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Fisch des Jahres Fangort bleibt ein Geheminis
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11:20 12.03.2018
Der bisherige Rekordfang des Oranienburgers Martin Chrzan, ein Spiegelkarpfen mit einem Gewicht von 20 Kilogramm. Quelle: foto: privat
Oranienburg

Nein, an diesem Wochenende will Martin Chrzan die Angel noch nicht auswerfen. „Ist ein bisschen zu kühl“, sagt er. Das heißt aber nicht, dass der 29-jährige Oranienburger sein liebstes Hobby womöglich aus den Augen verliert. Er nutzt die Zeit, um sich auf die bevorstehende Saison vorzubereiten. Da müssen zum Beispiel sämtliche Angelutensilien gründlich gereinigt werden, es gilt die Rollen neu mit Angelsehne zu bespulen oder sich mit Futter für die Fische einzudecken.

Ganz vom Angeln lässt Martin Chrzan im Winter denn aber doch nicht ab. In der kälteren Jahreszeit sei es vor allem der Hecht, dem sein Augenmerk gelte.

Halb Angler, halb Fußballer

Martin Chrzan war etwa sechs Jahre alt, als er das Angeln für sich entdeckte. Vater Wolf-Dietrich hatte ihn mitgenommen. Mal angelten die beiden am Ufer des Kanals, mal machten sie sich auf den Weg zum Lehnitzsee. Seit dieser Zeit fand er es toll, den Fischen nachzustellen. Da er außerdem das Fußballspielen liebte, teilte der Oranienburger seine Freizeit auf: Mal behielt er die Pose im Blick, mal ging er für TuS Sachsenhausen auf Torejagd. Mittlerweile konzentriert sich Martin Chrzan voll und ganz auf das Angeln. „Dabei kann ich wunderbar von der Arbeit abschalten“, sagt er. Und der Petrijünger geht einem Job nach, wo die Pausen am Wochenende gut tun. Arbeitet er doch bei einer Heizungs- und Sanitärfirma in Bötzow.

Der Luftdruck ist wichtig

Vor etwa zwölf Jahren hat Martin Chrzan das Karpfenangeln für sich entdeckt. Freunde haben es ihm schmackhaft gemacht. Und ein Karpfen war auch sein größter Fang, den er bisher an Land gezogen hat. Der Spiegelkarpfen hatte ein Gewicht von 20 Kilogramm. Wo er ihn gefangen hat, will der Oranienburger aber nicht preisgeben. „Das bleibt mein Geheimnis“, sagt er. Kein Geheimnis ist dagegen, dass es nach Auskunft von Martin Chrzan besonderer Witterungsbedingungen bedarf, um einen guten Fang zu machen. Vor allem der Luftdruck sei wichtig, weil davon das Fressverhalten des Karpfens abhänge. Gut sei ein Luftdruck, der möglichst konstant bleibt. Wechselt er häufig, bleibe der Haken dagegen nicht selten leer.

Tag und Nacht an der frischen Luft

Ob er anderen Leuten empfehlen würde, Angeln zu ihrem Hobby zu machen? „Auf jeden Fall!“, muss der 29-Jährige nicht lange nachdenken. Man sei den ganzen Tag über und hin und wieder auch mal die Nacht hindurch draußen an der frischen Luft, könne kräftig durchatmen und wunderbar vom Alltag abschalten. Und wenn man mal vier oder fünf Tage nichts fange? Na und? Angeln mache trotzdem jede Menge Spaß.

Heimische Gewässer bevorzugt

Dafür aber erst lange auf Reisen zu gehen, um womöglich die Angel auch mal in die Ostsee oder ein anderes großes Gewässer tauchen zu können, ist nicht das Ding von Martin Chrzan. „Da bleibe ich doch lieber hier in der Region und nutze für mein Hobby die heimischen Gewässer“, sagt der Angelfan und hofft, dass er auch dann noch stundenlang am Wasser sitzen und auf die Pose schauen kann, wenn er mal alt und grau ist.

Von Bert Wittke

Sebastian Franz tauscht gerne mal das Lenkrad seines Lkw gegen die Angelrute. Seit 2000 ist der 26-jährige Berufskraftfahrer Mitglied im Angelverein Ukelei Sachsenhausen 1913. Seinen größten Fang hat der Petrijünger, der auch Kamerad der freiwilligen Feuerwehr ist, im Sommer 2016 aus dem Stolzenhagener See gezogen.

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