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BER Flughafen Mehdorns Schönefeld-Pläne in Gefahr
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21:28 12.08.2014
Quelle: Patrick Pleul
Schönefeld

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hält am Standort für das geplante Regierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen fest. Eine Verdrängung aus dem zugesagten Baufeld werde die Bundesregierung nicht akzeptieren, heißt es in einem Bericht Hendricks' an den Bauausschuss des Bundestags.

Das birgt Probleme für das noch junge Vorhaben des Flughafenchefs Hartmut Mehdorn, das alte Schönefelder Terminal weiter zu nutzen, wenn der neue Flughafen in Betrieb ist. Er reagiert damit auf absehbare Engpässe im Neubau.

Das alte Terminal wollte aber eigentlich der Bund nutzen, bis nebenan der neue Regierungsflughafen fertig ist. Die Planungen dafür haben schon 50 Millionen Euro verschlungen, wie es in dem Bericht heißt. Über das Schreiben hatte zuvor die 'Berliner Morgenpost' berichtet.

"Lösung mit Charme"
Flughafenchef Hartmut Mehdorn hatte im Juni seine Forderung bekräftigt, nach der Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER den alten Flughafen Schönefeld vorübergehend weiter zu nutzen. "Nach dem Umzug von Tegel mit derzeit 21 Millionen Passagieren kommen am neuen Standort mindestens noch einmal 30 Prozent Fluggäste hinzu", sagte Mehdorn im Flughafenausschuss des Potsdamer Landtags. Damit sei der neue Flughafen ausgelastet und könne nicht noch die sechs bis sieben Millionen Passagiere der Billigflieger von Schönefeld-Alt übernehmen. Der Neubau eines Terminals werde sicherlich sieben bis acht Jahre dauern, sagte Mehdorn.

Für die Flugbereitschaft der Bundesregierung, die in das alte Terminal ziehen will, setze er auf eine Übergangslösung. Dafür gebe es bereits positive Signale der Flugbereitschaft, da diese sowieso nicht sofort das alte Terminal nutzen könnte. Zuvor müsse das Gebäude umfangreich technisch nachgerüstet werden. Der Aufsichtsrat hat die Flughafengesellschaft allerdings beauftragt, weitere Alternativen für die Erweiterung zu prüfen.

Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), hatte Mehdorn schon im März Rückendeckung gegeben. Das Aufsichtsratsmitglied sprach von einer "Lösung mit Charme", die angesichts wachsender Passagierzahlen etwas Luft verschaffe. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Brandenburgs Aufsichtsratsmitglied und Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider (SPD) geäußert.

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