutzmaßnahmen gebraucht. "Ich habe großes Interesse, dass die Haushaltsmittel für den Flughafen entsperrt werden", sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Werner Gatzer, dem Magazin. Voraussetzung sei aber, dass die Flughafengesellschaft die Fragen des Haushaltsausschusses zufriedenstellend beantworte.

Die Flughafengesellschaft äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht. Die Gesellschaft rechnet mit ausreichenden Finanzmitteln bis ins erste Quartal 2015. Danach soll noch mehr als eine weitere Milliarde Euro für die Fertigstellung des BER nötig sein, womit die Gesamtkosten auf etwa 5,4 Milliarden Euro steigen würden.

Wie der "Spiegel" berichtet, müssen laut dieser Kostenkalkulation allein in den Umbau des Terminals samt Verbesserung der Entrauchungsanlage weitere 340 Millionen Euro investiert werden. 168 Millionen Euro sollen in zusätzliche Bau- und Planungsarbeiten fließen. Mit 286 Millionen würden die Mehrkosten für den Schallschutz der Flughafenanwohner beziffert. 255 Millionen Euro verbuche die Flughafengesellschaft als Risikovorsorge unter anderem für bisher nicht absehbare Baukostensteigerungen und Schadenersatz.

Sollte der Aufsichtsrat den Kostenplan billigen, müssten die Landesparlamente von Berlin und Brandenburg sowie der Bundestag der Kapitalerhöhung zustimmen. Ausgezahlt werden könnten die 1,049 Milliarden Euro erst nach der Genehmigung durch die EU-Kommission. Der «Spiegel» beruft sich in seiner Darstellung auf eine Präsentation der Flughafengesellschaft für den Projektausschuss des Aufsichtsrats. Die Gesellschaft wollte auch diesen Bericht nicht kommentieren.

dpa

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